Eine Tote und fünf Verletzte in Aarau:Rave in der Schweiz: Todesschüsse aus mindestens zwei Waffen
Bei einem Technofestival in Aarau ist eine Italienerin getötet worden. Fünf Menschen wurden verletzt. Aus mindestens zwei Waffen wurde geschossen, der Hintergrund ist noch unklar.
Bei einer Techno-Party in Aarau sind am Sonntag Schüsse gefallen. Eine 22-jährige Italienerin wurde getötet. Unter den fünf Verletzten war auch eine Deutsche.
31.08.2026 | 0:25 minBei einer Rave-Veranstaltung ist in der Schweiz eine 22-jährige Frau getötet worden. Vier Männer und eine Frau im Alter von 24 bis 27 Jahren seien teils schwer verletzt worden, berichtete die Kantonspolizei Aargau.
Italienerin bei Rave in Aargau getötet
Bei dem Todesopfer handelt es sich nach Angaben aus Rom um eine Italienerin. Sie wohnte in der Schweizer Region. Auch unter den Verletzten sind nach Angaben der italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni wohl Italiener. Derzeit gehen die Ermittler davon aus, dass die getötete Frau ein Zufallsopfer war.
Ein oder mehrere Täter hätten am frühen Sonntagmorgen zahlreiche Schüsse aus mindestens zwei Waffen abgegeben, hieß es seitens der Behörden. Es seien zwei unterschiedliche Hülsen von Patronen gefunden worden, die zu einer Pistole oder Maschinenpistole sowie zu einem Sturmgewehr passten. Ob das auf zwei Täter hindeute oder ein Schütze beide Waffen nutzte, ließ die Polizei offen.
Bei einer Rave-Party im schweizerischen Aarau sind in der Nacht Schüsse gefallen. Eine junge Frau starb, fünf weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Die Ermittlungen laufen.
30.08.2026 | 1:20 minMotiv für Angriff auf Technoparty noch unklar
Das Motiv für das Geschehen sei noch unklar. Nach dem oder den Tätern wurde intensiv gefahndet. "Ein Ende dieses Großeinsatzes ist nicht absehbar", sagte der Polizeikommandant der Kantonspolizei Aargau, Michael Leupold.
Aarau im Kanton Aargau liegt etwa 40 Kilometer westlich von Zürich. Die Veranstalter der Rave-Parade hatten rund 3.500 Personen bei dem Event erwartet, wie es auf der Website hieß.
Aarau im Kanton Aargau liegt etwa 40 Kilometer westlich von Zürich.
Quelle: ZDFPolizei: Terrorakt, Amoklauf oder eine Abrechnung im kriminellen Milieu
Es gebe für die Behörden momentan drei gleichrangige Hypothesen zur Tat: Es könne sich um einen Terrorakt, einen Amoklauf oder eine Abrechnung im kriminellen Milieu handeln, sagte Leupold. Die Polizei fahnde intensiv nach dem oder den Tätern und arbeite mit Hochdruck daran, die Hintergründe aufzuklären, sagte Regierungsrat Dieter Egli von der Kantonsregierung: "Es ist so, dass wir noch nicht wissen, wer für diese Tat verantwortlich ist und welches Motiv dahintersteht."
Kurz nach dem Ende des Raves, gegen 2:30 Uhr, seien die ersten Notrufe eingegangen, so die Polizei. Daraufhin seien die Einsatzkräfte mit einem Großaufgebot ausgerückt.
Schüsse zunächst für Feuerwerk gehalten
Die Polizei bat darum, Video- und Bildmaterial an den Instagram-Kanal der Kantonspolizei Aargau zu senden. Tatort war das Rave-Event auf dem Gelände des Aargauischen Rennvereins. Der Verein sprach allen Angehörigen sein Mitgefühl aus.
Augenzeugen sagten der Zeitung "Blick", sie hätten die Schüsse zunächst für Feuerwerk gehalten. Dann habe jemand "Alle runter!" gerufen, so eine Frau. Die Gruppe habe sich daraufhin unter dem DJ-Pult versteckt. Eine Frau sei von einer Kugel getroffen worden. Alle Besucher des Raves seien von der Polizei in eine Turnhalle gebracht worden. "Es war schrecklich", so die Zeugin gegenüber der Zeitung.
- Zeitpunkt: Bei einer Veranstaltung in Aarau in der Schweiz sind in der Nacht zum Sonntag Schüsse gefallen.
- Opfer: Bei dem Todesopfer handelt es sich um eine 22-jährige Italienerin, die noch vor Ort starb. Vier Männer und eine Frau im Alter von 24 bis 27 Jahren wurden leicht bis schwer verletzt. Alle Opfer sind laut Polizei Besucher eines Rave-Festivals gewesen.
- Tatort: Tatort war die Pferderennbahn in Schachen, auf der das Rave-Festival stattfand.
Quelle: dpa
- Zusammenhang mit dem Festival: Bisher gibt es von den Behörden keine Angaben dazu, welchen Zusammenhang es genau zu der Rave-Veranstaltung gab.
- Täter: Wer geschossen hat, ist bislang nicht bekannt. Die Fahndung nach der "unbekannten Täterschaft" läuft. Es ist bislang ebenfalls nicht bekannt, ob es einen oder mehrere Täter gab.
- Motiv: Warum die Schüsse fielen, die genauen Umstände und das Motiv der Tat sind bisher noch unklar und Gegenstand der Ermittlungen.
Quelle: dpa
Deutsche Polizei an Fahndung beteiligt
Auch die Polizei auf deutscher Seite ist an den allgemeinen Fahndungsmaßnahmen beteiligt. Dies sei reine Routine in der Polizeiarbeit, betonte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Freiburg. Angaben zu den konkreten Maßnahmen machte er nicht.
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