Bundeswehr-Einsatz in Straße von Hormus? Merz sieht "keine Eile"

Entscheidung noch vor Sommerpause?:Deutsche Hormus-Mission: Merz sieht "keine Eile"

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Kanzler Merz sieht keinen Zeitdruck für eine Entscheidung über einen Bundeswehr-Einsatz in der Straße von Hormus. Eine "ganze Reihe von Voraussetzungen" seien noch nicht erfüllt.

Friedrich Merz

Am letzten Tag des G7-Gipfels stand die militärische Sicherung der Straße von Hormus im Fokus. Kanzler Merz kündigte Unterstützung der Bundeswehr an und forderte mehr US-Hilfe für die Ukraine.

17.06.2026 | 2:00 min

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht "keinen Zeitdruck", rasch über eine mögliche Beteiligung der Bundeswehr an einer Mission zur Sicherung der Straße von Hormus zu entscheiden. Ein deutscher Beitrag stehe "unter dem Vorzeichen einer ganzen Reihe von Voraussetzungen, die noch nicht erfüllt sind", sagte Merz beim G7-Gipfel im französischen Evian.

Deswegen gibt es da auch keine unmittelbare Eile.

Friedrich Merz (CDU), Bundeskanzler

Die Bundesregierung habe aber bereits in den vergangenen Wochen ein Mandat für einen möglichen Einsatz vorbereitet, sagte der Kanzler. Wenn dies beschlossen werde, könne sich der Bundestag damit befassen. Merz ging davon aus, dass das dann "eher in die letzte Sitzungswoche vor der Sommerpause" fällt, die vom 6. bis zum 10. Juli stattfindet.

Merz: G7-Staaten "über das Ziel völlig einig"

Mit Blick auf den G7-Gipfel sagte Merz, die Teilnehmenden seien sich "über das Ziel völlig einig: Die Straße von Hormus muss ohne jede Einschränkung offen sein - ohne Wenn und Aber".

In ihrer Gipfel-Erklärung fordern die G7 die Wiederaufnahme eines "uneingeschränkten" Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus, durch die normalerweise rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Erdöls und Flüssigerdgases (LNG) transportiert wird.

Um dies wieder zu gewährleisten, könne eine "von Frankreich und dem Vereinigten Königreich angeführte" internationale Marinemission "eine wichtige Rolle" spielen. Genannt wird dabei der Schutz von Handelsschiffen und "die Überprüfung der vollständigen Minenräumung".

Johann Wadephul im Schaltgespräch

"Die Absicht ist, weiter zu verhandeln. Das ist gut", so Außenminister Wadephul (CDU). Die Straße von Hormus müsse frei werden. Dabei sei Deutschland prinzipiell bereit zu helfen.

15.06.2026 | 5:21 min

Deutschland bei Minenräumung weltweit führend

Deutschland gilt international bei der Minenräumung als eine der führenden Nationen. Die Bundeswehr hat schon Anfang Mai zwei Schiffe ins östliche Mittelmeer entsandt, die sich an dem Einsatz beteiligen könnten: das Minenjagdboot "Fulda" und den Tender "Mosel". Sie könnten laut Verteidigungsministerium binnen sieben bis zehn Tagen das mögliche Einsatzgebiet erreichen.

Die Bundesregierung macht eine Beteiligung von einem Ende der Kampfhandlungen abhängig. Zudem verlangt Berlin ein völkerrechtliches Mandat und verweist auf die Notwendigkeit eines Mandats durch den Bundestag.

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Quelle: AFP
Über dieses Thema berichteten mehrere Sendungen, darunter heute in Deutschland am 17.06.2026 ab 14:00 Uhr sowie das heute journal am 15.06.2026 ab 21:45 Uhr.

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