USB-C als Standard: Gute Ladekabel und Ladegeräte erkennen

Das sollten Sie beim Kauf beachten:USB-C: Einheitliches Kabel für elektronische Geräte

von Sven Scheffler

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USB-C ist Standard für fast alles. Was dahintersteckt, wie der USB-C-Anschluss funktioniert und was beim Kauf und bei der Anwendung eines USB-C-Ladekabels wichtig ist.

Ein USB-C Ladekabel liegt auf einem Bildschirm, auf dem das Wort "Charging" und eine Ladeanzeige mit Blitz leuchten.

Das USB-C-Ladekabel ist für elektronische Geräte wie Smartphones Pflicht geworden.

Quelle: Imago / NurPhoto

Unterschiedliche Stecker, verschiedene Anschlüsse und Kabelsalat - seit Ende 2024 ist damit Schluss. Denn laut EU-Richtlinie müssen viele elektronische Geräte mit einem USB-C-Anschluss ausgestattet sein. Eine Übergangsfrist gibt es für Notebooks. Was schon jetzt für Smartphones, Tablets oder Digitalkameras gilt, erklärt Jonas Bettger, Redakteur vom Fachmagazin heise online.

Ein Ladekabel mit USB-C-Stecker.

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Das sind die Vorteile vom USB-C-Anschluss

USB-C-Anschlüsse sind robuster und vertragen mehr Steckvorgänge. Praktisch: Der Anschluss lässt sich beidseitig einstecken, im Gegensatz zu anderen USB-Formaten. Zudem kann USB-C mehr Strom und Daten leiten. Was ein USB-C-Anschluss oder Kabel genau kann, liegt beim jeweiligen Hersteller.

Es gibt Kabel, die 240 Watt Leistung übertragen, aber datentechnisch nur langsames USB 2.0 schaffen.

Jonas Bettger, Redakteur heise online

Bei Ladegeräten sei der universelle Standard "USB Power Delivery", kurz PD, wichtig, erklärt Bettger.

Für Schnellladeverfahren gibt es unterschiedlich Standards. Die neue EU-Richtlinie zu USB-C-Anschlüssen sieht als Standard "Power Delivery" (PD) vor. Kabel mit diesem Standard können bis zu 240 Watt übertragen, das reicht etwa für ein Notebook. Ein ebenfalls weitverbreiteter Schnellladestandard ist "Quick Charge" (QC).

Beide Standards sind miteinander kompatibel, allerdings teilweise mit langsameren Ladegeschwindigkeiten. Werden andere, weniger verbreitete Standards wie zum Beispiel "QuickCharge" oder "SuperCharge" verbaut, kann es sein, dass nur sehr langsam Strom fließt oder gar nicht.


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Unterschiede bei USB-C

"Der größte Irrtum bei USB-C ist, dass jeder Stecker das Gleiche leisten kann. Das ist falsch, denn USB-C ist nur die Form. Die Unterschiede liegen in der Ladeleistung, der Datenrate und den unterstützten Protokollen", sagt Bettger.

Verbraucher müssten darauf achten, ob die Leistung des Ladekabels und des Endgerätes zusammenpasst, oder ob ein Kabel sich für den geplanten Zweck eignet.

Es gibt USB-C-Anschlüsse, die nur für Daten ausgelegt sind und keinen Strom aufnehmen können.

Jonas Bettger, heise bestenliste

Nur Anschlüsse, die explizit den Standard PD unterstützen, eignen sich für das Schnellladen oder den Betrieb leistungshungriger Geräte, erläutert Bettger. "Symbole wie ein Blitz- oder Batteriesymbol deuten auf Ladefähigkeit hin."

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Was ein gutes USB-C-Ladegerät ausmacht

Wichtig ist, dass die Ladegeräte den PD-Standard unterstützen. Am verbreitetsten ist PD 3.0, den viele Smartphones und auch Laptops haben. Das ein Gerät mit dem Schnellladen überfordert ist, sei zumindest bei zertifizierten Geräten ausgeschlossen. Denn diese würden nur die Leistung anfordern, die das Gerät sicher verarbeiten könne, so Bettger.

Ein gutes Ladegerät erkenne man nicht allein an der Watt-Zahl auf der Verpackung. Jonas Bettger rät dazu, Tests zu lesen. "Entscheidende Merkmale wie Sicherheit und ob die Geräte effizient arbeiten, werden meist nur da offengelegt."

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Worauf beim Kauf von USB-C-Kabeln zu achten ist

Bei der Wahl des richtigen Kabels sind weitere Faktoren entscheidend. Bettger empfiehlt das angesprochene PD als Standard für Ladekabel. Dabei sollte der Zusatz PPS (Programmable Power Supply) beachtet werden, "den immer mehr Smartphones von Samsung und Google für ihre volle Ladegeschwindigkeit benötigen".

Zu beachten ist darüber hinaus, ob der unterstützte Spannungs- und Strombereich, zum Beispiel 3,3 bis 11 Volt, zum Endgerät passt, ergänzt Bettger. Nur so könne das Schnellladen funktionieren.

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Für Ladeleistungen von 100 Watt und mehr bedürfe es eines E-Marker-Chip im Kabel. Gute Netzteile gibt es ab 20 Euro aufwärts, USB-C-Kabel kosten je nach Länge meist zwischen fünf und 15 Euro. Wird es länger als zwei Meter, kann es teurer werden.

Die Kaufentscheidung werde erschwert, da oft auf der Verpackung nicht angegeben sei, welche Spannungs- und Strombereiche jeweils unterstützt würden. Dass lasse sich nur durch Nachfrage herausfinden, so Bettger.

Schnelles Laden spart keinen Strom

Beim Thema Laden halte sich der Mythos, dass "schnelleres Laden Strom spare", sagt Bettger. Das stimme so nicht. Ob der Ladevorgang schnell oder langsam ablaufe, ändere nichts an der Energiemenge in Kilowattstunden, die ein Akku zum Laden benötige.

Ein echter Spareffekt ergebe sich, wenn der Akku bewusst nicht voll aufgeladen werde. Viele Geräte besitzen die Funktion, das Laden bei 80 Prozent zu stoppen.

Wer das nutzt, verbraucht weniger Strom als jemand, der immer auf 100 Prozent lädt.

Jonas Bettger, Redakteur heise online

Das schone als positiven Nebeneffekt auch die Lebensdauer des Akkus, erklärt Jonas Bettger.

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