Staatsschutz ermittelt:Brandanschläge auf zwei Berliner Krankenhäuser
In Berlin hat es Brandanschläge auf zwei große Krankenhäuser gegeben. In beiden Fällen waren Klinikbereiche zur Krebsbehandlung betroffen. Verletzt wurde niemand.
Die Polizei geht bei den beiden Anschlägen auf Berliner Krankenhäuser von politischen Motiven aus.
Quelle: dpaAn zwei großen Krankenhäusern in Berlin ist es zu einer mutmaßlich politisch motivierten Brandstiftung und einer Explosion durch Pyrotechnik gekommen. In beiden Fällen waren Klinikbereiche zur Krebsbehandlung mit Bestrahlungen betroffen. Menschen wurden nicht verletzt.
An der Uniklinik Charité in Berlin-Mitte wurde an einem Gebäude in der Nacht ein Feuer festgestellt, wie eine Polizeisprecherin sagte.
An einem großen Krankenhaus in Berlin-Neukölln kam es zu einer Detonation, die viel Schaden anrichtete. Die Zeitung "B.Z." hatte berichtet.
Keine Verletzten bei Anschlägen
Ermittelt wird vom Staatsschutz im Landeskriminalamt, der für Taten von politischen Extremisten zuständig ist, und von den Experten für Sprengstofftechnik.
Auch beim Brandanschlag auf Strommasten in Berlin im September vermutet die Polizei eine politische Motivation.
09.09.2025 | 1:59 minWarum die Anschläge Krebseinrichtungen zweier Krankenhäuser trafen und welche Hinweise in Richtung politischer Extremismus der Polizei vorlagen, war zunächst unklar.
Es gebe den Verdacht des Einsatzes von illegaler Pyrotechnik, so die Polizei. Die Schäden durch die Explosion in Neukölln ließen an sogenannte Kugelbomben denken, die in Deutschland für den privaten Gebrauch verboten sind.
Klinik in Neukölln: Erheblicher Sachschaden
Der Krankenhauskonzern Vivantes bestätigte, dass erheblicher Sachschaden am Eingang zur Strahlentherapie entstand, dem Seiteneingang des Krankenhauses. "Es sind Fensterscheiben und eine Tür beschädigt worden", sagte ein Sprecher.
Der Tresen in der Anmeldung direkt im Eingangsbereich habe kurzfristig gebrannt. Der Empfang und der Wartebereich seien zunächst nicht zu benutzen, Patienten müssten durch eine Nebentür hineingehen. Der Klinikbetrieb laufe ansonsten ungestört weiter. Über Hintergründe, Täter und den Tatablauf wisse man nichts.
Charité: Klinikbetrieb nicht betroffen
Die Charité bestätigte, dass es in der Nacht am Eingangsbereich eines Gebäudes am Campus Charité Mitte brannte.
Der Klinikbetrieb sei davon jedoch nicht betroffen: Die Versorgung der Patienten laufe uneingeschränkt weiter. An der Fassade sei nach bisherigen Erkenntnissen nur ein leichter Sachschaden entstanden. Zu sehen waren Brandspuren an einer Fassade und einer Tür.
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