Selenskyj: "Bis zu 100.000" russische Soldaten nahe Pokrowsk

Selenskyj besorgt:"Bis zu 100.000" russische Soldaten nahe Pokrowsk

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Pokrowsk im Osten der Ukraine gilt als wichtiger logistischer Knotenpunkt. Laut Präsident Selenskyj hat Russland nahe der Stadt "bis zu 100.000 Soldaten" zusammengezogen.

28.03.2025, Kiew, Ukraine: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht während eines Briefings in Kiew.

Präsident Selenskyj spricht von einer "Konzentration des Feindes". (Archibild)

Quelle: Imago

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat Russland "bis zu 100.000" Soldaten im Osten der Ukraine zusammengezogen. Nahe der strategisch wichtigen Stadt Pokrowsk finde "eine Aufstockung und Konzentration des Feindes statt", sagte Selenskyj am Freitag vor Journalisten in Kiew.

Sie bereiten in jedem Fall Offensivmaßnahmen vor.

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine

Nach den Worten des ukrainischen Präsidenten sei die Lage in der Region Pokrowsk "derzeit am besorgniserregendsten". Zugleich betonte Selenskyj, dass ukrainische Streitkräfte die russischen Truppen aus der nordöstlichen Grenzregion Sumy verdrängen würden.

Bewaffnete Soldaten steigen auf einen Panzer auf

Die USA haben der Ukraine einen Waffenkauf im Wert von rund 700 Millionen Euro genehmigt. Norwegen, Dänemark sowie die Niederlande beteiligen sich an den Kosten.

29.08.2025 | 0:23 min

Pokrowsk ist wichtiger logistischer Knotenpunkt

Die Stadt Pokrowsk, in der vor Kriegsbeginn rund 60.000 Menschen wohnten, ist ein wichtiger logistischer Knotenpunkt für die ukrainischen Streitkräfte. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 zählt die Region rund um die Stadt zu den am heftigsten umkämpften Gebieten in der Ukraine.

In den vergangenen Monaten waren russische Truppen von drei Seiten auf die Stadt Pokrowsk vorgerückt. Am Freitag befand sich die Armee laut ukrainischen Angaben weniger als fünf Kilometer von der Stadtgrenze entfernt. Vor wenigen Tagen hatte Selenskyj bereits gewarnt, dass Moskau seine Truppen im von Russland besetzten Teil der südlichen Region Saporischschja für eine mögliche Offensive zusammenziehe.

Im Hintergrund ist ein verschüttetes Gebäude aus dem Rauch kommt. Im Vordergrund sind Feuerwehrmänner

Statt möglicher Gespräche setzt der Kreml auf Eskalation: Russische Angriffe auf die Ukraine haben zuletzt deutlich zugenommen. Bei mehreren europäischen Treffen ist der Krieg heute zentrales Thema.

29.08.2025 | 1:59 min

Welle russischer Angriffe auf Kiew

In der Nacht zum Donnerstag hatte die russische Armee die Ukraine erneut mit fast 600 Drohnen angegriffen. Die Welle russischer Angriffe mit allein mindestens 23 Todesopfern in der ukrainischen Hauptstadt Kiew löste international Empörung aus. Bei einem russischen Angriff auf ein ukrainisches Kriegsschiff in der Nacht zum Donnerstag wurden nach ukrainischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet.

Selenskyj bewertete die nächtliche Angriffswelle Russlands als Zeichen dafür, dass Kreml-Chef Wladimir Putin nicht zu einer Einstellung der Kämpfe bereit sei. "Russland entscheidet sich für Raketen anstelle des Verhandlungstischs" und habe kein Interesse an "echter Diplomatie", hatte Selenskyj erklärt.

Verteidigungsministertreffen in Kopenhagen

Beim Verteidigungsministertreffen in Kopenhagen soll es in erster Linie um die Sicherheitsgarantien gehen, die EU und NATO der Ukraine geben können. Ein weiteres Ziel: Die USA mit im Boot haben.

29.08.2025 | 1:25 min

EU-Verteidigungsminister berieten in Kopenhagen

Die Verteidigungsminister der Europäischen Union berieten unterdessen bei informellen Gesprächen in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen über weitere Militärhilfen für die Ukraine und die Verteidigungsbereitschaft der EU. Auch die Sicherheitsgarantien für die Ukraine für den Fall einer Friedenslösung im Krieg gegen Russland waren Thema des Treffens. Für Deutschland nahm Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) teil.

Die diplomatischen Bemühungen um einen Frieden von Seiten westlicher Staaten und der USA haben bislang keine greifbaren Ergebnisse gebracht. Auch ein Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Putin in Alaska Mitte des Monats brachte keinen Durchbruch. Forderungen nach einer Waffenruhe hat Wladimir Putin bislang stets zurückgewiesen.

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Russland greift die Ukraine an
:Aktuelles zum Krieg in der Ukraine

Seit Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Kiew hat eine Gegenoffensive gestartet, die Kämpfe dauern an. News und Hintergründe im Ticker.
Zerstörtes Gebäude in Charkiw (Ukraine), aufgenommen am 18.08.2025
Liveblog
Quelle: AFP

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