Update am Morgen: Börsenpreis für Strom auf null

Update

Update am Morgen:Strompreis auf null - aber Verbraucher profitieren kaum

von Ilka Brecht

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Ilka Brecht


Guten Morgen,

in der Energiekrise geht es verrückt zu. Während die Spritpreise an den Tankstellen wieder gestiegen sind, passiert an der Strombörse das krasse Gegenteil. Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit sanken die Preise an mehreren Tagen in Folge zur Mittagszeit auf null Euro - und heute sollen sie sogar ins Minus rutschen. High Noon für Billigstrom?

Fest steht: Wenn die Sonne scheint und der Wind weht, drückt der viele Ökostrom die Börsenpreise. Das ist zwar nicht planbar, aber Verbraucher könnten davon profitieren. Wenn, ja wenn, Deutschland das mit dem sogenannten Smart-Meter-Rollout in den Griff bekommen würde. Smart Meter sind Zähler, die den Verbrauch kontinuierlich messen, damit man gezielt den Strom nutzen kann, wenn der Preis gerade niedrig ist.

Doch in aller Regel haben die Haushalte hierzulande weder einen solchen intelligenten Zähler noch einen flexiblen Stromtarif. In Ländern wie Spanien ist das schon lange anders, ebenso in Italien, Dänemark und Schweden. Aber in Deutschland hapert es bereits beim Funknetz (mehr dazu heute Abend bei frontal um 21 Uhr im ZDF).

Wer also profitiert? Es sind vor allem die großen Kraftwerksbetreiber. Sie haben ihren Strom zu festen Preisen lange im Voraus verkauft, an Stadtwerke und Industriebetriebe. Und dann "optimieren" sie den Kraftwerksbetrieb. Soll heißen: Wenn am Liefertag viel Wind weht und die Sonne scheint, holen sich die Kraftwerksbetreiber den Strom für lau von der Börse, anstatt ihn teuer selbst zu produzieren. Ein netter Zusatzgewinn für RWE und Co., einfache Haushalte hingegen haben meist das Nachsehen.

Wie steigende Energiepreise die deutsche Wirtschaft treffen:

ZDF-Wirtschaftsexperte Florian Neuhann

heute, 24.04.2026, 17:00 Uhr

24.04.2026 | 1:26 min

Und so bleibt es wohl dabei: Gegen Mittag schauen alle auf die Preiserhöhung an den Tankstellen - und an den billigen Strom aus der Steckdose kommen sie nicht heran. Schade, keine Entlastung in der Krise.

Herzliche Grüße aus Berlin

Ilka Brecht, Moderatorin und Leiterin des ZDF-Magazins frontal

Was im Iran-Krieg passiert ist

Kampf gegen Hisbollah laut Netanjahu noch nicht beendet: Im Kampf gegen die libanesische Hisbollah-Miliz sieht der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die andauernde Bedrohung seines Landes durch Raketen und Drohnen als zentrales Problem. Das machte er auf einer Militärkonferenz deutlich. Dieses Problem müsse man mit einer Kombination aus operativen und technologischen Maßnahmen lösen, sagte der Regierungschef. Erst dann sei man "auf dem Weg, die Hisbollah zu entwaffnen". 

Nouripour kritisiert Europas Umgang mit den Folgen des Iran-Kriegs: Bundestagsvize Omid Nouripour (Grüne) drängt auf mehr und schnelleres europäisches Engagement in der Iran-Krise. Es gelte, die wirtschaftlichen Folgen auch in Kooperation mit den Golfstaaten abzufedern.

Iran wirft den USA wegen der Seeblockade Piraterie vor: Angesichts der US-Seeblockade gegen Iran wirft die Regierung in Teheran den Vereinigten Staaten Piraterie vor. "Dies ist die unverhohlene Legalisierung von Piraterie und bewaffnetem Raub auf hoher See", schreibt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, auf der Plattform X.

