Entlastungsprämie: Mehrheit der Familienunternehmer dagegen

Laut aktueller Umfrage:Mehrheit der Familienunternehmer lehnt Entlastungsprämie ab

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Die Mehrheit der mittelständischen Familienunternehmen will keine Entlastungsprämie zahlen. Verbandspräsidentin Ostermann kritisiert die Bundesregierung scharf.

Mehrere Hunderter und Fünfziger Euro Geldscheine liegen auf einem Tisch.

Hohe Energiekosten und die anhaltende Rezession setzen Familienunternehmen unter Druck. 57 Prozent wollen die steuerfreie Energieprämie nicht zahlen.

Quelle: dpa

Die Mehrheit der mittelständischen Familienunternehmen wird die steuerfreie Entlastungsprämie von bis zu 1000 Euro für ihre Mitarbeiter nicht bezahlen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Verbands der Familienunternehmer hervor, die der "Rheinischen Post" vorlag.

Laut unserer aktuellen Umfrage wollen 57 Prozent der Unternehmer die Prämie nicht zahlen, 31 Prozent nur teilweise, nur zwölf Prozent zahlen sie.

Marie-Christine Ostermann, Präsidentin des Verbands der Familienunternehmer

Auf dem Bild sieht man auf der rechten Seite den Host Mirko Drotschmann. Links im Bild zu sehen ist eine Hand, die Geld auffängt.

Die Regierung verspricht Tankrabatt und Entlastungsprämien gegen steigende Preise: Mirko Drotschmann erklärt, wer profitiert und wer draufzahlt.

23.04.2026 | 10:20 min

Viele Unternehmer könnten die Prämie nach mehreren Jahren Rezession überhaupt nicht stemmen, erklärte Ostermann. Die Bundesregierung spreche von Entlastung, wälze die Kosten aber auf die Unternehmen ab. "Und das in der längsten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg."

Entlastungsprämie bis Juni 2027 zahlbar

Zur Senkung der hohen Energiekosten forderte Ostermann eine komplett technologieoffene Politik, die auch den Bau kleiner Atomkraftwerke ermöglichen könnte. "Es kann nicht sein, dass nach 30 Jahren etwa die Solarwirtschaft immer noch weiter subventioniert wird", sagte sie.

Taeglich neue Rekorde:DIESEL Kraftstoff erreicht historischen Hoechststand am 07.04.2026 an dieser Tankstelle in Muenchen.

Die Senkung der Steuer auf Benzin und Diesel kann zum 1. Mai starten. Bundestag und Bundesrat haben zugestimmt. Für zwei Monate sollen die Spritpreise um 17 Cent pro Liter sinken.

25.04.2026 | 2:13 min

"Wir unterstützen Wirtschaftsministerin Reiche ausdrücklich, diese Subventionitis zu beenden." Der Verband der Familienunternehmer sei auch dafür, das Verbot von Kernkraft zu beenden, erklärte Ostermann.

Der Bundestag hatte im April dafür gestimmt, dass Unternehmen angesichts der gegenwärtigen Energiekrise ihren Beschäftigten eine Prämie von 1000 Euro steuer- und abgabenfrei zahlen können. Dies soll bis zum 30. Juni 2027 möglich sein.

"Günstig Tanken" steht auf einer Anzeigetafel mit den Spritpreisen an einer Tankstelle im Landkreis Alzey-Worms, davor reihen sich Autos aneinander.

Wegen der hohen Kraftstoffpreise soll die Energiesteuer auf Diesel und Benzin sinken. Beschäftigte sollen außerdem von ihren Arbeitgebern eine "Entlastungsprämie" bekommen können.

13.04.2026 | 1:57 min

Hintergrund dieser nach dem ersten Vorschlag verlängerten Frist ist die Kritik vieler Arbeitgeber, die sich in der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Situation kurzfristig nicht in der Lage sehen, die Prämie zu zahlen. Die Maßnahme muss noch vom Bundesrat abgesegnet werden, der am 8. Mai darüber abstimmt.

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Quelle: AFP
Über die Entlastungsprämie berichtete das ZDFheute-Format "xplained" in dem Beitrag "Steigende Preise: Das sind die Pläne der Bundesregierung" am 23.04.2026 um 18:01 Uhr und die ZDFheute Xpress am 07.05.2026 ab 9 Uhr.

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