Paralympics 2026: Behindertensport beklagt ungerechte Förderung

"Deutliche Defizite":Behindertensport beklagt ungerechte Förderung

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Wird der deutsche deutsche Behindertensport mangelhaft gefördert? Athleten und Verband beklagen "deutliche Defizite".

Das deutsche Para-Eishockeyteam-Team.

Das deutsche Eishockeyteam-Team bei den Paralympics in Italien.

Quelle: Eibner-Pressefoto/Franz Feiner

Bei den Paralympics in Italien treten insgesamt 40 Athleten und Athletinnen mit acht Guides als Team Deutschland im Kampf um die Medaillen an.

Unter ihnen die deutsche Eishockey-Mannschaft, die nach zwei Jahrzehnten wieder auf der Paralympics-Bühne steht. Nach unzähligen Trainingsstunden bleibt der Aufstieg in den geförderten Spitzensport für einige Spieler jedoch aus.

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10.03.2026 | 2:44 min

Zu wenige Förderplätze für Para-Athleten

Bei 196 Teilnehmer und Teilnehmerinnen an den jüngsten Sommer- und Winter-Paralympics verfügt der Deutsche Behindertensportverband (DBS) nur über 168 Förderplätze. 

Zu den Leidtragenden dieser nicht aufgehenden Rechnung zählen die Eishockey-Cracks, die sich recht überraschend für die Spiele qualifizieren konnten. Statt der üblichen 700 Euro erhalten manche der insgesamt 17 Spieler nur 75 Euro, den Betrag aus der Kategorie "Talent-Team".

Sporthilfe bemüht sich um zusätzliche Gelder

Laut der Sporthilfe habe sich die Förderung für den Parasport seit 2019 "mehr als verdoppelt", zuletzt wurden die Plätze von 160 auf 168 erhöht.

Zudem versuche man, so Vorstand Maximilian Hartung im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", "ständig, noch mehr Geld aus der Wirtschaft zu akquirieren". Allerdings ohne Erfolg.

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Andere Nationen investieren mehr in Parsport

Der DBS zieht einen Vergleich mit dem olympischen Sport. In diesem gebe es 1.700 Förderplätze für zuletzt 620 Teilnehmende an den vergangenen Sommer- und Winterspielen.

In führenden Nationen, wie Australien oder Frankreich, entfalle rund ein Viertel oder mehr des Leistungssportetats auf den paralympischen Sport. In Deutschland seien es nur zehn Prozent.

Entsprechend drängten 200 Para-Sportler und -Sportlerinnen in einer gemeinsamen Erklärung kurz vor Weihnachten auf Verbesserungen: 

"Wir fordern, die individuelle Para-Athletenförderung ab 2027 zur Finanzierung von mindestens 200 Plätzen zu erhöhen – zweckgebunden und mehrjährig abgesichert.

Gemeinsame Erklärung von 200 Para-Sportlern

DBS beklagt Problem schon länger

Auch der DBS prangerte die Probleme schon länger an: "Es bestehen in allen relevanten Förderbereichen weiterhin deutliche Defizite – von der Kaderförderung, über die Jahresplanung bis hin zum Leistungssport-Personal", sagte Präsident Hans-Jörg Michels gegenüber dem Sportinformationsdienst.

Nicht zuletzt weil die Finanzierung des Parasports zum Teil deutlich teurer ist, wie auch die deutsche Fahnenträgerin Anna-Lena Forster erklärt.

Allein ein Schlitten, der im Para-Eishockey nötig ist, kostet pro Stück rund 1.500 bis 2.000 Euro.

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