Berufseinsteiger, Ältere, Akademiker:Jobchancen auf Tiefpunkt - Wen die Arbeitslosigkeit trifft
Arbeitsagentur-Chefin Andrea Nahles sieht keine Gruppe mehr vor dem Jobverlust gefeit. Die Bürgergeld-Reform hält sie für problematisch.
Andrea Nahles, Chefin der Bundesagentur für Arbeit, sieht die Jobchancen für Arbeitslose auf einem Tiefpunkt. Es komme kein Schwung in den Arbeitsmarkt.
26.12.2025 | 0:22 minDie Chefin der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles, sieht die Jobchancen für Arbeitslose in Deutschland auf einem Tiefpunkt. Der Arbeitsmarkt sei "seit Monaten wie ein Brett", es komme kein Schwung rein, sagte Nahles dem Nachrichtenportal web.de News.
Wir haben einen Indikator, der anzeigt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für arbeitslose Menschen ist, wieder einen Job zu finden. Der Wert liegt meist um sieben, jetzt aber bei 5,7 - so niedrig wie nie zuvor.
Andrea Nahles, Chefin der Bundesagentur für Arbeit
Der Wert gibt an, wie viele Arbeitslose im Schnitt pro Monat einen neuen Job finden. Im November 2025 waren es 5,66 von 100 Arbeitslosen.
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Aktuell gibt es aus Sicht der BA-Chefin keine Gruppe an Arbeitnehmern mehr, die vor Jobverlust gefeit ist. "Tatsächlich ist davon keiner mehr ausgenommen, auch Ingenieure oder Softwareentwickler nicht, die lange ihre Konditionen bestimmen konnten." Zuletzt stiegen vor allem die Arbeitslosenzahlen bei den Akademikern:
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"Aber die gut Ausgebildeten haben immer noch die besten Chancen am Arbeitsmarkt", sagt Nahles. Trotz des jüngsten Anstiegs ist die Arbeitslosigkeit bei ihnen geringer.
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Für Jobeinsteiger seien die Aussichten derzeit schlecht, so Nahles. "Wir haben so wenig junge Menschen in Ausbildung vermittelt bekommen wie seit 25 Jahren nicht."
Daten zeigen, dass die Arbeitslosigkeit in den vergangenen zwölf Monaten in allen Altersgruppen gestiegen ist:
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Nahles: Bürgergeld-Diskussion darf Arbeitsmarkt nicht ausblenden
Nahles äußert auch Kritik an der geplanten Bürgergeld-Reform: Mit ihr soll der sogenannte Vermittlungsvorrang für Arbeitslose gelten. Die Vermittlung in Arbeit hat dann in der Regel Vorrang vor einer Ausbildung oder Qualifizierung. Diese Regelung könne wirklich problematisch werden, wenn nicht auf das Qualifikationsprofil der einzelnen arbeitslosen Menschen geachtet werde, sagt Nahles.
Aus Bürgergeld wird Grundsicherung: Diese Reform hat das Kabinett beschlossen.
17.12.2025 | 2:54 min"Die Bürgergeld-Diskussion darf den Arbeitsmarkt nicht ausblenden." Denn die Fähigkeiten der arbeitslosen Menschen passten oft nicht zu den freien Stellen. "Daran ändert ein Vermittlungsvorrang erst einmal nichts." Qualifizierung bleibe wichtig: "Sonst stehen die Menschen nach drei Monaten wieder beim Jobcenter vor der Tür", sagte Nahles.
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