Update am Morgen:Lässt Trump "Höllenfeuer" auf Iran regnen?
von Nils Metzger
Guten Morgen,
heute um 20 Uhr Washingtoner Ortszeit (zwei Uhr in der Nacht bei uns) wird Donald Trumps "finale" Frist an die iranische Führung ablaufen, die Straße von Hormus wieder freizugeben. Andernfalls werde er "Höllenfeuer" auf Teheran niederregnen lassen, so Trump.
Das ganze Land könnte in einer Nacht ausgelöscht werden, und diese Nacht könnte morgen sein.
US-Präsident Donald Trump am Montag
Es fällt schwer, Trumps Worte völlig ernst zu nehmen - angesichts seines wiederholten Zurückruderns und Fristverlängerns der letzten Wochen und auch angesichts seiner zunehmend wahnsinnig wirkenden, religiös aufgeladenen Rhetorik. "Öffnet die verdammte Meerenge, ihr verrückten Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle leben", schrieb Trump am Sonntag auf Truth Social. Der US-Präsident steht politisch unter Druck wie selten.
Über dieses Thema berichteten die heute-Nachrichten am Montag ab 19 Uhr.
06.04.2026 | 1:40 minSeine Anhänger entschuldigen das Verhalten als Beispiel für Trumps "art of the deal", also mit martialischem Auftreten Teheran zu einem Einknicken zu bewegen. Tatsächlich sind es offene Drohungen mit Kriegsverbrechen. Trump selbst entgegnete bei einer Veranstaltung im Weißen Haus am Montag schlicht, Angriffe auf zivile Infrastruktur wie Kraftwerke oder Brücken seien kein Kriegsverbrechen, da die Führung Irans "Tiere" seien.
Und auch Teheran droht weiter - etwa mit Angriffen auf Schiffe am Bab al-Mandab vor der jemenitischen Küste. Das würde ein Höllenfeuer für die Weltwirtschaft bedeuten. Trotz dieser Rhetorik laufen auch die von Pakistan angestrengten Verhandlungen parallel weiter. Beide Seiten haben ihre Punkte übermittelt, einen Vorschlag für einen Waffenstillstand lehnte Teheran am Montag zunächst ab. Die kommenden Stunden können also entscheidend werden - in Richtung Frieden oder Eskalation.
Alles Gute wünscht Ihnen
Nils Metzger, Redakteur bei ZDFheute
Was im Iran-Krieg passiert ist
Israel greift erneut Iran an: Dabei sei "Infrastruktur des iranischen Terror-Regimes in Teheran und in zusätzlichen Gebieten in Iran" anvisiert worden, teilt die Armee im Onlinedienst X mit. Zugleich erklärte sie, die israelische Luftabwehr reagiere derzeit auf Raketenangriffe aus Iran. Iranische Staatsmedien melden derweil Explosionen in Teheran und der nahegelegenen Stadt Karadsch. Die iranischen staatlichen Nachrichtenagenturen Fars und Mehr geben keine weiteren Details bekannt.
Laut Trump mehr als 150 Flugzeuge an Rettung von US-Soldat beteiligt: Ein großer Teil davon sei für ein Täuschungsmanöver an verschiedenen Orten im Einsatz gewesen, sagt der Republikaner im Weißen Haus. Der verletzte Offizier selbst sei unterdessen stark blutend steile Felswände hinaufgeklettert. Während er seine Wunden versorgt habe, habe er Kontakt zu den US-Streitkräften aufgenommen.
Iran weist Vorschlag für Waffenruhe laut Staatsmedien zurück: Iran hat einen pakistanischen Vermittlungsversuch, der eine 45-tägige Waffenruhe vorsieht, offenbar zurückgewiesen.
Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zum Angriff auf Iran. Alle Berichte rund um Iran finden Sie hier.
Was im Ukraine-Krieg passiert ist
Folter, Erniedrigung und Mord gegen die eigenen Soldaten: Es werden immer mehr Verbrechen in der russischen Armee bekannt. In einer BBC-Doku sprechen jetzt einige über das Grauen.
Über dieses Thema berichtete heute in Europa am 01.04.2026 ab 16 Uhr.
01.04.2026 | 2:00 minWeitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine.
Was heute noch wichtig ist
Über dieses Thema berichtete das heute journal update am Montag um 21:10 Uhr.
