Schüsse bei Rave in der Schweiz: Deutsche unter Verletzten

Täter weiterhin unbekannt:Schüsse bei Rave in der Schweiz: Deutsche unter Verletzten

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Durch die Schüsse auf einem Rave in der Schweiz wurde auch eine Deutsche verletzt. Derweil sucht die Polizei weiter nach dem oder den Tätern. Auch das Motiv bleibt offen.

Bewaffnete Polizeibeamte patrouillieren in der Nähe der Pferderennbahn Schachen in Aarau.

Bei einer Rave-Party im schweizerischen Aarau sind in der Nacht Schüsse gefallen. Eine junge Frau starb, fünf weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Die Ermittlungen laufen.

30.08.2026 | 1:20 min

Unter den durch Schüsse bei einem Technofestival in der Schweiz verletzten Opfern ist auch eine deutsche Frau. Das teilte die Aargauer Kantonspolizei nach Angaben der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am späten Abend mit.

Bei den anderen vier Verletzten handele es sich um Schweizer Männer. Die leicht bis schwer verletzten Opfer seien in Krankenhäuser gebracht worden. Sie seien 24 bis 31 Jahre alt. Durch die Schüsse war am frühen Sonntagmorgen eine 22-jährige Italienerin getötet worden. 

Ein oder mehrere Täter hatten den Angaben zufolge zahlreiche Schüsse aus mindestens zwei Waffen abgegeben. Die Polizei teilte am Abend weiter mit, nach dem oder den Tätern werde nach wie vor intensiv gefahndet.

Polizei: Terrorakt, Amoklauf oder Abrechnung im kriminellen Milieu

Das Motiv für die Tat sei noch unklar. Die Polizei geht davon aus, dass es sich entweder um einen Terrorakt, einen Amoklauf oder eine Abrechnung im kriminellen Milieu handelt. An den Ermittlungen sind Schweizer Behörden sowie Ermittler aus dem nahen Ausland beteiligt. 

Eine Landkarte der Schweiz mit der Verortung der Stadt Aarau
Quelle: ZDF

Kurz nach dem Ende des Raves, zu dem der Veranstalter rund 3.500 Besucher erwartet hatte, waren bei der Polizei die ersten Notrufe eingegangen. Augenzeugen schilderten, dass viele Schüsse gefallen seien. Da der Ernst der Lage laut Polizei sofort deutlich geworden sei, rückten die Einsatzkräfte mit einem Großaufgebot aus. Zum Zeitpunkt der Schüsse hielten sich demnach noch weit mehr als 100 Personen auf dem Festivalgelände auf.

Der Vorfall spielte sich bei einem seit Jahren etablierten Rave-Event auf dem Gelände des Aargauischen Rennvereins ab - etwa 40 Kilometer westlich von Zürich. Das italienische Todesopfer wohnte in der Region.

Deutsche Polizei an Fahndung beteiligt

Die Ermittler baten darum, Video- und Bildmaterial an den Instagram-Kanal der Kantonspolizei Aargau zu senden. An den allgemeinen Fahndungsmaßnahmen war routinemäßig auch die Polizei auf deutscher Seite beteiligt, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Freiburg sagte. Angaben zu den konkreten Maßnahmen machte er nicht.

Der Kanton Aargau liegt an der deutschen Grenze, eine Flucht bis nach Deutschland dauert nach Polizeiangaben von Aarau aus nur etwa 40 Minuten.

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Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 31.08.2026 ab 05:30 Uhr.
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