Ukraine-Krieg:Putin verspricht Rekruten Erlass von Schulden
Auf einen Schlag schuldenfrei - das Angebot von Russlands Präsident Putin klingt verführerisch. Er verlangt allerdings eine Gegenleistung: die Teilnahme am Kampf gegen die Ukraine.
Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen und in reduzierter Form fand die Militärparade zum Sieg über Nazi‑Deutschland in Moskau statt. Was verrät sie über Russlands Zustand? ZDFheute live analysiert.
09.05.2026 | 23:56 minDer Kreml will mit neuen finanziellen Anreizen weitere Kämpfer für seinen Krieg in der Ukraine anwerben. In seinem Telegramkanal teilt der Kreml mit:
Die Teilnehmer der militärischen Spezialoperation und ihre Ehepartner sind von Zahlungsverpflichtungen wegen überfälliger Kredite bis zu einer Summe von zehn Millionen Rubeln befreit.
Mitteilung des Kreml
Zehn Millionen Rubel entsprechen umgerechnet knapp 120.000 Euro. Ein entsprechendes Dekret hat Präsident Wladimir Putin unterzeichnet.
Voraussetzung: Ein Jahr Kriegsdienst in der Ukraine
Die Regelung gilt demnach für Rekruten, die sich seit dem 1. Mai 2026 für mindestens ein Jahr zum Kriegsdienst in der Ukraine verpflichtet haben. Voraussetzung ist zudem, dass die Zahlungsverpflichtung schon vorher bestanden hat - also nicht neu Schulden aufgenommen wurden.
Ziel der Regelung ist es, den offenbar ins Stocken geratenen Prozess der Anwerbung neuer Soldaten wieder in Gang zu setzen.
Putin soll aus Angst vor Attentaten und Putschversuchen viel Zeit in Bunkern verbringen. Und in Russland wächst der Unmut: Die Wirtschaft schwächelt, der Krieg gegen die Ukraine zieht sich hin.
07.05.2026 | 41:45 minDie Ausfallrate russischer Soldaten soll hoch sein
Russland hat etwa 700.000 Soldaten im Kriegsgebiet stationiert. Allerdings sind die Verluste hoch - nach ukrainischen Angaben sollen die Ausfallraten monatlich bei mehr als 30.000 Mann liegen. Es gibt unterschiedliche Angaben, ob damit nur getötete oder auch schwer verwundete Soldaten gemeint sind.
Die russischen Regionen zahlen bereits hohe Summen, um Soldaten anzuwerben. Zuletzt startete das Militär eine Kampagne an den Universitäten, um Studenten für den Angriffskrieg zu rekrutieren. Die russische Wirtschaft ist auf den Krieg ausgerichtet und die Bedürfnisse der Armee haben Vorrang vor anderen Bereichen. Putin hat sich auch dafür eingesetzt, dass aus der Ukraine zurückkehrende Soldaten in der Heimat in hochrangige berufliche Positionen kommen.
Wie konnte die Ukraine die Region um die russische Hauptstadt Moskau mit hunderten Drohnen angreifen? Und welche Folgen haben die ukrainischen Erfolge für den Krieg? ZDFheute live analysiert.
21.05.2026 | 35:52 minGerüchte über Zwangsmobilisierung
Nach Angaben von Beobachtern geht die Zahl der Freiwilligen allerdings immer weiter zurück. Es gibt daher Spekulationen über eine neue Zwangsmobilisierung, wie sie Putin bereits im Herbst 2022 nach den ersten russischen Niederlagen in der Ukraine anordnete. Damals wurden offiziellen Angaben zufolge 300.000 Männer eingezogen.
Aktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Liveblog:
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