Nach heftigen Regenfällen:Mehrere Vermisste nach Sturzflut im Grand Canyon
Nach einer Sturzflut im berühmten Grand Canyon im Westen der USA werden noch mehrere Menschen vermisst. Die Wassermassen rissen Geröll mit und beschädigten wichtige Infrastruktur.
Im Grand Canyon wird vor Gewittern und Starkregen gewarnt, die erneut zu Sturzfluten führen könnten.
Quelle: AFPEine schwere Sturzflut im Grand Canyon im Bundesstaat Arizona in den USA hat am Samstag Dutzende Menschen zur Evakuierung gezwungen und große Felsbrocken, Metallteile und andere Trümmer in den Colorado River gespült.
Die Nationalparkverwaltung versuchte am Sonntag (Ortszeit), den Verbleib von 15 Menschen zu klären, die möglicherweise vermisst werden oder über deren Aufenthaltsort nichts bekannt ist. Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet.
Die Parkverwaltung warnte, bis zum Montag seien weitere Gewitter und starke Regenfälle möglich, die womöglich "weitere Sturzfluten" oder auch Steinschlag auf den Wanderwegen auslösen könnten.
Nach der Sturzflut in Nepal und Tibet gelten noch immer mehr als 3.000 Menschen als vermisst. Wegen der Gefahr neuer Erdrutsche gestaltet sich die Suche nach Überlebenden schwierig.
30.08.2026 | 1:33 minSturzflut unterbricht Wasserversorgung
Die Überschwemmung ereignete sich auf der Nordseite des Grand Canyon, wo der Bright Angel Creek vom North Rim hinunter zum Colorado River fließt und dabei rund 1.828 Meter an Höhe verliert. Die Wassermassen zerstörten Fußbrücken und veränderten die Landschaft erheblich.
Die Sturzflut beschädigte zudem die einzige Wasserleitung, die Touristen und Bewohner des Nationalparks mit Wasser versorgt, wie die Parkverwaltung am späten Sonntag mitteilte. Ab Montag können Touristen nicht mehr in Lodges und Hotels innerhalb des Grand-Canyon-Nationalparks übernachten. Die Parkverwaltung forderte zudem die ganzjährig dort lebenden Bewohner auf, Wasser zu sparen.
Die Sparpolitik von US-Präsident Trump gefährdet auch Amerikas Nationalparks. Auf immer weniger Ranger wartet immer mehr Arbeit. Die Folge: Mehr Müll und weniger Sicherheit für Touristen.
20.08.2025 | 6:36 minMehr als 60 Menschen in Sicherheit gebracht
Beliebte Ausflugsziele wie der Bright Angel Campground, die Phantom Ranch und Teile des North Kaibab Trail blieben bereits am Sonntag geschlossen, während Mitarbeiter die Schäden begutachteten. Auch Rafting-Touren auf dem Colorado River wurden vorerst eingestellt.
Mehr als 60 Menschen wurden von der Phantom Ranch evakuiert, die über eine historische Kantine und Schlafsäle verfügt und häufig von Rafting-Touristen zum Ein- und Ausstieg genutzt wird.
Nach der Sturzflut im Himalaya warnt Geomorphologe Prof. Dr. Nils Hovius vor weiteren Ereignissen. Der Klimawandel mache die Bergregion "immer instabiler".
30.08.2026 | 5:33 minWanderer mit Hubschraubern gerettet
Parth Desai war mit einer Gruppe von Ärzten und einem Parkranger im Bright Angel Canyon unterwegs. "Wir sahen, wie der Bach über die Ufer trat, plötzlich Wasserfälle entstanden, Felsbrocken und Schlamm herabkamen und überall Erdrutsche niedergingen", sagte er. Später habe sich eine etwa einen Meter hohe Geröllwand auf die Gruppe zubewegt. Die Wanderer flüchteten und wurden am Abend per Hubschrauber gerettet.
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