Warken zu Drohnenvorfall: "Noch keine Zuordnung vorgenommen"

"Noch keine Zuordnung vorgenommen":Warken lässt Beteiligung Russlands an Drohnenvorfall offen

von Stefanie Reulmann

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Kanzleramtschefin Nina Warken will im ZDF keine Verantwortlichen für den Drohnenvorfall in Leipzig nennen. Man müsse zunächst sicher sein, wem man "das zuordnen" könne, sagt sie.

Kanzleramtschefin Nina Warken, CDU, im Berlin-direkt-Interview

Kanzleramtschefin Nina Warken (CDU) äußert sich zurückhaltend, was den Urheber des Drohnenvorfalls in Leipzig anbelangt. Im ZDF sagt sie: "Wir haben noch keine Zuordnung vorgenommen."

30.08.2026 | 4:31 min

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat letzte Woche angekündigt, dass die Urheber hybrider Angriffe, wie dem versuchten Sprengstoff-Anschlags mittels einer Drohne in Leipzig, "dafür bezahlen" müssten. Eine entsprechende Reaktion würde "sehr bald kommen", kündigte er an.

Ist Russland verantwortlich?

Bisher wurde kein konkreter Urheber genannt. Auch Kanzleramtsministerin Nina Warken (CDU) als Koordinatorin der Geheimdienste äußert sich zurückhaltend. In der ZDF-Sendung "Berlin direkt" sagt sie:

Wir haben noch keine Zuordnung vorgenommen und das werden wir tun, wenn wir tatsächlich sicher sind, wem wir das zuordnen können.

Nina Warken, CDU, Kanzleramtschefin

Dann würden auch konkrete Maßnahmen verkündet, sagt Warken. Auf die Frage, ob die Bundesregierung sicher sei, dass Russland der Urheber sei, verweist Warken auf Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). "Der Kanzler hat dazu alles gesagt."

Merz kündigt baldige Schritte an

Im ARD-Sommerinterview stellte Merz eine baldige Aufklärung in Aussicht. "Wir sind dabei, die Ermittlungen abzuschließen." Man habe in der Bundesregierung eine weitgehende Einigung darüber erzielt, wie man reagiere. Das werde man in den nächsten Tagen auch klar zum Ausdruck bringen, so der Kanzler:

Es wird nicht mehr lange dauern.

Friedrich Merz, CDU, Bundeskanzler

Kommt jetzt der Herbst der Reformen?

Auch bei den Reformen soll es jetzt zügig vorangehen. Nach der parlamentarischen Sommerpause haben CDU/CSU und SPD bei ihrer Regierungsklausur im Schloss Neuhardenberg mal wieder einen Neustart versprochen - wie schon im Sommer letzten Jahres. Damals ist der angekündigte Herbst der Reformen ausgefallen.

Alexander Dobrindt, Friedrich Merz und  Lars Klingbeil

Wirtschaft, Reformen, gute Laune: Der Neustart der schwarz-roten Koalition nach der Sommerpause soll Aufbruchstimmung verbreiten - mal wieder.

30.08.2026 | 4:18 min

In diesem Herbst nun ein neuer Anlauf. Den Koalitionären sei bewusst, dass man "jetzt im Herbst" die Vorhaben umsetzen müsse. Warken sagt im ZDF:

Es sind allerdings auch große Vorhaben, um die es da geht: Rente, Pflege, Gesundheit, Entbürokratisierung - all diese Dinge gilt es jetzt anzugehen.

Nina Warken, CDU, Kanzleramtschefin

Dabei gelte es auch Mehrheiten im Parlament und im Bundesrat zu organisieren, sagt die Kanzleramtschefin. Und Merz sagt in der ARD, man ziehe das jetzt durch. "Wir können viel. Die Potentiale unseres Landes sind größer, als wir sie zur Zeit nutzen."

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sitzt beim ARD-Sommerinterview "Bericht aus Berlin" im Studio.

"Wir machen das jetzt", sagte Bundeskanzler Merz im ARD-Sommerinterview – trotz der zuletzt geäußerten Kritik an den Plänen.

30.08.2026 | 1:19 min

Warken: Merz sei derjenige, der "mahnt und antreibt"

Kritik gibt es immer wieder auch am Kanzler, wegen seiner Kommunikation oder Äußerungen, wie der "Stadtbild"-Aussage. Seine persönlichen Umfragewerte sind auf einem Tiefpunkt - Merz ist demnach unbeliebter als sein Amtsvorgänger Olaf Scholz.

Doch auf die Frage, ob es im Zuge des Stühlerückens in der Bundesregierung auch mal an der Zeit wäre, den Bundeskanzler auszutauschen, sagt Warken:

Friedrich Merz ist derjenige, der uns auch immer mahnt und antreibt, die Dinge aufs Gleis zu setzen.

Nina Warken, CDU, Kanzleramtschefin

Man habe in den "letzten 14, 15 Monaten" schon viel erreicht, sagt die CDU-Politikerin: Die Migrationswende und auch in den Bereichen Energie oder Entbürokratisierung habe man "ganz ganz viele Gesetze auf den Weg gebracht". Trotzdem sei es noch "ein langer Weg", sagt Warken und betont:

Solche Reformen haben natürlich Auswirkungen, und da macht man sich auch nicht immer nur beliebt. Das ist auch klar.

Nina Warken, CDU, Kanzleramtschefin

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Über das Thema berichtete das ZDF am 30.08.2026 ab 19:10 Uhr in der Sendung "Berlin direkt".