Ukraine-Krieg:Kreml kündigt Feuerpause über orthodoxe Ostertage an
Der russische Präsident Wladimir Putin hat eine Feuerpause in der Ukraine für die orthodoxen Ostertage angekündigt.
Russlands Präsident Putin hat anlässlich des orthodoxen Osterfests eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg angekündigt. Der ukrainische Präsident Selenskyj hatte die Oster-Feuerpause mehrfach gefordert.
10.04.2026 | 0:20 minDer russische Präsident Wladimir Putin hat nach Kremlangaben anlässlich des orthodoxen Osterfests eine Waffenruhe im Krieg gegen die Ukraine verkündet. Sie soll demnach am Samstag um 16.00 Uhr (15.00 Uhr MESZ) beginnen und den gesamten Sonntag andauern.
Russland gehe "davon aus, dass die ukrainische Seite dem Beispiel der Russischen Föderation folgen wird", hieß es weiter.Der Generalstab der russischen Armee sei angewiesen worden, "die Kampfhandlungen in allen Richtungen für diesen Zeitraum einzustellen", erklärte der Kreml weiterhin. Die Truppen seien zugleich bereit, "allen möglichen Provokationen des Feindes entgegenzuwirken".
Russland nimmt bei seinen neusten Angriffen auf die Ukraine vor allem die Verkehrswege ins Visier. Auch die Bahn, die dort das wichtigste Verkehrsmittel ist.
07.04.2026 | 1:37 minSelenskyj bestätigt Waffenruhe
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der zuvor schon häufiger eine Waffenruhe gefordert hatte, bestätigte kurz darauf die Ankündigung Moskaus. "Wir haben eine Waffenruhe über die Osterfeiertage in diesem Jahr vorgeschlagen und werden entsprechend handeln", schrieb er in sozialen Medien.
Die Menschen bräuchten ein Osterfest ohne Bedrohungen und echte Bewegung zum Frieden, und Russland habe die Chance, auch nach Ostern nicht zu Angriffen zurückzukehren.
Waffenruhe-Vereinbarungen oft erfolglos
In dem seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gab es schon mehrfach Versuche zeitlich begrenzter Waffenruhen. In der Vergangenheit warfen sich die Kriegsparteien dabei immer wieder gegenseitig Verstöße vor. Außerdem warfen sich beide Seiten vor, solche Phasen für die Neuaufstellung von Truppen sowie für Wiederaufrüstung zu nutzen.
Im vergangenen Jahr hatte Putin am Karsamstag eine 30-stündige Waffenruhe verkündet. Auch über die Weltkriegsgedenktage im Mai gab es eine. Eine Weihnachts-Waffenruhe hatte der Kremlchef aber abgelehnt.
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