Skispringen - Weltcup:Philipp Raimund Dritter in Klingenthal
Philipp Raimund fliegt im Nebel von Klingenthal zum dritten Mal in Folge aufs Podest. Die anderen DSV-Adler enttäuschen einmal mehr. Der sieg geht an den überragenden Domen Prevc.
Philipp Raimund sorgt im Skisprung-Weltcup weiter für Furore. Rang drei beim Heimspiel in Klingenthal ist sein dritter Podestplatz in Serie. Domen Prevc ist der überragende Sieger.
13.12.2025 | 0:28 minPhilipp Raimund knabberte nervös auf seiner Unterlippe, starrte durch die sächsische Nebelsuppe Richtung Anzeigetafel - und lächelte dann leicht gequält: Dass ein dritter Platz bei Deutschlands derzeit bestem Skispringer zumindest eine klitzekleine Enttäuschung auslöste, unterstreicht Raimunds momentane Stärke: Beim Heimweltcup in Klingenthal flog der Oberstdorfer zum dritten Mal in Folge aufs Podest. Damit war er einziger Lichtblick desaströser DSV-Adler.
Der erste Sieg könnte früher oder später mal kommen. Meine Sprünge sind weiter auf einem hohen Niveau, insgesamt bin ich megazufrieden.
Philipp Raimund
Domen Prevc als Partycrasher
20.000 lautstarke Fans in der Vogtland-Arena waren es ebenfalls - auch wenn der überragende Slowene Domen Prevc mit seinem nächsten Sieg ein wenig den Partycrasher spielte. Raimund reichten 271,9 Punkte zum insgesamt vierten Podestrang im Olympiawinter. Raimund musste noch Stefan Kraft (273,0) vorbeiziehen lassen.
Die etablierten Teamkollegen suchen noch ihre Form, dafür ist Philipp Raimund im Skisprung-Weltcup vorne mit dabei. Von seinen bislang drei Podestplätzen ist Raimund selbst überrascht.
08.12.2025 | 1:06 minPrevc machte unterdessen den Familien-Traumtag perfekt - seine Schwester Nika hatte am Mittag das Frauen-Springen auf Sachsens größter Schanze gewonnen. Weltmeister Prevc setzte sich mit 142,5 und 143,0 m (298,5 Punkte) überlegen mit rund 14 Metern Vorsprung durch.
Debakel für restliche DSV-Adler
Die weiteren Deutschen erlebten vor heimischem Publikum ein Debakel. Der zuletzt so konstante Felix Hoffmann erreichte nur mit Mühe das Finale, kam auf Rang 29 und war damit noch zweitbester DSV-Adler.
Eddie the Eagle – der britische Skispringer, der 1988 bei Olympia zwar Letzter wurde, aber als Kultfigur bewies, dass Mut und Herz manchmal mehr zählen als Talent.
11.12.2025 | 9:02 minDie Krise von Andreas Wellinger setzt sich derweil fort. Der zweimalige Olympiasieger schied als 40. chancenlos und zum dritten Mal in Folge im ersten Durchgang aus. Die Tournee-Generalprobe am kommenden Wochenende in Engelberg wird er auslassen.
Überraschend kam das frühe Aus für Routinier Pius Paschke, der als 41. noch hinter Wellinger landete. Luca Roth verpasste als 45. ebenfalls den zweiten Durchgang. Der 25-Jährige war für den formschwachen Karl Geiger ins Team gerückt, der eine Trainingswoche daheim in Oberstdorf einlegt.
Sie wollen über Sport stets auf dem Laufenden bleiben? Dann ist unser sportstudio-WhatsApp-Channel genau das Richtige für Sie. Egal ob morgens zum Kaffee, mittags zum Lunch oder zum Feierabend - erhalten Sie die wichtigsten News direkt auf Ihr Smartphone. Melden Sie sich hier ganz einfach für unseren WhatsApp-Channel an: sportstudio-WhatsApp-Channel.
Mehr zum Skispringen
Skispringen - Weltcup:Felix Hoffmann: Mit Gefühl und Technik in die Weltspitze
von Stephan Klemmmit Video1:20Kraft siegt in Falun:Skispringer Raimund mit Schanzenrekord aufs Podest
mit Video0:41Ergebnisse, Kalender:Kristoffersen gewinnt Schladming-Slalom, Straßer raus
Der Überblick:Aktuelle News zum Wintersport