Neuer Angriff auf Ukraine geplant:Russland: Diplomaten und Ausländer sollen Kiew verlassen
Moskau droht mit neuen Angriffen auf Kiew - und ruft ausländische Staatsbürger und Diplomaten auf, die Hauptstadt zu verlassen. Schon am Wochenende griff Russland die Stadt an.
Russland hat Ausländer und Mitarbeiter diplomatischer Vertretungen in Kiew aufgefordert, die Stadt zu verlassen.
Quelle: AFPRussland fordert ausländische Staatsbürger und Mitarbeiter diplomatischer Vertretungen in Kiew auf, die ukrainische Hauptstadt angesichts bevorstehender neuer Angriffe zu verlassen. "Die Angriffe werden sowohl auf Entscheidungszentren als auch auf Kommandoposten zielen", teilte das Außenministerium in Moskau am Montag mit. Das Ministerium erklärte:
Wir warnen ausländische Bürger, einschließlich des Personals diplomatischer Missionen und internationaler Organisationen, die Stadt so bald wie möglich zu verlassen.
Russisches Außenministerium
Bei ukrainischen Angriffen auf russische Grenzregionen sind laut Behörden zwei Menschen getötet worden. Russland hatte Kiew zuvor mit Raketen und Drohnen angegriffen, vier Menschen starben.
25.05.2026 | 0:33 minMoskau: Angriffe als Reaktion auf ukrainischen Beschuss
Die angekündigten Angriffe seien eine Antwort auf den ukrainischen Beschuss eines Wohnheims in der von Russland kontrollierten Stadt Starobilsk, heißt es weiter. Bei dem Angriff wurden nach Angaben der Besatzungsbehörden mehr als 20 Zivilisten getötet. Der Generalstab in Kiew wiederum erklärte, die Attacke habe einer dort stationierten Militäreinheit gegolten.
Moskau hatte bereits vor gut zwei Wochen die Bewohner von Kiew und ausländische Diplomaten aufgefordert, das Stadtzentrum "rasch" zu verlassen, falls das russische Weltkriegsgedenken am 9. Mai von der Ukraine gestört werden sollte.
Russland hat Kiew in der Nacht massiv mit Drohnen und Raketen angegriffen - und dabei offenbar auch die gefürchtete Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt.
24.05.2026 | 1:56 minZuletzt heftige Angriffe auf Kiew
Russland hatte am Wochenende zahlreiche Drohnen und Raketen auf die Ukraine abgefeuert. Moskau setzte dabei auch die Hyperschallrakete Oreschnik ein, die nach Angaben aus Moskau mit Atomsprengköpfen bestückt werden kann. Bei nächtlichen russischen Angriffen auf Kiew wurden auch das ARD-Studio sowie das Büro der Deutschen Welle (DW) massiv beschädigt. Von den dort Arbeitenden wurde jedoch niemand verletzt.
Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit Luftangriffen. Die Ukraine reagiert mit Gegenangriffen auf russisches Staatsgebiet. Die Verhandlungen über eine Beendigung der Kämpfe liegen derzeit auf Eis.
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