Schäden wohl nur in anderen Regionen:Ukrainischer Großangriff mit Drohnen auf Moskau
Die Ukraine hat mit Hunderten Drohnen Russland angegriffen, viele flogen in Richtung Moskau. In der Hauptstadt entstanden aber wohl keine Schäden.
Das russische Verteidigungsministerium in Moskau meldete Hunderte abgefangene Drohnen (Archivfoto).
Quelle: epaDie Ukraine hat in der Nacht Russland mit Hunderten Drohnen angegriffen, viele davon waren Richtung Moskau unterwegs. 452 unbemannte Flugobjekte seien über 17 russischen Regionen abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
Schäden meldeten unter anderem die grenznahe Region Belgorod und das Industriegebiet Kaluga südwestlich von Moskau. Die ukrainischen Angriffe erfolgten, nachdem am Montag bei russischen Angriffen in der Ukraine mindestens 22 Menschen getötet worden waren.
"Die Ukraine ist nicht mehr angemessen in der Lage, sich zu verteidigen, insbesondere gegen ballistische Raketen", so ZDF-Reporter Carsten Thurau.
07.07.2026 | 2:41 minMoskau: Keine Schäden, aber Flüge ausgesetzt
Nach Angaben von Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin steuerten "mehr als 430 Drohnen" die russische Hauptstadt an. Die meisten davon seien schon weit vor Moskau abgeschossen worden, 36 im direkten Anflug auf das Stadtgebiet, schrieb er bei Telegram. Das wäre der zahlenmäßig größte ukrainische Drohnenangriff auf Moskau in den vergangenen zwei Jahren.
Allerdings ist unklar, welche Drohnen in die Statistik Sobjanins eingeflossen sind. Unabhängig überprüfbar sind die Angaben nicht. Schäden meldete er nicht, die Flughäfen der Hauptstadt waren aber zeitweise gesperrt.
Die Ukraine greife Russland stets in Wellen an, sagt Militärökonom Keupp. Durch die Größe des russischen Luftraums sei Russland nicht in der Lage, alles zu sichern.
02.07.2026 | 28:00 minFabrik und mutmaßlich Ölanlage in Brand
In der westrussischen Stadt Belgorod ist Medienberichten zufolge derweil eine zu Gazprom gehörende Röhrenfabrik in Flammen aufgegangen. Der amtierende Gouverneur der Region, Alexander Schuschajew, schrieb von einem Raketenangriff, nach dem ein Feuer in einem nicht näher benannten Infrastrukturobjekt ausgebrochen sei. Bei dem Angriff sei ein Mensch ums Leben gekommen.
In einem Industriebetrieb in der russischen Region Kaluga südwestlich von Moskau ist zudem laut Gouverneur Wladislaw Schapscha nach Drohnenangriffen ein Brand in einem Industrieobjekt ausgebrochen. Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um eine Ölanlage. Es gebe keine Toten oder Verletzten, so Schapscha.
Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten ihre Drohnenangriffe auf Ziele in Russland weit hinter der Front intensiviert. Die neuen Angriffe in der Nacht zum Dienstag erfolgten kurz vor Beginn des Nato-Gipfels in der Türkei. Bei den Beratungen der Militärallianz soll es auch um die weitere Unterstützung für Kiew gehen. Zu dem Treffen ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eingeladen.
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