Moskau: Mittelstreckenrakete Oreschnik auf Westukraine abgefeuert

Nächtliche Angriffe mit Toten:Moskau: Mittelstreckenrakete auf Westukraine abgefeuert

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Russland setzt seine Angriffe auf die Ukraine fort. Neben Drohnen wurde nach Angaben Moskaus auch die Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt. In Kiew gab es mehrere Tote.

Ukrainische Rettungskräfte arbeiten am Ort eines russischen Angriffs auf ein Wohngebäude in Kiew am 9. Januar 2026.

Bei russischen Angriffen sind in Kiew mehrere Menschen getötet worden. In Lwiw in der Westukraine setzte Russland nach eigenen Angaben eine Oreschnik-Mittelstreckenrakete ein.

09.01.2026 | 0:26 min

Russland hat die Ukraine in der Nacht zum Freitag erneut mit Angriffen überzogen. Nach Angaben aus dem russischen Verteidigungsministerium wurde in der Westukraine dabei auch die neue Hyperschall-Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt.

Die russischen Streitkräfte hätten "einen massiven Schlag mit boden- und seebasierten Hochpräzisionswaffen großer Reichweite gegen kritische Objekte auf dem Gebiet der Ukraine geführt" und mit Hilfe der Oreschnik sowie Drohnen "strategische Ziele" in der Ukraine angegriffen.

Es wäre der zweite Angriff mit einer Rakete dieses Typs in der Ukraine. Die Angaben ließen sich nicht überprüfen.

Moskau: "Reaktion auf Terroranschlag"

Die Angriffe seien "als Reaktion auf den Terroranschlag des Kiewer Regimes" auf eine Residenz von Präsident Wladimir Putin Ende Dezember erfolgt, hieß es aus Moskau weiter - ein Vorwurf, den die Ukraine als Lüge zurückgewiesen hat. Experten bezweifeln die Glaubwürdigkeit der von Russland vorgelegten Informationen.

Russlands Präsident Putin

Russland wirft der Ukraine einen Drohnenangriff auf eine Residenz von Präsident Putins vor. Kiew weist das als Lüge zurück.

30.12.2025 | 1:52 min

Bürgermeister von Lwiw: Rakete zielte auf Infrastruktur

Zuvor hatte der Bürgermeister der westukrainischen Stadt Lwiw, Andrij Sadowyj, einen russischen Angriff auf die kritische Infrastruktur mit einer bisher nicht identifizierten ballistischen Rakete gemeldet.

Das Westkommando der ukrainischen Luftwaffe teilte anschließend mit, die Rakete habe eine Geschwindigkeit von 13.000 Kilometern pro Stunde erreicht.

Russisches Militär: Energieinfrastruktur getroffen

Die Oreschnik gilt als neueste russische Waffenentwicklung und kann sowohl konventionelle als auch atomare Sprengköpfe tragen. Ihre extrem hohe Geschwindigkeit von mehr als 10.000 Kilometern pro Stunde und ihre Reichweite von bis zu 5.000 Kilometern machen sie zu einer potenziellen Gefahr für den gesamten europäischen Kontinent.

Laut dem russischen Militär wurden mit der Rakete "Objekte zur Produktion von Drohnen getroffen, die bei der terroristischen Attacke (auf die Präsidentenresidenz) eingesetzt wurden, und Energieinfrastruktur, die die Arbeit des Rüstungskomplexes der Ukraine ermöglicht".

SGS Kröger

Auch an den Weihnachtstagen gab es russische Angriffe auf die Ukraine. Im Fokus: Die Energie-Infrastruktur. Einschätzungen dazu gab ZDF-Reporter Timm Kröger aus Odessa.

27.12.2025 | 1:46 min

Mehr als 20 Tote bei Drohnenangriffen auf Kiew

Auch aus Kiew wurden nächtliche Angriffe gemeldet. Mindestens vier Menschen seien getötet und 22 weitere verletzt worden, teilten die Behörden mit. Mehrere Stadtteile Kiews seien getroffen und Wohnhäuser beschädigt worden.

In Teilen der ukrainischen Hauptstadt sei infolge der Angriffe die Wasser- und Stromversorgung unterbrochen worden, sagte Bürgermeister Vitali Klitschko.

Dieses Foto zeigt ein stark beschädigtes Wohngebäude nach einem russischen Drohnen- und Raketenangriff in Kiew am frühen Morgen des 9. Januar 2026.

In Kiew sind bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen nach ukrainischen Angaben vier Menschen getötet worden. In Teilen der Hauptstadt fiel die Wasser- und Stromversorgung aus.

09.01.2026 | 0:17 min

Selenskyj: Russland will eisiges Wetter ausnutzen

Die Angriffswelle erfolgte nur wenige Stunden, nachdem Präsident Wolodymyr Selenskyj die Bevölkerung vor russischen Absichten für eine groß angelegte Offensive gewarnt hatte. Russland wolle das eisige Wetter in der Hauptstadt ausnutzen, das für gefährliche Glätte auf Straßen und Wegen sorge.

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Seit Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Kiew hat eine Gegenoffensive gestartet, die Kämpfe dauern an. News und Hintergründe im Ticker.
Rettungskräfte räumen am 21.11.2025 die Trümmer eines Wohnhauses in Ternopil weg, das bei einem russischen Angriff schwer beschädigt wurde.
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Quelle: AP, dpa, AFP
Über dieses Thema berichteten das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 09.01.2026 ab 5:30 Uhr und ZDFheute Xpress in dem Beitrag: "Russische Angriffe auf Kiew und Lwiw" um 10:26 Uhr.

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