Vor Osterwaffenruhe:Kiew und Moskau tauschen jeweils 175 Gefangene aus
Vor der geplanten Osterwaffenruhe haben Russland und die Ukraine erneut einen größeren Gefangenenaustausch durchgeführt. Beide Seiten ließen jeweils 175 Kriegsgefangene frei.
In Russland und der Ukraine soll am Nachmittag eine 32-stündige Waffenruhe beginnen. Kiew hatte sie zum orthodoxen Osterfest vorgeschlagen - Moskau stimmte zu.
11.04.2026 | 0:20 minRussland und die Ukraine haben vor Beginn einer geplanten Osterwaffenruhe nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau jeweils 175 Kriegsgefangene freigelassen. "Zudem wurden sieben Bürger der Russischen Föderation zurückgebracht, die vom Kiewer Regime unrechtmäßig festgehalten wurden", teilte das Ministerium mit. Es handele sich um Einwohner der Region Kursk. Das Ministerium dankte auch den Vereinigten Arabischen Emiraten für die Vermittlung des Gefangenenaustauschs.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte wenig später die Aktion. "175 Soldaten. Soldaten der Streitkräfte, Angehörige der Nationalgarde, Grenzschutzbeamte. Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere. Und sieben Zivilisten", teilte er bei Telegram mit.
X-Post von Selenskyj
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Wiederholte Gefangenenaustausche zwischen beiden Seiten
"Unsere Soldaten haben die Ukraine an verschiedenen Fronten verteidigt: in Mariupol, am Tschernobyl-Kraftwerk, in den Gebieten Donezk, Luhansk, Charkiw, Cherson, Saporischschja, Sumy, Kiew und Kursk", sagte Selenskyj.
Unter ihnen sind Verwundete. Die meisten waren seit 2022 in Gefangenschaft. Und endlich - zu Hause.
Wolodymyr Selenskyj, ukrainischer Präsident
Die Konfliktparteien haben in dem seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine immer wieder Kriegsgefangene ausgetauscht, zuletzt im März.
Orthodoxe Christen in der Ukraine feiern erst dieses Wochenende Ostern. Dafür wurde eine Waffenruhe angekündigt. Doch wie gestalten sich die Feierlichkeiten mitten in Krieg und Zerstörung?
10.04.2026 | 4:34 min32-stündige Waffenruhe angekündigt
Kurz vor einer geplanten Waffenruhe zum orthodoxen Osterfest überzog Russland die Ukraine erneut mit Luftangriffen. Bei russischen Angriffen auf mehrere Regionen der Ukraine wurden ukrainischen Behördenangaben zufolge vier Menschen getötet und 17 weitere verletzt. In der von Russland besetzten Region Donezk wurden laut russischen Angaben zwei Menschen durch eine ukrainische Drohne getötet.
Am Nachmittag soll die angekündigte 32-stündige Waffenruhe beginnen, damit die Christen in der Ukraine und Russland das orthodoxe Osterfest feiern können.
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