In der Normandie:Überfall auf Gefangenentransport - zwei Tote
In der Normandie sind bei einem Überfall auf einen Gefangenentransporter zwei Vollzugsbeamte getötet worden. Der Häftling konnte gemeinsam mit den Angreifern fliehen.
Bei einem Überfall auf einen Gefangenentransport im Norden von Frankreich sind zwei Polizisten getötet worden. Der Häftling sei zusammen mit den Angreifern geflohen, berichteten mehrere Medien. Drei Menschen wurden verletzt. Zwei der drei Verletzten schwebten Justizminister Eric Dupond-Moretti zufolge in Lebensgefahr.
Gefangener nach Schusswechsel geflohen
Nach Angaben der französischen Behörden sollten die Beamten den Inhaftierten von Rouen nach Evreux bringen. An einer Mautstelle in der Normandie wurde der Transporter von mehreren Angreifern mit Schusswaffen attackiert, dem Häftling und den Tätern gelang die Flucht. Mehrere Täter mit zwei Fahrzeugen waren an dem Angriff beteiligt. Eines der Fahrzeuge wurde kurz nach der Tat ausgebrannt entdeckt.
Dupond-Moretti berief nach dem Angriff einen Krisenstab in seinem Ministerium ein. "Alle meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und ihren Kollegen", schrieb er auf X. Es sei das erste Mal seit 1992, dass in Frankreich ein Gefängnisbeamter im Dienst getötet worden sei.
Post von Justizminister Dupond-Moretti bei X
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Gefangenentransport wohl ohne zusätzlichen Polizeischutz
Aus Ermittlerkreisen hieß es, dass der Gefängniskonvoi keine Polizei-Eskorte hatte. Eine solche werde nicht "systematisch" bei solchen Transporten eingesetzt, sondern in der Regel nur auf Wunsch der Gefängnisverwaltung. Zusätzlicher Polizeischutz werde dabei in der Regel nur bei Häftlingen eingesetzt, die wegen ihrer mutmaßlichen Gefährlichkeit besonders überwacht werden. Bei dem durch das bewaffnete Kommando befreiten Häftling sei dies nicht der Fall gewesen.
Bei dem Häftling handelt es sich um einen im März 1994 geborenen Mann. Er war vor wenigen Tagen von einem Gericht in Evreux wegen "Einbruchdiebstahls" verurteilt worden. Zudem ist er in Marseille wegen "Entführung, die zum Tod führte", angeklagt.
Macron zeigt sich erschüttert
Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zeigt sich mit einem Eintrag auf X erschüttert: "Der Angriff heute Morgen, der Gefängnisbeamten das Leben gekostet hat, ist ein Schock für uns alle." Die Nation würde an der Seite der Familien, der Verletzten und ihrer Kollegen stehen und es würde alles getan, um die Täter zu finden. "Wir werden hartnäckig sein", so Macron.
Der französische Innenminister Gérald Darmanin erklärte, er habe "mehrere hundert Polizisten und Gendarmen" mobilisiert. Die Behörden setzten bei der Fahndung nach den Verdächtigen "alle Mittel" ein, "um diese Kriminellen zu finden".
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