Mirko Drotschmann zu Entlastungsplänen :Steigende Preise: Das sind die Pläne der Bundesregierung
Die Regierung verspricht Tankrabatt und Entlastungsprämien gegen steigende Preise: Mirko Drotschmann erklärt, wer profitiert und wer draufzahlt.
Der Iran-Krieg sorgt für gestiegene Preise im Supermarkt oder an der Tankstelle. Jetzt wird erstmal mit Tankrabatt und Entlastungsprämie gegengesteuert. Eigentlich ist die Bundesregierung aber auf Sparkurs. Das könnte mehr Arbeit, schlechtere Bedingungen bei Krankmeldungen und höhere Steuern bedeuten. MrWissen2go Mirko Drotschmann erklärt, wie man von den Entlastungen profitieren kann, wie den Einzelnen Sparmaßnahmen betreffen könnten und warum Raucher und Anhänger von Homöopathie demnächst in die Röhre schauen.
Welche Entlastungen gibt es?
Entlastungsprämie: Unternehmen wird erlaubt, eine einmalige steuer- und abgabenfreie Prämie in Höhe von 1.000 Euro an die Mitarbeiter zu zahlen.
Tankrabatt: Die Energiesteuer bei Diesel und Benzin wird für zwei Monate um 17 Cent pro Liter gesenkt. Das soll für diesen Zeitraum die Spritpreise nach unten drücken.
Reform der Einkommensteuer: Kleine und mittlere Einkommen sollen entlastet werden - aber erst ab 2027.
Welche Maßnahmen gibt es noch?
Tabaksteuer: Sie wird früher erhöht als geplant, Zigaretten werden teurer.
Gesetzliche Krankenversicherung: Wird reformiert. Die Mitversicherung von Ehe- oder Lebenspartnern mit geringem Einkommen könnte wegfallen. Außerdem sollen zum Beispiel homöopathische Leistungen nicht mehr von der Kasse übernommen werden.
Welche Maßnahmen könnte es noch geben?
Übergewinnsteuer: Zusatzeinnahmen, die Ölkonzerne derzeit wegen gestiegenen Preise an den Tankstellen machen, könnten damit höher besteuert werden. In der Regierung gibt es unterschiedliche Meinungen dazu.
Mehrwertsteuer: Es wird eine Anhebung von 19 auf 21 Prozent diskutiert.
Mehr Arbeit, weniger Krankmeldungen: Diese Debatte gibt es schon länger. Als konkrete Maßnahmen waren Anfang des Jahres im Gespräch, Teilzeit zu begrenzen, den Acht-Stunden-Tag abzuschaffen oder Krankschreibungen zu erschweren. Aktuell haben Unionspolitiker ins Spiel gebracht, einen Karenztag bei Krankmeldungen einzuführen. Das würde bedeuten, dass der erste Tag einer Krankmeldung nicht mehr bezahlt würde. Außerdem gab es Medienberichten zufolge die Idee, den gesetzlichen Feiertag am 1. Mai abzuschaffen.