Auf Bitte von US-Präsident Trump:Ukraine-Krieg: Russland stimmt begrenzter Feuerpause zu
Moskau hat laut Kremlsprecher Peskow eine Angriffspause in der Ukraine bestätigt. Die signalisierte im Gegenzug Bereitschaft, Angriffe auf russische Raffinerien auszusetzen.
Auf Bitten Trumps hat Russland eine begrenzte Angriffspause in der Ukraine bekannt gegeben. Sie soll bis zum Verhandlungstreffen in Abu Dhabi am Sonntag gelten.
30.01.2026 | 1:57 minRussland hat nach Angaben des Kremls der Bitte von US-Präsident Donald Trump um eine kurzzeitige Einstellung der russischen Angriffe auf die Ukraine bis Sonntag zugestimmt. Dies solle eine günstige Atmosphäre für Verhandlungen schaffen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow nach Angaben der Nachrichtensendung "Westi" des Staatsfernsehens in Moskau. Auch Trump hatte zuvor gesagt, Putin folge dieser Bitte.
Andere russische Medien zitierten Peskow zunächst nur mit der Bestätigung einer Anfrage aus Washington. Der Nachrichtenagentur Interfax zufolge sagte Peskow: "Tatsächlich hat sich Präsident Trump mit einer persönlichen Bitte an Präsident Putin gewandt, für eine Woche bis zum 1. Februar auf Angriffe auf Kiew zu verzichten, um günstige Bedingungen für Gespräche zu schaffen."
"Ich würde jetzt nicht dafür die Hand ins Feuer legen, dass man sich tatsächlich morgen in Abu Dhabi treffen wird", sagt ZDF-Reporter Henner Hebestreit.
31.01.2026 | 1:16 minPeskow: Persönliche Bitte von Präsident Trump
Auf Nachfrage, ob Putin zugestimmt habe, antwortete Peskow:
Das versteht sich, es war eine persönliche Bitte von Präsident Trump.
Dmitri Peskow, Kreml-Sprecher
Das geht aus dem von "Westi" veröffentlichten Mitschnitt der Äußerungen des Kremlsprechers hervor.
Über die aktuelle Lage in der Ukraine und mögliche Gespräche zu einer Waffenruhe berichten die ZDF-Korrespondenten Armin Coerper aus Moskau und Henner Hebestreit aus Charkiw.
30.01.2026 | 5:22 minDie Ukraine signalisierte im Gegenzug Bereitschaft, Angriffe auf russische Raffinerien auszusetzen. Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte jedoch, es handele sich nicht um eine formelle Waffenruhe, sondern eher um eine "Gelegenheit".
Er schlug einen gegenseitigen Verzicht auf Angriffe auf die Energieinfrastruktur vor. "Wenn Russland unsere Energieinfrastruktur - Kraftwerke oder andere Energieanlagen - nicht angreift, werden wir ihre nicht angreifen", sagte er zu Journalisten in Kiew.
Gesprächsrunde in Abu Dhabi geplant
Zwischen der Ukraine und Russland ist für Sonntag (01.02.) eine nächste Gesprächsrunde in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten geplant.
Für die kommenden Tage wird in der Ukraine extreme Winterkälte erwartet.
29.01.2026 | 2:27 minIn der Hauptstadt Kiew und anderen Städten der Ukraine müssen Millionen Menschen seit Wochen nach russischen Angriffen ohne Strom und Heizung ausharren. Die örtlichen Behörden arbeiten intensiv daran, die Wärme- und Stromversorgung wiederherzustellen. Unterstützung erhalten sie unter anderem von der internationalen Hilfsorganisation Help, die in mehreren ukrainischen Regionen Winterhilfe in Form von Heizmaterialien, Notstromlösungen und warmen Mahlzeiten leistet.
Selenskyj sagte in Kiew, Russland habe in der Nacht auf Freitag keine Energieobjekte beschossen. Am Donnerstagabend erklärte er:
Wir schätzen die Bemühungen unserer Partner, uns beim Schutz von Menschenleben zu unterstützen. Vielen Dank, Präsident Trump.
Wolodymyr Selenskyj, ukrainischer Präsident
Die Angriffspause sei bei den Verhandlungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten diskutiert worden.
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