Warsh wird neuer Fed-Chef: US-Senat bestätigt Trump-Kandidat

Bestätigung durch US-Senat:Trumps Wunsch-Kandidat Warsh wird neuer Fed-Chef

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US-Präsident Trump hat sich durchgesetzt: Der US-Senat bestätigte seinen Wunsch-Kandidaten Kevin Warsh als Chef der US-Notenbank Fed. Er folgt auf Jerome Powell.

Kevin Warsh sagt am 21. April 2026 während einer Anhörung zur Bestätigung seiner Nominierung vor dem Bankenausschuss des Senats im US-Kapitol in Washington, D.C., USA, aus.

Kevin Warsh wird künftig die US-Zentralbank Fed leiten.

Quelle: epa | WILL OLIVER

Der Kandidat von US-Präsident Donald Trump für den Chefposten der Notenbank Federal Reserve (Fed), Kevin Warsh, ist vom Senat bestätigt worden. Die Mehrheit der Senatoren sprach sich für den früheren Fed-Gouverneur aus.

US-POLITICS-CONGRESS-FED-WARSH

Trumps Fed-Kandidat Kevin Warsh versichert, dass er die Unabhängigkeit der Notenbank wahren will. Er werde "auf keinen Fall" eine Marionette Trumps sein, so Warsh bei einer Anhörung.

22.04.2026 | 0:57 min

Der Senat bestätigte Warsh mit 54 zu 45 Stimmen für eine vierjährige Amtszeit als Nachfolger von Jerome Powell. Dessen Mandat als Fed-Vorsitzender endet am Freitag. Warsh strebt eine engere Abstimmung mit der Trump-Regierung an und will die Bilanz der Federal Reserve verkürzen.

Powell ist von Trump immer wieder kritisiert worden, weil er die Leitzinsen aus Sicht des Staatschefs zu zögerlich gesenkt hatte. Powell hatte sich vehement für die Unabhängigkeit der Fed eingesetzt.

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Streit zwischen Trump und Powell eskalierte

Aus dem Streit zwischen dem unabhängigen Zentralbankchef und dem Präsidenten entwickelte sich eine Art Privatfehde, die in mittlerweile eingestellten Ermittlungen gegen Powell im Zusammenhang mit der kostspieligen Renovierung der US-Notenbankzentrale gipfelte.

Das Bestätigungsverfahren Warshs steckte zunächst in einem Senatsausschuss fest, da ein republikanischer Senator die Aufhebung der Ermittlungen gegen Powell zur Bedingung für seine Zustimmung machte.

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Warsh: Finanzexperte mit steiler Karriere

Der 56-jährige Warsh gilt als Finanzexperte und hat bereits früher für die Fed gearbeitet. Zuletzt war er an der Universität Stanford tätig. Er gilt als "Inflation Hawk" - tendiert also eher zu einer restriktiveren Geldpolitik, um die Inflation in den Griff zu bekommen. Er soll sich aber laut Medien offen für niedrigere Leitzinsen gezeigt haben.

Warsh ist Schwiegersohn des engen und langjährigen Trump-Freundes Ronald Lauder. Geboren im Bundesstaat New York, studierte er Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Wirtschaft und Statistik an der Elite-Universität Stanford und legte 1995 an der renommierten Harvard Law School einen Jura-Abschluss ab. Danach arbeitete er bei der Großbank Morgan Stanley im Investmentbanking, 2002 ging er in die Politik. Als Sonderberater unterstützte er den damaligen Präsidenten George W. Bush in der Wirtschafts- und Finanzpolitik. Mit nur 35 Jahren wurde er Fed-Gouverneur. Bereits 2017 soll Trump erwogen haben, ihn als Nachfolger für Janet Yellen zu nominieren - entschied sich aber für Powell.

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Marionette von Trump?

Warsh bestritt bei einer Anhörung im April, dass Trump ihn unter Druck gesetzt habe, den Leitzins der Fed zu senken. Die demokratische US-Senatorin Elizabeth Warren bezeichnete Warsh jedoch als Marionette von Trump. Warsh weigerte sich zudem anzuerkennen, dass der Demokrat Joe Biden die US-Präsidentschaftswahl 2020 gegen Trump gewonnen hat.

Weitere Vorwürfe gegen ihn sind, dass er keine Details zu seinem umfangreichen Vermögen vorlegt. Dieses beläuft sich auf mindestens 100 Millionen Dollar. Warsh hat auch Anteile am Unternehmen SpaceX von Elon Musk. Er hat angekündigt, derartige Anlagen binnen 90 Tagen nach seinem Amtsantritt zu verkaufen.

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Quelle: dpa, Reuters, AP
Über dieses Thema berichtete das ZDF am 22.04.2026 in der ZDFheute Xpress im Beitrag "Trumps Fed-Kandidat betont Unabhängigkeit" um 11:56 Uhr.
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