06.04.2026 | 0:53 minKraftfahrt-Bundesamt gibt Zahl der Neuzulassungen bekannt: Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) legt die aktuellen Kfz-Zulassungszahlen in Deutschland für den Monat März vor. Es ist der erste Monat, in dem der Iran-Krieg die Energie- und damit auch Spritpreise in die Höhe getrieben hat. Ob das bereits Auswirkungen auf die Nachfrage von E-Autos hatte, bleibt abzuwarten.
Befragung von Sarkozy in Berufungsprozess zu Libyen-Affäre: Frankreichs ehemaliger Präsident Nicolas Sarkozy wehrt sich im Berufungsverfahren um angebliche Wahlkampfgelder aus Libyen gegen seine Verurteilung zu fünf Jahren Haft. In erster Instanz war er wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung schuldig gesprochen worden. In einem einmaligen Vorgang kam der Altpräsident per Haftbefehl mit vorläufiger Vollstreckung der Strafe zwischenzeitlich rund drei Wochen ins Gefängnis, bevor er dieses unter Auflagen wieder verlassen durfte. Der Prozess ist bis zum 3. Juni angesetzt.
Sport
Um 21 Uhr trifft Real Madrid im Champions-League-Viertelfinale auf den FC Bayern. Trainer Arbeloa setzt auf seine Stars - doch ausgerechnet zwischen Vinícius und Mbappé hakt es gewaltig.
Der FC Bayern dagegen reist mit breiter Brust nach Madrid - doch die Erinnerungen an bittere Niederlagen im Bernabéu sind noch frisch. Gelingt diesmal der große Coup gegen Real?
Grafik des Tages
Quelle: ZDF
Trotz Mietpreisbremse müssen Wohnungssuchende in Großstädten heute im Schnitt 43 Prozent mehr zahlen als vor zehn Jahren. In Berlin sind es sogar 69 Prozent mehr - der höchste Zuwachs bundesweit. Demnach stieg die geforderte Kaltmiete dort von 9,02 Euro je Quadratmeter im Jahr 2016 auf 15,25 Euro im vergangenen Jahr. Bei den Steigerungsraten lag Leipzig mit 67 Prozent auf Platz zwei, danach kamen Bremen und Duisburg mit jeweils 46 Prozent plus, Essen und Düsseldorf mit 43 und Hamburg mit 42 Prozent.
Ein Lichtblick
Fast eine Woche nach dem Vorfall mit einem Wolf in Hamburg-Altona war die Zukunft des eingefangenen Wildtiers weiter ungewiss. Nachdem das junge Tier vor einer Woche in eine kleine Einkaufspassage gelaufen und dort eine etwa 60 Jahre alte Frau verletzt hatte, kam es in eine Wildtierauffangstation. Unklar war jedoch, ob der Wolf ausgewildert, in einen Wildpark gebracht oder sogar eingeschläfert werden würde. Jetzt ist klar: Der Wolf ist wieder frei. Es sei aber "eine Auswilderung auf Bewährung", so Umweltsenatorin Katharina Fegebank.
Quelle: dpa
Gesagt
On ne voit bien qu'avec le coeur. L'essentiel est invisible pour les yeux.
Zitat aus "Der kleine Prinz"
"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." - Wer kennt dieses Zitat nicht? Anfang April 1943 erschien die Erstausgabe des weltberühmten Buchs "Der kleine Prinz". Der französische Schriftsteller Saint-Exupéry verfasste das poetisch-philosophische Werk 1942 im Exil in New York. Bis heute ist "Der kleine Prinz" ein riesiger kommerzieller Erfolg.
Weitere Schlagzeilen
- Land-Frontlinien weitgehend unverändert: Ukraine nutzt libysche Häfen für Angriffe auf Schattenflotte
- Experten untersuchen Gesundheit: Kommt heute die Entscheidung für den Buckelwal?
- Klimawandel in den USA: Kirschblüten - Historisches Wahrzeichen unter Klimadruck
Die Nachrichten im Video
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07.04.2026 | 2:04 minWenn Sie unser ZDFheute Update abonnieren möchten, können Sie das hier tun oder in Ihrer ZDFheute-App unter Meine News / Einstellungen / ZDFheute-Update-Abo.
So wird das Wetter heute
Heute gibt es viel Sonne und höchstens im Nordosten und an den Alpen zeitweise auch ein paar harmlose Wolken. Die Temperaturen steigen im Norden und Osten auf 10 bis 15 Grad, sonst auf 15 bis 23 Grad. Den aktuellen Wetterbericht der ZDF-Meteorologen finden Sie hier im Video.
Quelle: ZDF
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