Am 26. April 2026 ist im Nordwesten von Teheran ein Banner mit der Aufschrift „Märtyrer Ayatollah Ali Khamenei“ entlang der Promenade zu sehen.

Die Verhandlungen im Iran-Krieg stagnieren: Irans Außenminister trifft Putin, Trump plant eine Krisensitzung – Kanzler Merz wirft den USA fehlende Strategie vor.

27.04.2026 | 2:28 min

Medien: Trump skeptisch gegenüber Irans neuem Vorschlag: US-Präsident Donald Trump sieht Teherans jüngsten Vorschlag für ein Ende des Iran-Kriegs übereinstimmenden Medienberichten zufolge skeptisch. Er habe den Vorschlag zwar nicht direkt abgelehnt, aber er hege Zweifel an der Aufrichtigkeit der iranischen Führung, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die "New York Times" berichtet ebenfalls, Trump sei mit dem Vorschlag nicht zufrieden.

Rubio: Irans Blockade von Hormus ist wie "wirtschaftliche Atomwaffe": US-Außenminister Marco Rubio hat Irans Blockade der Straße von Hormus mit einer "wirtschaftlichen Atomwaffe" verglichen. Iran versuche, die Region zu dominieren, sagt Rubio in einem Interview des TV-Senders Fox News. Er führt die Blockade der Meerenge als Beleg dafür an, dass die Machthaber in Teheran keine Nuklearwaffen besitzen dürften. "Die Straße von Hormus ist im Grunde eine wirtschaftliche Atomwaffe, die sie versuchen, gegen die Welt einzusetzen - und sie geben damit an", sagt er.

Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zum Angriff auf Iran. Alle Berichte rund um Iran finden Sie auf unserer Themenseite.

Was im Ukraine-Krieg passiert ist

Getreide aus Russland? Kiew bestellt israelischen Botschafter ein: Die ukrainische Regierung hat den israelischen Botschafter aus Protest über eine Lieferung von Getreide einbestellt, das angeblich auf von Russland besetztem ukrainischem Gebiet angebaut wurde. Der israelische Botschafter sei zu einem Treffen am Morgen einbestellt worden, "um unsere Protestnote zu übergeben und geeignete Maßnahmen zu verlangen", erklärt der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha im Onlinedienst X. Der israelische Außenminister Gideon Saar reagiert ebenfalls auf X auf die Stellungnahme Sybihas. Die Ukraine habe für die Anschuldigungen keine Beweise vorgelegt. "Die Angelegenheit wird geprüft", erklärt Saar und fügt hinzu: "Israel ist ein Staat, der sich an die Rechtsstaatlichkeit hält."

Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine.

Was heute noch wichtig ist

Ausblick

Bildungs-"Chancenmonitor 2026" wird vorgestellt / Klausurtagung der Grünen-Bundestagsfraktion / Prozess-Auftakt im Fall des getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow

28.04.2026 | 0:51 min

Vorstellung des "Chancenmonitors": Als gemeinsames Projekt von ifo-Institut und "Ein Herz für Kinder" soll der Chancenmonitor auf Basis der Daten des Mikrozensus zeigen, wie (un)gerecht Bildungschancen in Deutschland sind und welche Faktoren einen Einfluss darauf haben.

Auftakt im Verfahren wegen Mordes im Fall Fabian: Der Angeklagten wird vorgeworfen, am 10. Oktober 2025 heimtückisch und aus sonst niedrigen Beweggründen den zur Tatzeit achtjährigen Fabian aus Güstrow getötet zu haben.

Klausur der Grünen-Bundestagsfraktion: Die Bundestagsfraktion der Grünen kommt in Leipzig zu einer dreitägigen Klausurtagung zusammen. Im Mittelpunkt des Treffens sollen alternative Konzepte zur derzeitigen Politik der schwarz-roten Regierungskoalition stehen, etwa in der Energiepolitik und zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung.

Ausführlich informiert

Die Angriffe auf die Militärregierung in Mali setzen auch Russland unter Druck. Moskau gilt als wichtiger militärischer Partner. Die Analyse bei ZDFheute live mit Mali-Experte Ulf Laessing.

