Die wichtigsten Fakten zur XXL-WM:Mbappé schießt meiste Tore seit 56 Jahren: Das war die WM
Spaniens historisch starke Abwehr, Eigentor-Flut wie nie zuvor - und Kylian Mbappé auf den Spuren Gerd Müllers: Das sind die wichtigsten Fakten zur WM 2026.
Mit dem Finale in New Jersey endet nach 104 Spielen in drei Ländern nun die Weltmeisterschaft. Doch was bleibt von der XXL-WM?
20.07.2026 | 2:36 minNoch nie war der Spielplan bei einer Fußball-Weltmeisterschaft so gespickt wie bei der gerade zu Ende gegangenen in den USA, Mexiko und Kanada: 104 Spiele gab es in den vergangenen knapp fünf Wochen dort zu sehen.
Am Ende setzen sich die Spanier durch. Nur ein einziges Gegentor mussten die Iberer dafür in den acht WM-Spielen hinnehmen - Rekord. Damit krönen sich die Spanier mit dem WM-Pokal - und beenden damit eine Weltmeisterschaft, die in vielerlei Hinsicht historisch war.
Die wichtigsten Zahlen zur XXL-WM im Überblick
- Spiele: 104 Spiele, davon 32 im K.o.-Modus. Neun von ihnen gingen in die Verlängerung, vier ins Elfmeterschießen
- Tore: Noch nie gab es bei einer Weltmeisterschaft so viele Tore wie jetzt. Trotzdem sind die 308 gefallenen Treffer nicht kleinzureden: Im Schnitt fielen fast drei Tore pro Partie - das ist der höchste Schnitt bei einer WM-Endrunde seit dem Turnier 1970
Von den Kap Verden bis zu Julian Alvarez nach Argentinien. Die schönsten Tore der Fußball-WM 2026 im Highlight-Video.
20.07.2026 | 4:58 min- Torschüsse: 2.578 Torschüsse wurden abgegeben, davon 996 aus der Distanz. 44 Mal führte das zum Tor - das sind damit ganze 32 Weitschusstore mehr als bei der WM 2022
- Pässe: 90.216 Pässe wurden gespielt, knapp über sieben Prozent davon über eine Entfernung von über 30 Metern
- Zweikämpfe: Über 20.000 Zweikämpfe wurden bestritten, über 3.000 davon waren Kopfballduelle
Spanien ist Weltmeister - fünfter von sechs Titeln Europas
Mit dem Weltmeistertitel Spaniens gewinnt erst zum dritten Mal ein amtierender Europameister auch den interkontinentalen Wettbewerb. Zuletzt gelang das den Spaniern selbst, als sie 2010 Weltmeister wurden und zwei Jahre zuvor Europameister. Als erstes gelang das dem DFB-Team in den Jahren 1972 und 1974.
Im WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien passiert lange nicht viel. Erst in der Verlängerung erlöst Ferran Torres die stärkeren Spanier.
20.07.2026 | 12:47 minDie Spanier zeigten damit einmal mehr die Dominanz der Europäer im Weltfußball: Fünf der vergangenen sechs Weltmeister kamen von diesem Kontinent. Als einzige Nation gewann Spanien im Übrigen in diesem Jahrtausend zwei Mal den WM-Titel.
Rekorde bei Joker- und Eigentoren
Noch nie gab es bei einer kompletten Weltmeisterschaft so viele Joker- und Eigentore. 59 der 308 Tore erzielten Spieler, die zuvor eingewechselt wurden. Oft ging es aber auch in die falsche Richtung: Nach nur zwei Eigentoren bei der WM 2022 waren es jetzt 14 - so viele gab es ebenfalls bei keiner kompletten WM zuvor.
Mbappé knipst historisch - in mehrfacher Hinsicht
Kylian Mbappé und Weltmeisterschaften - das Turnier scheint dem französischen Stürmer zu liegen. Wie schon bei der Weltmeisterschaft 2022 verweist der Offensivmann von Real Madrid Lionel Messi auf Rang 2.
ZDFheute Infografik
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Mit dieser Titelverteidigung sorgt Mbappé für ein Novum: Als erster Spieler der Geschichte wird er damit gleich bei zwei WM-Endrunden Torschützenkönig. Mit zehn Treffern ist er zudem der erste Spieler seit Gerd Müller 1970, der bei einer WM zweistellig erfolgreich war - öfter trafen bei einer WM nur Mbappés Landsmann Just Fontaine (13-mal 1958) sowie Ungarns Sandor Kocsis (elfmal 1954).
"Diese Athletik, gepaart mit den technischen Fähigkeiten, das sucht schon im Weltfußball auch seinesgleichen", kommentiert ZDF-Fußballexperte René Adler die Leistung von Frankreichs Mbappé.
10.07.2026 | 7:17 minBellingham torgefährlichster Mittelfeldspieler seit Jairzinho
Mbappé gewann sogar noch ein weiteres Duell gegen Messi. Mittlerweile steht der Franzose nämlich bei 22 Toren in 22 WM-Spielen und führt damit auch die ewige WM-Torschützenliste vor dem Argentinier an. Messi traf in 34 Partien 21 mal.
Braucht jedes Team einen Superstar, um Weltmeister zu werden? Messi, Mbappé, Bellingham und Co. prägen ihre Mannschaften und zeigen sich dazu extrem treffsicher.
12.07.2026 | 11:35 minBemerkenswert ist neben Mbappé auch sein Vereinskollege Jude Bellingham, der als erster Mittelfeldspieler seit Brasiliens Jairzinho beim Turnier 1970 in Mexiko sieben Treffer bei einer Endrunde erzielte.
Nahezu doppelt so viele Zuschauer wie zuvor
Auch bei den Besucherzahlen stellte die XXL-WM zugegebenerweise erwartungsgemäß Rekorde auf. Über 6,8 Millionen Zuschauer verfolgten die Weltmeisterschaft von vor Ort. Bislang waren es nie mehr als 3,6 Millionen Menschen.
Trotz der immensen Ticketpreise passierten im Schnitt 65.500 Besucher die Stadien-Tore. Einen höheren Zuschauerschnitt hatte es zuvor nur bei der WM 1994 gegeben mit 68.600 Menschen.
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