Fußballtrikots aus Fakeshops: Verbraucherzentrale warnt Käufer

Vorsicht vor Fakeshops:Gefälschte Fußballtrikots: Risiken beim Kauf von Plagiaten

von André Tebbe

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Pünktlich zur Fußball-WM warnt die Verbraucherzentrale Bremen vor dem Kauf von billigen Trikots im Netz - es drohen Probleme von Lieferausfällen bis zu finanziellen Verlusten.

Fußballtrikots im Netz

Vor großen Turnieren boomt der Verkauf von Fanartikeln im Netz - doch nicht alle Angebote sind seriös. Die Verbraucherzentrale Bremen warnt vor Fakeshops mit gefälschten Trikots.

21.05.2026 | 0:40 min

Meist ist anhand des Preises von nicht lizenzierten Fußballtrikots erkennbar, dass es sich nicht um offizielle Angebote der einschlägigen Markenanbieter handelt.

So verlockend das Preisniveau nachgemachter Fan-Artikel für den Geldbeutel ist, so eindeutig positioniert sich die Verbraucherzentrale Bremen gegen den Kauf der Ware.

Im Vordergrund steht eine Person mit Deutschlandhut und Fanbekleidung, die auf eine unscharfe Großbildleinwand mit einem Fußballspiel blickt. Die Szene spielt in einer stimmungsvollen Umgebung mit vielen Lichtern, typisch für Public Viewing. Das Motiv symbolisiert die wirtschaftlichen Effekte der WM durch gesteigerte Nachfrage nach Fanartikeln, Technik und Gastronomie.

Zur Fußball-WM steigen Umsätze bei Bier, Technik und Fanartikeln. Doch der Effekt ist meist kurzfristig. Wer in Deutschland profitiert - und warum der große Boom ausbleibt.

08.06.2026 | 4:03 min


Warum Fakeprodukte für Käufer gleich mehrfach riskant sind

Die Verbraucherschützer sehen bei Plagiat-Artikeln aus Fernost gleich mehrere Aspekte kritisch, erläutert Parsya Baschiri, Jurist und Fachbereichsleiter Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale Bremen.

"Bei unseriösen Shops besteht das Risiko, dass gar keine Ware geliefert wird“, warnt Baschiri. Das bedeute, dass zum Beispiel in Vorkasse gezahlt werden müsse und nach der Bezahlung keine Ware geliefert werde.

Grafik: Emo-Mädchen steht neben Laptop, auf dem ein Fakeshop zu sehen ist - dazwischen ablehnende Hand

Fakeshops im Internet zu erkennen ist oft nicht leicht. Tipps, wie sich User besser schützen können - einfach erklärt.

12.05.2026 | 1:26 min

Wird die Ware doch geliefert, so seien die verwendeten Textilien dem Verbraucherschützer zufolge oftmals minderwertig und könnten giftige Schadstoffe enthalten. Außerdem gilt:

Der Import von gefälschten Markenprodukten ist verboten.

Parsya Baschiri, Verbraucherzentrale Bremen

Finde der Zoll Plagiate, werde die Ware beschlagnahmt und vernichtet, gibt Baschiri zu bedenken. Der Käufer bleibe dann auf dem Schaden sitzen.

Eine Person tippt mit behandschuhten Händen auf einer beleuchteten Laptop-Tastatur.

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Ohne EU-Firmensitz kaum Schutz für Verbraucher

Problematisch für Käufer sind Online-Shops in der Regel dann, wenn sie keinen Firmensitz innerhalb der EU aufweisen und auch keinen dort ansässigen Ansprechpartner vorweisen. Dann sind eventuelle Rechtsansprüche gegenüber dem Shop oft schwer durchsetzbar. Rechtsstreitigkeiten bei nicht gelieferter oder fehlerhafter Ware gehen in diesen Fällen in der Regel zu Lasten des Geschädigten.

Auf Fakeshop reingefallen: Das können Sie jetzt tun

Wer allerdings schon auf ein betrügerisches Angebot reingefallen ist, dem rät der Verbraucherzentrale Bundesverband zur Kontaktaufnahme mit der eigenen Bank, da Zahlungen via SEPA-Lastschrift oder Kreditkarte manchmal zurückgebucht werden können.

Bei Zahlungen über den Bezahldienst PayPal greift unter Umständen der Käuferschutz.

Eine Seite auf booking.com

Bei Booking.com sind infolge eines Hackerangriffs Kundendaten wie Namen und Telefonnummern abgeflossen. Das Unternehmen warnt vor Phishing-Versuchen.

16.04.2026 | 0:40 min

So entlarven Sie Fakeshops im Internet

Besser ist es natürlich, bereits im Vorfeld bei der Produktsuche im Internet die schwarzen Schafe zu erkennen und zu meiden. Anhand einiger Indizien ließen sich die Übeltäter auch für Laien recht gut ausfindig machen, meint Baschiri.

Fakeshops locken gerne mit auffallend niedrigen Preisen und drängen zu Vorkasse per Überweisung.

Parsya Baschiri, Verbraucherzentrale Bremen

Beim Blick auf die Website fehle zudem häufig das Impressum oder es sei gefälscht.

Darüber hinaus leite der Klick auf kopierte Gütesiegel meist nicht auf die echte Zertifikatsseite weiter, weiß Baschiri.

Schließlich verrieten sich unseriöse Anbieter beispielsweise durch eine kryptische Webadresse, holpriges Deutsch und die ständige Verfügbarkeit eigentlich ausverkaufter Produkte.

LKA warnt vor Fake-Shops

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Verbraucherzentrale bietet praktisches Prüf-Tool

Ein Service zur Überprüfung der Seriosität von Onlineanbietern ist der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale. Hier kann durch Eingabe der Webadresse des betreffenden Shops in Erfahrung gebracht werden, ob nach Ansicht der Verbraucherschützer besser von einem Kauf abzuraten ist.

André Tebbe ist Redakteur der ZDF-Sendung "Volle Kanne - Service täglich".

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Über dieses Thema berichtete das ZDF in der Sendung "Volle Kanne" am 21.05.2026 ab 09:05 Uhr.

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