Spitzenkandidaten im Wahlkampf:ZDF und ARD sagen TV-Duell Habeck-Weidel ab
Nach der Absage Robert Habecks wird das TV-Duell zwischen ihm und Alice Weidel nicht stattfinden. Die beiden bekommen nun angemessene Sendezeit in anderen Formaten von ARD und ZDF.
Habeck und Weidel werden nicht zu einem TV-Duell in den öffentlich-rechtlichen Sendern antreten.
Quelle: dpaDas von ARD und ZDF geplante TV-Duell zur Bundestagswahl mit den Kanzlerkandidaten von Grünen und AfD, Robert Habeck und Alice Weidel, wird es nicht geben. Das ZDF erklärte dazu: "Robert Habeck, Spitzenkandidat von Bündnis 90/Die Grünen, hat gestern am späten Abend (19. Dezember 2024) schriftlich abgesagt. Daher wird die Produktion des zweiten angedachten Duells von ARD und ZDF in dieser Form nicht stattfinden."
Das ZDF wird den Spitzenkandidaten Alice Weidel und Robert Habeck angemessen Sendezeit in anderen Formaten einräumen und sie zeitnah dazu einladen.
Mitteilung des ZDF
TV-Duell zwischen Scholz und Merz am 9. Februar
Damit wird es von den beiden öffentlich-rechtlichen Sendern nur ein Fernseh-Duell vor der Bundestagswahl geben: das zwischen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Unionskandidat Friedrich Merz (CDU) am 9. Februar.
Die ursprünglich zwei angedachten TV-Duelle bei ARD und ZDF hatten in den vergangenen Tagen Kritik in der Politik ausgelöst. Es ging zum Beispiel um die Frage nach Chancengleichheit. Dann hatte Habeck außerdem klargemacht, dass er bei dem TV-Duell gegen Weidel nicht mitmachen wolle. Es hätte am 10. Februar stattgefunden. Die vorgezogene Bundestagswahl ist für den 23. Februar geplant.
Das ZDF gab am Mittwoch an, dass alle Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten in einer „Schlussrunde“ am 20. Februar die Möglichkeit hätten, im direkten Vergleich miteinander zu diskutieren. Im Interview mit dem Deutschlandfunk betonte ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten noch am selben Tag die Gleichwertigkeit beider ursprünglich anberaumter Duelle. Beide hätten zur gleichen Sendezeit in der Primetime im gleichen Set stattgefunden. ARD und ZDF hätten insgesamt drei Sendungen geplant, in denen die vier Spitzenkandidaten aufeinandertreffen.
Lindner und Wagenknecht wollten für Habeck einspringen
Nachdem bekanntgeworden war, dass Habeck nicht gegen Weidel antreten will, hatten sich andere Spitzenpolitiker angeboten. So hatten FDP-Chef Christian Lindner und auch BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ihre Bereitschaft erklärt.
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