Ukraine, Russland und USA: Selenskyj bereit für neue Gespräche

Ukraine, Russland und USA:Selenskyj: Sind bereit für neue Friedensgespräche

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Der Ukraine-Krieg tritt angesichts des neuen Iran-Konflikts in den Hintergrund. Doch Kiew fordert einen neuen Termin für Gespräche im Dreier-Format mit Russland und den USA.

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, steht in der Residenz vor der Verleihung des Ewald-von-Kleist-Preis. Der diesjährige Ewald-von-Kleist-Preis wird an das ukrainische Volk vergeben.

Wolodymyr Selenskyj will die Gespräche mit Russland und den USA wiederbeleben.

Quelle: dpa

Die Ukraine ist nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj bereit für die nächste Runde der Friedensgespräche mit Russland und den USA. Washington und Moskau müssten sich auf Ort und Zeitpunkt des Treffens verständigen, erklärte Selenskyj am Sonntag.

Eine Person sichert ein brennendes Haus im ukrainischen Kriegsgebiet

Nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen mindestens vier Menschen getötet worden. Getroffen wurden laut Polizei auch Schulen und Wohngebäude.

14.03.2026 | 0:18 min

Die USA hätten vorgeschlagen, das nächste Treffen zwischen den amerikanischen, ukrainischen und russischen Verhandlungsteams auszurichten, doch Moskau habe sich geweigert, eine Delegation zu entsenden. "Wir warten auf eine Antwort der Amerikaner. Entweder ändern sie das Land, in dem wir uns treffen, oder die Russen müssen den Vorschlag der USA bestätigen", sagte Selenskyj am Samstag in einem Medienbriefing.

Wir blockieren keine dieser Initiativen. Wir wollen, dass ein trilaterales Treffen stattfindet.

Wolodymyr Selenskyj

Die USA haben die von ihnen initiierten Gespräche zwischen den beiden Seiten aufgrund des Krieges im Nahen Osten verschoben. Der Iran-Krieg, der am 28. Februar begann, hat die internationale Aufmerksamkeit von der Ukraine abgelenkt, die sich bemüht, die zahlenmäßig überlegene russische Armee abzuwehren.

Selenskyj besorgt wegen Luftabwehr

Im Gespräch mit Journalisten warnte Selenskyj zudem vor einem hohen Risiko, dass der Iran-Krieg die Luftabwehrbestände erschöpfen könnte, auf die die Ukraine angewiesen ist, um russischen Raketenangriffen entgegenzuwirken. Der Präsident sagte, er habe keinen klaren Überblick über die verfügbaren Bestände und habe am Freitag in Paris mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron darüber gesprochen, ob SAMP/T-Systeme als Alternative zu den in den USA hergestellten Patriot-Batterien zum Abfangen ballistischer Raketen dienen könnten.

Macron empfängt Selenskyj in Paris

Pressekonferenz von Emmanuel Macron (Präsident Frankreich) und Wolodymyr Selenskyj (Präsident Ukraine) zum Besuch des ukrainischen Präsidenten in Paris am 13.03.26.

13.03.2026 | 34:37 min

Er erklärte, die Ukraine werde jede praktikable Alternative testen. Selenskyj schien zudem der jüngsten Behauptung von US-Präsident Donald Trump zu widersprechen, Washington habe keinen Bedarf an ukrainischer Drohnentechnologie. "Nein, wir brauchen ihre Hilfe bei der Drohnenabwehr nicht", sagte Trump dem Sender Fox News Radio. 

Selenskyj erklärte dagegen, Washington habe sich mehrfach an die Ukraine gewandt, um Hilfe für ein bestimmtes Land oder Unterstützung für die Amerikaner zu erbitten. Details nannte er nicht. Die Anfragen seien von US-Militäreinrichtungen an das ukrainische Verteidigungsministerium und andere Militärführer gerichtet worden. "Wir haben darauf reagiert", sagte Selenskyj.

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Quelle: AP
Über dieses Thema berichtete die heute Xpress am 14.03.2026 ab 15:10 Uhr.
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