Update am Morgen: Legt Merz Beweise gegen Russland vor?

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Update am Morgen:Legt Merz diese Woche Beweise gegen Russland vor?

von Andrea Maurer

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Andrea Maurer

Guten Morgen,

seit Tagen wird spekuliert, dass die Bundesregierung Russland schon bald als Täter hinter dem versuchten Sprengstoff-Anschlag mit einer Drohne am Flughafen Leipzig/Halle benennen wird. Kanzler Merz hatte diese Spekulationen selbst geschürt, als er bei der Kabinettsklausur in Neuhardenberg davon sprach, dass die Urheber hybrider Angriffe "dafür bezahlen" würden - und kurz darauf sagte, es würde dazu "sehr bald eine entsprechende Reaktion geben".

Im ARD-Sommerinterview allerdings hielt sich der Kanzler weitestgehend bedeckt. Nur so viel kündigte er an: "Es wird nicht mehr lange dauern." Und: "Es wird eine Reaktion aus Deutschland sein", abgestimmt mit den europäischen Partnern und den Nato-Partnern.

Schon am Wochenende hatten "Welt am Sonntag" und "Politico" unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen berichtet, dass die Regierung ein umfangreiches Maßnahmenpaket gegen Moskau vorbereite und der Kanzler in Kürze den Kreml verantwortlich machen wolle. Die Ankündigung sei für Anfang der Woche geplant, parallel zum EU-Außenministertreffen in Irland, das morgen beginnt - könnte aber auch vorgezogen werden, hieß es da.

Die "Welt" schrieb sogar, im Regierungsviertel sei von einer "Zeitenwende 2.0" die Rede: Als Reaktion auf die Leipziger Sprengstoff-Drohne reiche es nicht mehr, russische Diplomaten auszuweisen oder das russische Haus in Berlin zu schließen.

Das Kanzleramt hat diese Meldungen bislang ebenso wenig bestätigt wie das Auswärtige Amt. Der Bundesinnenminister spricht bisher nur von "fremden Mächten".

Wer, wann und wie "dafür bezahlen" wird, ist also weiter offen. Im Interview bei "Berlin direkt" habe ich die Kanzleramtsministerin Nina Warken gefragt, ob die Beweisführung nicht eigentlich schon abgeschlossen sein müsste, wenn der Kanzler bereits weiß, dass der nächste Schritt "Reaktionen aus Deutschland" sind. Auch Warken, die die Geheimdienste koordiniert, hielt sich bedeckt: "Wir haben noch keine Zuordnung vorgenommen und das werden wir tun, wenn wir tatsächlich sicher sind, wem wir das zuordnen können."

Kanzleramtschefin Nina Warken, CDU, im Berlin-direkt-Interview

Berlin direkt am 30.08.26, ab 19:10 Uhr.

30.08.2026 | 4:31 min

Wir kennen den zweiten Schritt (Reaktionen aus Deutschland) also schon vor dem ersten (Beweis der Täterschaft). In den nächsten Tagen erfahren wir vielleicht mehr.

Kommen Sie gut durch die Woche

Andrea Maurer, ZDF-Hauptstadtkorrespondentin

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Quelle: ZDF

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