Update am Abend:Zolldeal mit USA, G7 für Ukraine und neues Abwehrzentrum
von David Metzmacher
Guten Abend,
das EU-Parlament hat zur Absicherung der Wirtschaft die Umsetzung der Vereinbarung zu Zöllen mit den USA beschlossen, die G7-Staaten wollen den Druck auf Russland erhöhen, um die Ukraine in eine bessere Verhandlungsposition zu bringen. Und: Deutschland hat jetzt ein Abwehrzentrum gegen hybride Bedrohungen - der Tag.
EU-Parlament beschließt Umsetzung von US-Zolldeal
- Das ist passiert: Das Europaparlament hat die Umsetzung des Zollabkommens mit den USA gebilligt. Die Abgeordneten stimmten dafür, Zölle auf US-Industriegüter abzuschaffen und den Marktzugang für Agrarprodukte und Meeresfrüchte aus den USA zu erleichtern.
- Das ist der Hintergrund: Die EU-Kommission hatte sich im vergangenen Sommer auf den Zolldeal eingelassen, um einen drohenden Handelskrieg abzuwenden. Nun soll ein Sicherheitsnetz dafür sorgen, dass die US-Vorteile nur dann gelten, wenn auch die USA ihre Verpflichtungen aus dem Abkommen vollständig umsetzen.
G7-Staaten wollen Druck auf Russland erhöhen
- Das ist passiert: Die G7-Staaten haben bei ihrem Gipfel in Frankreich verschärfte Sanktionen gegen Russland angekündigt. US-Präsident Donald Trump forderte Russlands Präsident Wladimir Putin auf, Verhandlungen für ein Ende des Krieges aufzunehmen. Zuvor hatte Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen.
- Das ist der Hintergrund: Die USA sind bisher alleiniger Vermittler zwischen der Ukraine und Russland. Die Bemühungen Trumps und seiner Regierung um ein Ende des Krieges brachten bislang allerdings keine greifbaren Ergebnisse. Deutschland, Frankreich und Großbritannien wollen sie nun wieder in Gang bringen. Im Fall neuer Verhandlungen wollen die Europäer mit am Tisch sitzen.
- Das sagt ZDF-Korrespondentin Diana Zimmermann: "Die G7 sind sich einig, dass der Druck auf Russland erhöht werden muss. Donald Trump macht dabei mit. (...) Nun also ganz klar Einigkeit, eine völlig neue Tonalität - so heißt es aus deutschen Regierungskreisen."
heute in Deutschland, 16.06.2026, 14:00 Uhr
16.06.2026 | 2:00 minNeues Zentrum gegen hybride Bedrohungen
- Das ist passiert: Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat ein Gemeinsames Zentrum von Bund und Ländern zur Abwehr hybrider Bedrohungen (GAZ Hybrid) eröffnet. Dort sollen Beamte aus Polizeibehörden, den Nachrichtendiensten und weiteren Behörden regelmäßig Erkenntnisse austauschen.
- Das ist der Hintergrund: Unter hybrider Kriegsführung versteht man eine Kombination aus militärischen, wirtschaftlichen, geheimdienstlichen und propagandistischen Mitteln. Das neue Zentrum soll Attacken dieser Art erkennen und unter Umständen Gegenmaßnahmen einleiten.
- Das sagt der Innenminister: "Deutschland befindet sich nicht im Krieg, aber wir sind tägliches Ziel einer hybriden Kriegsführung." Bei dem Abwehrzentrum gehe es darum, "Behörden miteinander zu vernetzen, um erfolgreicher zu arbeiten".
heute in Deutschland, 16.06.2026, 14:00 Uhr
16.06.2026 | 1:51 minFußball-WM 2026
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Rezept des Tages: Spareribs in Barbecue-Sauce
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