EU stärkt Ukraine mit 6,1 Milliarden zum Nationalfeiertag

Schutz vor Russlands Drohnen und Raketen:EU stärkt Ukraine mit 6,1 Milliarden zum Nationalfeiertag

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Die Ukraine feiert ihren Unabhängigkeitstag. Staatschefs und EU-Vertreter kamen nicht mit leeren Händen: Sie sichern neue Militärhilfen zu. Selenskyj zeigt sich weiter kämpferisch.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (rechts) überreicht einem Soldaten während einer Zeremonie anlässlich des ukrainischen Unabhängigkeitstages in Kiew eine Auszeichnung.

Vor 35 Jahren löste sich die Ukraine von der Sowjetunion. Seitdem gilt der 24. August als Nationalfeiertag. Auch in diesem Jahr reisen zahlreiche internationale Gäste zu den Feierlichkeiten an.

24.08.2026 | 1:33 min

Die Ukraine hat zum 35. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit weitere westliche Militärhilfe für den Kampf gegen den russischen Angriffskrieg erhalten. Die EU genehmigte neue Rüstungshilfen im Wert von 6,1 Milliarden Euro. Die Mittel seien für Flugabwehrsysteme, Raketen, Munition und Radaranlagen vorgesehen, teilte die EU-Kommission mit.

Präsident Wolodymyr Selenskyj empfing die internationalen Gäste, darunter die Staats- und Regierungschefs aus Luxemburg, Lettland, Moldau, Litauen, Finnland und Estland sowie EU-Ratspräsident António Costa, zum Nationalfeiertag bei Sonnenschein auf dem Sophienplatz in Kiew. Dabei wurde in einer Schweigeminute auch der Opfer in dem seit viereinhalb Jahren dauernden russischen Angriffskrieg gedacht.

Die Ukraine erlangte am 24. August 1991 ihre Unabhängigkeit von der Sowjetunion.

sgs-hebestreit

Zum Nationalfeiertag zeigt die westliche Politik der Ukraine ihre Solidarität. Doch am dringendsten seien "wirksame Waffen für die Luftverteidigung", so ZDF-Reporter Henner Hebestreit aus Kiew.

24.08.2026 | 4:22 min

Selenskyj mit verstörender Kampfansage

Selenskyj nutzte den Tag für eine Kampfansage an Kremlchef Wladimir Putin, der den Krieg begonnen hatte. Russland müsse durch die Einheit der internationalen Gemeinschaft in die Knie gezwungen werden, sagte Selenskyj in einem Video. Er kündigte darin weiteren Widerstand an.

Die Ukraine wird das schaffen. Die Ukraine hat bereits Aufgaben bewältigt, die anfangs unüberwindbar schienen.

Wolodymyr Selenskyj

Selenskyj sieht Putin mit seinen Kriegszielen gescheitert. Moskau habe unterschätzt, wie entschlossen die Ukrainer um ihre Unabhängigkeit kämpfen. Putin habe Russland groß machen wollen, heute gebe es lange Schlangen an den Tankstellen.

Für die russischen Kämpfer findet Selenskyj ein verstörendes Bild: Putins Soldaten würden von Kiews Armee auf dem Schlachtfeld "zu Dünger" gemacht. Zugleich schwor Selenskyj sein Land auf eine Fortsetzung der Kämpfe ein: "Wir müssen unser Militär stärken." Für den Verteidigungsetat hatte er am Wochenende 30 Milliarden Euro von der EU gefordert.

Feierlichkeiten anlässlich des Tages der Flagge.

Erneut feiert die Ukraine den Tag der Nationalflagge im Krieg. Staatschefs aus Skandinavien und dem Baltikum sind angereist, um ihre Solidarität zu bekunden.

23.08.2026 | 1:51 min

EU-Milliarden für besseren Schutz vor Raketenangriffen

Die Europäische Union genehmigte einen Teil der Milliarden vor dem Hintergrund einer Verschärfung der russischen Angriffe mit ballistischen Raketen und Drohnen. "Während Russland seine Angriffe verstärkt, weiten wir unsere Unterstützung aus, damit die Ukraine ihre Bevölkerung schützen und ihren Luftraum verteidigen kann", sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Die Finanzhilfen sind Teil eines neuen Unterstützungsdarlehens im Umfang von bis zu 90 Milliarden Euro. Es wird in mehreren Tranchen ausgezahlt.

Auf diesem Foto, das von der ukrainischen Militärverwaltung via AP zur Verfügung gestellt wurde, bekämpfen Feuerwehrleute einen Brand in einem Einkaufszentrum, der durch einen russischen Drohnenangriff ausgelöst wurde.

In der ukrainischen Stadt Krywyj Rih sind bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum mindestens 15 Personen ums Leben gekommen.

22.08.2026 | 0:20 min

EU: Unter Anerkennung für Kiew mischen sich Sorgen

Die Ukraine fordert in ihrem Kampf gegen Russlands Invasion neben Militärhilfe - vor allem bei der Flugabwehr russischer Angriffe mit ballistischen Raketen - nicht zuletzt einen größeren Sanktionsdruck auf Moskau. Zugleich kämpft sie mit Personalproblemen an der Front.

In der EU werden die Entwicklungen in der Ukraine mit einer Mischung aus Anerkennung und Sorge beobachtet. An der Front hat das Land größere Erfolge Russlands verhindert. Zeitgleich trifft Kiew immer wieder Ziele im russischen Hinterland. Zugleich intensiviert Russland seine Raketen- und Drohnenangriffe auf ukrainische Städte und Infrastruktur. Das führte zuletzt zu den höchsten zivilen Opferzahlen seit den ersten Kriegsmonaten.

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Seit Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Kämpfe dauern an. Alle Entwicklungen und Ukraine-News im Liveticker.
Satellitenbild: Rauchgeneratoren auf der Krim-Brücke aufgenommen am 22.6.2026
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Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete das ZDF in heute Xpress am 24.08.2026 um 09:35 Uhr sowie im ZDF-Mittagsmagazin am 24.08.2026 ab 12:00 Uhr.

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