Statistisches Bundesamt:Verkehrsunfälle: 1.000 Verletzte pro Tag
Die Zahl der Opfer im Straßenverkehr ist 2024 leicht zurückgegangen. Die Bilanz ist dennoch erschreckend: 2.770 Menschen starben bei Verkehrsunfällen, etwa 365.000 wurden verletzt.
Die meisten tödlichen Verkehrsunfälle ereignen sich laut Bundesamt außerhalb von Ortschaften.
Quelle: ImagoBei Verkehrsunfällen in Deutschland sind im vergangenen Jahr pro Tag durchschnittlich acht Menschen getötet und weitere knapp 1.000 verletzt worden. Das berichtet das Statistische Bundesamt in Wiesbaden unter Verweis auf die endgültigen Zahlen.
Demnach starben insgesamt 2.770 Menschen im Straßenverkehr, rund 365.000 wurden verletzt. Gegenüber dem Vorjahr 2023 sank die Zahl der Getöteten damit um 69, die Zahl der Verletzten lag um 1.600 unter dem Vorjahresniveau.
Weniger Schwerverletzte: Niedrigster Stand seit 1991
Während die Zahl der Leichtverletzen nur gering auf 314.400 (2023: 313.700) stieg, sank die Zahl der Schwerverletzten deutlich auf 50.600 (2023: 52.900).
Das ist der niedrigste Wert seit 1991, als die Verletzten erstmals getrennt nach Schwer- und Leichtverletzten erfasst wurden. Bei 2,22 Millionen Unfällen blieb es bei Sachschäden.
Raser häufigste Ursache für tödliche Verkehrsunfälle
Nach wie vor sei überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit die Unfallursache Nummer 1 für tödliche Verkehrsunfälle, hieß es.
30 Prozent der Verkehrstoten und 13 Prozent aller Verletzten kamen laut Statistik im Jahr 2024 bei Unfällen zu Schaden, "bei denen mindestens eine beteiligte Person die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten hatte oder für die Straßen- oder Witterungsverhältnisse zu schnell fuhr".
Die meisten Verkehrstoten auf Landstraßen
Die meisten Toten gab es insgesamt bei Unglücken außerhalb von Ortschaften. 57 Prozent starben auf Landstraßen, 33 Prozent nach innerörtlichen Unfällen sowie zehn Prozent auf Autobahnen. Grund für die hohen Todeszahlen auf Landstraßen sei das schnellere Fahrtempo gepaart mit weiteren Risikofaktoren wie fehlender Trennung vom Gegenverkehr sowie Hindernissen wie Bäumen neben der Strecke.
Innerorts wiederum war das Risiko tödlicher Unfälle vor allem für Fußgänger und Fahrradfahrer hoch: 62 Prozent der dort Getöteten war 2024 zu Fuß oder auf dem Rad unterwegs. Auch 23 der bundesweit 27 tödlichen E-Scooter-Unfälle ereigneten sich innerorts.
Deutlich mehr tödliche Unfälle bei Senioren
53.600 Senioren wurden 2024 im Straßenverkehr verletzt. 1.101 Menschen über 65 Jahre starben - 30 Prozent mehr als im Vorjahr.
Damit waren 40 Prozent der Verkehrstoten im Jahr 2024 im Alter ab 65 Jahren.
Aus dem Bericht des Statistischen Bundesamts
Die meisten waren mit einem Pkw unterwegs, es gab aber auch viele tödliche Fahrradunfälle. 135 Senioren verunglückten mit einem Pedelec tödlich, 150 mit einem Fahrrad ohne Motor.
Weniger verletzte Kinder
53 Kinder unter 15 Jahren starben 2024 infolge eines Verkehrsunfalls, im Jahr 2023 waren es 44 gewesen. Die Zahl der verletzten Kinder lag wie im Vorjahr bei 27.200. "Das bedeutet, dass 2024 im Schnitt alle 19 Minuten ein Kind bei einem Verkehrsunfall verletzt wurde", so die Statistiker.
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Immer noch viele Unfälle unter Alkoholeinfluss
Die Zahl der Unfälle, bei denen mindestens eine unfallbeteiligte Person alkoholisiert war, lag im Jahr 2024 mit 35.100 leicht unter dem Vorjahreswert, der bei 37.200 lag, wie es weiter hieß. Dennoch sei es im vergangenen Jahr durchschnittlich alle 15 Minuten auf Deutschlands Straßen zu einem Alkoholunfall gekommen.
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