Drohnen aus Russland stürzen in Estland und Lettland ab

Nahe der Grenze zu Russland:Estland: Drohne trifft Kraftwerk - Absturz auch in Lettland

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Aus Russland kommende Drohnen sind in den Nato-Luftraum von Estland und Lettland eingedrungen - und dort abgestürzt. Laut Angaben der Polizei gab es keine Verletzten.

 Lettland, Kraslava: Trümmerteile hängen an der Absturzstelle einer Drohne in der Vegetation in der Nähe von Kraslava.

Nach estnischen Angaben hat eine russische Drohne das Kraftwerk Auvere getroffen. Es befindet sich im Nordosten Estlands, direkt an der Grenze zu Russland. Schäden oder Verletzte gab es nicht.

25.03.2026 | 0:21 min

In Estland und Lettland sind aus Russland in den Luftraum eingeflogene Drohnen abgestürzt. Die Vorfälle im Osten der beiden EU- und Nato-Mitgliedstaaten nahe der Grenze zu Russland würden untersucht, teilten die Behörden in Tallinn und Riga mit. Es handelt sich um jeweils eine Drohne.

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind wiederholt Drohnen in den Luftraum der an Russland grenzenden baltischen Staaten eingedrungen.

Militär und Einsatzkräfte seien an den Absturzstellen vor Ort, um Trümmerteile einzusammeln und zu untersuchen. Für die Bevölkerung und öffentliche Sicherheit bestehe keine Gefahr, hieß es in den Mitteilungen. Ob es sich um russische oder ukrainische Drohnen handelte, sei noch unklar und werde ermittelt.

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04.03.2026 | 2:33 min

Kraftwerk-Schornstein in Estland getroffen, Explosion in Lettland

In Estland traf die Drohne einen Schornstein des Kraftwerks Auvere im Kreis Ida-Virumaa. Bei dem Vorfall um 3:43 Uhr (Ortszeit) wurde nach Angaben der estnischen Sicherheitspolizei niemand verletzt, auch die Strominfrastruktur blieb unbeschädigt. Nach aktuellem Kenntnisstand sei die Drohne nicht auf Estland oder das Kraftwerk gerichtet gewesen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit.

Die Regierung berief wegen des Vorfalls eine Sondersitzung des Kabinetts ein. Russland und Estland teilen sich eine knapp 300 Kilometer lange Grenze. Sie ist Teil der Nato-Außengrenze.

Arm eines Polizisten, im Hintergrund die estnische Grenze zu Russland

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17.02.2026 | 6:32 min

In Lettland sagte ein Militärsprecher im Fernsehen, dass um 2:19 Uhr (Ortszeit) ein unbekanntes Flugobjekt per Radar erfasst worden sei, das sich der lettischen Grenze näherte und diese überflog. Rund 20 Minuten später sei die Drohne in Nähe des Dorfes Dobricina in der Gemeinde Kraslava von selbst explodiert - ohne dass eine alarmierte Einheit der Luftwaffe eingegriffen hätte.

Zuvor sei gegen 0:50 Uhr (Ortszeit) bereits ein Objekt von belarussischer Seite in den lettischen Luftraum eingedrungen, habe eine leichte Kurve geflogen und sei in den russischen Luftraum weitergeflogen. Der Sprecher ging davon aus, dass die unbemannten Fluggeräte in beiden Fällen vom Kurs abgekommen oder durch elektronische Abwehrmaßnahmen fehlgeleitet worden seien.

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Wiederholte Drohnen-Vorfälle an Nato-Außengrenze

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. In dem wechselseitigen Drohnenkrieg sind die mit elektronischen Mitteln abgewehrten Fluggeräte auch eine Gefahr für die Nachbarländer, immer wieder wurden im Luftraum europäischer Nato-Staaten Drohnen an Flughäfen und Militäreinrichtungen gesichtet worden - unter anderem in Deutschland.

Russische Drohnen oder Militärflugzeuge waren zudem mehrfach in den Luftraum unter anderem Polens, der baltischen Staaten und Rumäniens eingedrungen. Zuletzt war in der Nacht zu Montag eine fehlgeleitete ukrainische Drohne in Litauen abgestützt. Ähnliche Fälle gab es in Moldau.

EU-Kommissar zu Abwehrfähigkeit
:Kubilius: "Großes Problem ist die Luftverteidigung"

Die alte Ordnung ist Geschichte. Europa kann sich nicht mehr auf den Schutz der USA verlassen, muss deshalb mehr für seine Sicherheit tun. Wird es eine Verteidigungsunion geben?
mit Video29:58
Andrius Kubilius, EU-Kommissar für Verteidigung und Raumfahrt während einer Pressekonferenz in Warschau. (Archiv)
Interview
Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Drohnen stürzen in Estland und Lettland ab" am 25. März 2026 um 15:24 Uhr.

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