Nach Wahlsieg der Christdemokraten:CDU und SPD in Rheinland-Pfalz verhandeln über Koalition
Zweieinhalb Wochen nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz haben sich CDU und SPD auf Koalitionsgespräche geeinigt. Für die CDU ist das die einzige infrage kommende Option.
Gordon Schnieder (CDU) und Alexander Schweitzer (SPD) informieren über die Ergebnisse der Sondierungsgespräche nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz.
08.04.2026 | 14:24 minCDU und SPD in Rheinland-Pfalz verhandeln über die erste große Koalition in dem Bundesland. Das teilten der designierte Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) und der noch amtierende Regierungschef Alexander Schweitzer (SPD) nach dem Ende der Sondierungen nach der Wahl in Rheinland-Pfalz mit.
Der amtierende rheinland-pfälzische Regierungschef Alexander Schweitzer (l.) und der designierte Ministerpräsident Gordon Schnieder. (Archivfoto)
Quelle: dpaEs habe in den Gesprächen ein gutes Miteinander gegeben, betonte Schnieder. Ein gemeinsam erarbeitetes Sondierungspapier werde dabei als "Fundament" dienen, um in verschiedenen Arbeitsgruppen einen Koalitionsvertrag auszuhandeln.
Neuer Landtag für Rheinland-Pfalz: Die Wahlanalyse bei ZDFheute live mit Ergebnis, Stimmen und Koalitionsmöglichkeiten.
23.03.2026 | 23:32 minSchweitzer sprach von intensiven Gesprächen. Beide Parteien hätten schnell einen gemeinsamen Weg gefunden. Die beiden Spitzenkandidaten bei der Landtagswahl vor zweieinhalb Wochen hatten die Sondierungsgespräche geleitet.
Bündnis von CDU und SPD einzige Option
Die CDU war aus der Landtagswahl am 22. März erstmals seit 35 Jahren als stärkste Kraft in Rheinland-Pfalz hervorgegangen. Sondiert hat sie nur mit der SPD, andere Konstellationen sind im neuen Landtag nicht möglich. CDU und SPD haben eine Koalition mit der erstarkten AfD ausgeschlossen. Vierte Partei im Landtag sind die Grünen. Weder Schwarz-Grün noch Rot-Grün hätten aber eine Mehrheit.
Bei der Rheinland-Pfalz-Wahl erzielte die AfD mit 19,5 Prozent ihr bestes Ergebnis im Westen. Vor allem in Idar-Oberstein oder Kaiserslautern lag sie vorne. Ein Grund: eine neue Strategie.
28.03.2026 | 5:57 minDie FDP, die zuvor zehn Jahre mit SPD und Grünen regiert hatte, ist nicht mehr im Landtag vertreten. Die Freien Wähler schafften den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde nach einer Wahlperiode auch nicht mehr, die Linke ist noch nie in den Mainzer Landtag eingezogen.
Die Sondierungen zwischen CDU und SPD hatten vier Tage nach der Wahl begonnen und waren nach knapp zwei Wochen abgeschlossen - inklusive der Osterfeiertage. Nach außen drang fast nichts.
Ministerpräsident wird traditionell am 18. Mai gewählt
Die Union wird in der neuen Wahlperiode 39 Sitze haben, die SPD 32. Die AfD kommt auf 24 Sitze, die Grünen haben 10. Der neue Landtag wird sich voraussichtlich am 18. Mai - dem Verfassungstag - konstituieren. Dann wird traditionell auch der neue Regierungschef gewählt.
Der Wahlausgang in Rheinland-Pfalz markiert für die SPD dort ein historisches Tief. ZDF-Korrespondentin Diana Zimmermann erläutert, was das Ergebnis für die Koalition im Bund bedeutet.
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