Der russische Präsident Putin. Hinter ihm eine Karte des afrikanischen Kontinens, bei der das Land Mali gelb markiert ist.

ZDFheute live, 27.04.2026, 18:30 Uhr

27.04.2026 | 16:19 min

Sport

Alle Fußballfans blicken am Abend (21 Uhr) gespannt nach Paris zum Halbfinal-Hinspiel in der Champions League zwischen Paris Saint-Germain und Bayern München. Das Duell zwischen dem Titelverteidiger aus Frankreich und dem deutschen Rekordmeister gilt für viele als vorgezogenes Endspiel zwischen den beiden zurzeit weltbesten Teams. 

Hier können Sie nachlesen, warum die Münchner trotz der Gelbsperre für ihren Trainer Vincent Kompany zuversichtlich nach Paris reisen.

Außerdem hat sich die aktuelle Folge unseres Fußball-Magazins Bolzplatz ausführlich mit dem Gigantenduell beschäftigt. Mit der Analyse können Sie sich optimal auf die Partie einstimmen:

Paris Saint-Germain - Bolzplatz

23.04.2026 | 14:45 min

Zahl des Tages

Mehr Menschen verweigern Kriegsdienst
Quelle: ZDF

Das sollten Sie sich mal ansehen

Hier kreischen Menschen wie Möwen: Im belgischen Küstenort De Panne findet dieses Jahr die sechste Europameisterschaft im Möwenkreischen statt. Mehr als 70 Teilnehmer aus 15 Ländern wollen Europas bester Möwen-Imitator werden.

Ein Junge der eine weiße Mütze, eine rote Sonnenbrille und weiße Schminke trägt, um sich als Möwe zu verkleiden. Sein Mund ist geöffnet, während er die Möwenlaute macht.

ZDFheute Xpress, 27.04.2026, 18:42 Uhr

27.04.2026 | 1:03 min

Ein Lichtblick

Einheitliches Ladekabel jetzt auch für Laptops: Ab heute können Verbraucher in der EU nur noch Laptops mit einheitlicher Ladebuchse kaufen. Alle neuen Geräte müssen dann mit USB-C-Ladekabeln zu laden sein. Seit Ende 2024 gilt diese Vorgabe bereits für alle neuen Handys, Digitalkameras, E-Book-Reader und anderen elektronischen Kleingeräte. Eine entsprechende Richtlinie hatte die EU 2022 beschlossen, seitdem hatten die Hersteller Zeit, ihre Produktion anzupassen.

Ein Ladekabel mit USB-C-Stecker

Quelle: dpa

Gesagt

Sie [die Länder der Golfregion] hoffen, dass es eine Möglichkeit gibt, mit dem Iran in Frieden zu leben, und haben höchste Zweifel, die man nachvollziehen kann, ob das mit diesem Regime geht.

Omid Nouripour (Grüne), Bundestagsvizepräsident

Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour bereist die Golfregion: Die Staaten fühlten sich durch Iran "existenziell bedroht", erklärte der Grünen-Politiker im heute journal.

Schaltgespräch mit Omid Nouripour.

heute journal, 27.04.2026, 21:45 Uhr

27.04.2026 | 5:28 min

Weitere Schlagzeilen

Die Nachrichten im Video

heute Xpress

Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden

28.04.2026 | 2:29 min

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So wird das Wetter heute

Heute sind die Wolken vom Hochrhein bis nach Oberbayern auch mal dichter. Lockere Wolkenfelder gibt es auch in der Mitte. Sonst scheint die Sonne. Bei einem lebhaften Nordostwind werden 14 bis 24 Grad erreicht.

Den aktuellen Wetterbericht der ZDF-Meteorologen finden Sie jederzeit auf unserer Übersichtsseite.

ZDFheute Wetter - Dienstag - 27.04.2026

Quelle: ZDF

Zusammengestellt von David Metzmacher

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