Eisige Temperaturen in der Ukraine:Trump: Russland stimmt Angriffspause auf Kiew zu
Die Ukraine friert – und es könnte noch kälter werden. Russland stimmt laut Donald Trump einer einwöchigen Angriffspause auf Kiew zu. ZDF-Moskau-Korrespondent Coerper ordnet ein.
Russlands Präsident Putin hat - so US-Präsident Trump - zugestimmt, die Angriffe auf Kiew für eine Woche auszusetzen. Für die kommenden Tage wird extreme Winterkälte erwartet.
29.01.2026 | 2:27 minKremlchef Wladimir Putin soll nach den Worten von US-Präsident Donald Trump einer einwöchigen Pause der russischen Angriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte zugestimmt haben. Trump führte als Grund für seine Initiative bei Putin die extreme Kälte in der Ukraine an. Er habe deshalb persönlich nach der Angriffspause gefragt.
Ich habe Präsident Putin persönlich gebeten, eine Woche lang nicht auf Kiew und verschiedene Städte zu schießen, und er hat dem zugestimmt.
Donald Trump, US-Präsident
Aus Trumps Ausführungen während einer Kabinettssitzung in Washington ging nicht hervor, welcher Zeitpunkt genau für den Start einer angeblichen Angriffspause infrage kommen könnte.
Für das kommende Wochenende drohen in der Ukraine Temperaturen bis zu minus 30 Grad.
29.01.2026 | 1:37 minSelensky: "Vielen Dank, Präsident Trump!"
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am Abend, er rechne mit der Umsetzung der Aussetzung der Angriffe. Er schrieb: "Wir schätzen die Bemühungen unserer Partner, uns beim Schutz von Menschenleben zu unterstützen. Vielen Dank, Präsident Trump!" Die Angriffspause sei bei den Verhandlungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten diskutiert worden.
X-Post von Wolodymyr Selensky
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ZDF-Korrespondent: Kreml schweigt - doch es gibt Hinweise
Aus Moskau gab es dafür zunächst keine Bestätigung. "Aus dem Kreml herrscht dazu heute ein sehr lautes Schweigen", erklärt Armin Coerper, ZDF-Korrespondent in Moskau. Obwohl Gerüchte zu einer Angriffspause auf Energieanlagen bereits kursierten, wolle der Kremlsprecher dies bislang weder bestätigen noch dementieren.
Putin persönlich habe ihm die Feuerpause zugesagt, erklärt Donald Trump. Dazu berichtet ZDF-Korrespondent Armin Coerper.
29.01.2026 | 1:23 minAuffällig sei, so Coerper: Nach den trilateralen Gesprächen zwischen der Ukraine, Russland und den USA am vergangenen Wochenende in Abu Dhabi warte man noch immer auf Informationen zu den angekündigten Ergebnissen. Diese sollten zunächst in den Hauptstädten der beteiligten Länder diskutiert werden - dort "müsse noch etwas mitgeteilt werden".
Ebenfalls auffällig: In der allabendlichen Mitteilung des Verteidigungsministeriums in Moskau über die abgewehrten ukrainischen Drohnen sei die Zahl für heute nur mit zwei beziffert worden - sonst schwanke die Zahl zwischen 30 und 300.
Das könnte darauf hindeuten, dass jetzt in diesem Krieg die Zeichen tatsächlich auf Feuerpause stehen.
Armin Coerper, ZDF-Korrespondent in Moskau
Immer wieder greift Russland die Energieinfrastruktur der Ukraine an. Derweil versuchen die Menschen in der Ukraine, dem Kriegsalltag ein Stück weit zu entfliehen.
28.01.2026 | 6:01 minUkraine drohen Temperaturen bis minus 30 Grad
In der Ukraine, insbesondere in der Hauptstadt Kiew, spitzt sich die Lage angesichts anhaltender russischer Angriffe auf die Energie-Infrastruktur und eisiger Temperaturen weiter zu: Der ukrainische Wetterdienst warnte am Donnerstag davor, dass die Temperaturen zwischen dem 1. und dem 3. Februar in einigen Landesteilen nachts auf bis zu minus 30 Grad absinken könnten.
In Kiew sind nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mehr als 450 Wohnblöcke weiter ohne Fernwärme. Im besonders betroffenen Stadtteil Trojeschtschyna seien am Morgen 100 Häuser wieder an die Wärmeversorgung angeschlossen worden, teilte Klitschko bei Telegram mit. Dennoch befänden sich weiter die meisten der ungeheizten Häuser in diesem nordöstlichen Stadtbezirk.
Durch Russlands Angriffe sind in der Ukraine viele Haushalte bei eisigen Temperaturen ohne Strom und Heizung.
Quelle: dpaEU und Deutschland stocken Winterhilfen für Ukraine auf
Die EU will 145 Millionen Euro für humanitäre Hilfe in der Ukraine zur Verfügung stellen. Sie sollen unter anderem Schutz, Unterkünfte, Nahrungsmittel sowie Zugang zu Wasser und Gesundheitsdiensten ermöglichen, wie die EU-Kommission mitteilte. Auch Deutschland stockt seine Winterhilfe für die Ukraine um weitere 15 Millionen Euro auf 85 Millionen Euro auf, teilte das Entwicklungsministerium in Berlin mit.
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