EU-Ratspräsident: Druck auf Russland erhöhen, bis das Töten endet

EU-Ratspräsident in Kiew:Costa: Druck auf Russland erhöhen, bis das Töten endet

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Zum ukrainischen Nationalfeiertag sichert EU-Ratspräsident Costa Kiew weitere Unterstützung zu - und droht Russland mit neuen Sanktionen, bis Moskau an den Verhandlungstisch komme.

EU-Ratspräsident António Costa bei seiner Ankunft im Élysée-Palast in Paris am 13. Juli 2026.

Erneut feiert die Ukraine den Tag der Nationalflagge im Krieg. Staatschefs aus Skandinavien und dem Baltikum sind angereist, um ihre Solidarität zu bekunden.

23.08.2026 | 1:51 min

Die EU hat der von Russland angegriffenen Ukraine zum Nationalfeiertag fortgesetzte Hilfe zugesichert. "Wir werden die Ukraine weiter so lange und so umfassend wie nötig unterstützen", sagte Ratspräsident António Costa vor der geplanten Teilnahme an Feierlichkeiten in der Hauptstadt Kiew am heutigen Montag.

Bereits in den vergangenen viereinhalb Kriegsjahren habe man mehr als 220 Milliarden Euro mobilisiert. Zugleich drohte Costa Kremlchef Wladimir Putin mit neuen Sanktionen gegen dessen Land.

Wir werden den Druck erhöhen, bis Russland das Töten beendet, ernsthaften Friedenswillen zeigt und an den Verhandlungstisch kommt.

António Costa, EU-Ratspräsident

In diesem Sommer sehe man deutlicher als je zuvor, dass der Krieg Russlands Ressourcen aufzehre. Die bereits verhängten beispiellosen EU-Sanktionen zeigten Wirkung, sagte der frühere portugiesische Regierungschef.

Foreign Minister of Ukraine Andrii Sybiha (R) and Federal Minister for Foreign Affairs of Germany Johann Wadephul hold a joint news conference following their negotiations, Kyiv, Ukraine, August 22, 2026. The talks focused on strengthening defence support for Ukraine, protecting critical infrastructure, preparing for winter, and diplomatic steps to end the war. The German Foreign Minister’s visit took place on the eve of the 35th anniversary of Ukraine’s independence, amid another wave of massive Russian attacks on civilian targets.

Zum vierten Mal besucht der Außenminister die Ukraine und kündigt an, sich für weitere, dringend benötigte militärische Unterstützung bei den Partnern einzusetzen.

22.08.2026 | 2:14 min

Costa: EU-Beitritt ist beste Sicherheitsgarantie

Über den Krieg hinaus verwies Costa auf die europäische Perspektive der Ukraine. Den angestrebten EU-Beitritt bezeichnete er als "die beste Garantie für Sicherheit und langfristige demokratische Stabilität für die Ukraine und für Europa insgesamt".

Derzeit wird laut Costa das neue von den Staats- und Regierungschefs im Dezember vereinbarte Ukraine-Unterstützungsdarlehen in Höhe von 90 Milliarden Euro umgesetzt. Mit den Mitteln würden Vorbereitungen auf den nächsten Kriegswinter, die Beschaffung von Drohnen und die Stärkung der ukrainischen Luftverteidigung finanziert.

ZDF-Korrespondent Henner Hebestreit

Außenminister Wadephul hat der Ukraine während seines Besuchs vor Ort weitere Unterstützung zugesichert. ZDF-Korrespondent Henner Hebestreit berichtet.

22.08.2026 | 0:58 min

Mit dem Nationalfeiertag am 24. August erinnert die Ukraine an ihre Unabhängigkeitserklärung vom 24. August 1991. Er wird erneut von dem russischen Angriffskrieg überschattet, der vor viereinhalb Jahren am 24. Februar 2022 begann.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj begrüßte bereits am Sonntag mehrere Staats- und Regierungschefs in Kiew, die an den Feierlichkeiten zum 35. Jahrestag der Unabhängigkeit teilnehmen. Geplant ist zudem eine Videoschalte der sogenannten Koalition der Willigen.

Aktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Liveblog:

Russland greift die Ukraine an
:Aktuelles zum Krieg in der Ukraine

Seit Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Kämpfe dauern an. Alle Entwicklungen und Ukraine-News im Liveticker.
Satellitenbild: Rauchgeneratoren auf der Krim-Brücke aufgenommen am 22.6.2026
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Quelle: dpa
Über dieses Thema berichteten die heute-Nachrichten am 23.08.2026 ab 19 Uhr.

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