Phishing-E-Mails zum Rundfunkbeitrag: Vorsicht vor Betrugsmasche

Vorsicht vor neuen Phishing-Mails:So erkennen Sie Betrugs-E-Mails zum Rundfunkbeitrag

von Josua Schwarz

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Mit scheinbar neuen Zahlungsplänen zum Rundfunkbeitrag versuchen Täter an Ihr Geld zu kommen. Wie die E-Mails aufgebaut sind, woran man sie erkennt und welche Risiken drohen.

Phishing-Mail auf einem Handy-Display

Mit einer vermeintlichen E-Mail vom Rundfunk-Beitragsservice versuchen Cyberkriminelle Menschen um Geld zu prellen. Die Verbraucherzentrale NRW gibt Tipps, wie man die gefälschte Mail erkennt.

15.05.2026 | 0:48 min

Für grundsätzlich jede Wohnung in Deutschland wird ein Rundfunkbeitrag fällig. Diesen Umstand machen sich offenbar nun Cyberkriminelle in Form von Phishing-Mails zunutze.

E-Mails mit dem Betreff "Ihr Zahlungsplan für den Rundfunkbeitrag ab 2026" seien erstmals am frühen Morgen des 11. Mai 2026 dem Phishing-Radar der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) gemeldet worden. Hauke Mormann von der Verbraucherzentrale NRW spricht von einer Aktion im größeren Stil.

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So können Sie die Phishing-Mails erkennen

Obwohl die E-Mail der Kriminellen sehr professionell aussieht, gibt es einige Punkte, die sie als Fake entlarven. Dennis Sponholz vom ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice erklärt:

Der Beitragsservice fordert Beitragszahlungen nicht per unverschlüsselter E-Mail an.

Dennis Sponholz, ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice

Dies geschehe ausschließlich postalisch. "Eine allgemeine E-Mail-Adresse für die Kundenkommunikation haben wir nicht", erklärt Sponholz.

Darüber hinaus sei die in den Phishing-Mails angegebene Rundfunkbeitragsnummer immer die gleiche, bemerkt Verbraucherschützer Hauke Mormann. "Hier lässt sich leicht mit einem Abgleich der eigenen Rundfunkbeitragsnummer die Fälschung erkennen." Die angegebene Beitragsnummer in der E-Mail lautet 826 737 149. Diese kann sich aber auch zukünftig ändern.

Ein Spam-Mailpostfach ist zu sehen.

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Weitere Punkte, an denen man den Fake erkennen könne, seien die nicht persönliche Anrede zu Beginn und das angegebene Bankkonto, auf welches das Geld überwiesen werden soll, so Mormann. "Wenn man eine Überweisung auf dieses Konto einleitet, erscheint beim Onlinebanking meist eine Warnung, dass der Name des Kontoinhabers nicht mit 'ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice' übereinstimmt", erklärt Mormann.

Auch der in der E-Mail angebotene Rabatt sei ein Warnsignal. Beim Rundfunkbeitrag gibt es keinen Rabatt.

Person hält ein Handy in der Hand (dunkle Aufnahme).

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Täter fordern direkte Überweisung aufs Konto

Diese neue Form des Phishings sei Mormann zufolge ein unüblicher Fall: "Normalerweise locken Täter mit Links oder QR-Codes Opfer auf verschiedene Internetseiten." Dass hier direkt eine Kontonummer angegeben werde, auf die man kurzfristig Geld überweisen solle, zeige laut Mormann, dass die Täter ausschließlich aufs Geld aus seien.

Falls man Geld auf das angegebene Konto überweise, habe man wenig Chancen, es zurückzuerhalten.

Man sollte eine Anzeige bei der Polizei erstatten und die Bank informieren.

Hauke Mormann, Verbraucherzentrale NRW

Betroffene sollten zudem prüfen, ob beispielsweise ihre Hausratversicherung solche Fälle abdeckt - etwa bei vereinbartem Cyber-Schutz - und den Schaden fristgerecht melden.

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So können Sie sich vor Phishing schützen

Wichtig sei, sich nicht von der vermeintlichen Dringlichkeit blenden zu lassen. Ein überlegter Blick auf Plausibilität, Richtigkeit der Angaben und Absenderadresse verhindert oft den Verlust von viel Geld. "Kein Problem ist so akut, dass man unüberlegt sofort handeln muss", gibt Mormann zu bedenken.

Unter keinen Umständen solle man auf Phishing-E-Mails direkt antworten, Links anklicken, Anhänge öffnen oder Daten eingeben. "Das zeigt den Kriminellen nur, dass die E-Mail-Adresse noch aktiv ist", erklärt Mormann. Bestenfalls markiere man diese als Spam, denn so könne der Filter künftig ähnliche Nachrichten besser erkennen.

Sollte man Phishing-Mails erhalten, kann man diese mit Hinweis auch an den Phishing-Radar der Verbraucherzentrale NRW schicken, die E-Mailadresse lautet: phishing@verbraucherzentrale.nrw. Das hilft der Verbraucherzentrale, konkrete Warnungen auszusprechen.


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Weitere Phishingvarianten

Doch nicht nur die Seriosität des Rundfunkbeitragsservices wird von Cyberkriminellen zum Phishing missbraucht. "Aktuell haben wir auch viele Banken, die imitiert werden oder Streaminganbieter, wo von Zahlungsproblemen gesprochen wird", erzählt Mormann.

Hier wird man üblicherweise über einen Link auf eine gefälschte Website gelockt. Dort versuchen die Täter dann Daten, zum Beispiel Online-Banking-Zugangsdaten, abzugreifen oder drängen zu einer kurzfristigen Zahlung.

Sehr bekannt sind Nachrichten mit vermeintlich fehlgeschlagenen Postzustellungen. Dieser Phishing-Versuch sei aktuell eher seltener, könne aber wieder auftreten, so Mormann.

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Über dieses Thema berichtete das ZDF in der Sendung "Volle Kanne" am 15.05.2026 ab 09:05 Uhr.

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