Investition von 4,2 Milliarden Dollar:Trump: Audi baut neues Werk in USA
Audi plant sein erstes Werk im US-Bundesstaat Georgia. Das kündigten US-Präsident Trump und Audi-Chef Döllner an. Dem Autobauer zufolge sollen 4.500 Arbeitsplätze entstehen.
Audi hat angekündigt, erstmals ein Werk in den USA zu bauen. In Georgia sollen jährlich 200.000 SUVs produziert werden. US-Präsident Trump wertet die Investition als Erfolg seiner Zollpolitik.
25.10.2026 | 0:28 minDie Volkswagen-Tochter Audi will ihr erstes Werk in den USA bauen. Das kündigten US-Präsident Donald Trump und Audi-Chef Gernot Döllner am Samstag (Ortszeit) bei einer Wahlkampfveranstaltung der Republikaner im südlichen Bundesstaat Georgia an.
Audi habe sich "soeben dazu verpflichtet, 4,2 Milliarden Dollar" (rund 3,6 Milliarden Euro) in den Bau nahe Macon in Georgia zu investieren, sagte Trump, dessen republikanische Partei eineinhalb Wochen vor den Kongresswahlen am 3. November im Umfragetief ist.
Der Bau eines riesigen Werks, das jährlich 200.000 Autos produzieren wird, soll bereits im nächsten Monat beginnen.
Donald Trump, US-Präsident
Audi plant Produktion großer Geländewagen in Georgia
Audi zufolge sollen durch die Investition rund 4.500 Arbeitsplätze entstehen. Anders als Trump sprach der Autobauer von einem Baubeginn im kommenden Jahr, die Produktion solle Anfang der 2030er Jahre anlaufen.
"Wir planen, unsere größten und hochwertigsten SUVs hier in Macon, Georgia, zu produzieren", sagte Audi-Chef Döllner bei der Veranstaltung.
Dies ist eine langfristige Investition, weil wir an den amerikanischen Markt glauben.
Gernot Döllner, Audi-Chef
Der Wandel zur Elektromobilität, der wachsende globale Wettbewerb und die geopolitischen Unsicherheiten machen Herstellern und Zulieferern zu schaffen. Deutsche Autos seien in den USA nicht mehr wettbewerbsfähig, sagt Automobilexperte Prof. Stefan Reindl.
19.01.2026 | 10:32 minIn dem Werk sollen die Modelle Audi Q7, Q8 und Q9 montiert werden, sagte ein US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Zudem plane Audi, jährlich 25.000 Fahrzeuge im benachbarten South Carolina zu bauen.
US-Zölle kosteten Audi 1,2 Milliarden Euro
Audi gehört zum Volkswagen-Konzern, der wie andere deutsche Autobauer in der Krise steckt. Wegen der Belastungen durch US-Zölle, des wegbrechenden Geschäfts in China und der kleineren Gewinnmargen für Elektroautos sollen bei Europas größtem Hersteller bis 2030 weltweit bis zu 100.000 Jobs wegfallen.
Der VW-Aufsichtsrat hat einem Sanierungspaket zugestimmt. Der Konzern will weltweit zehntausende Stellen streichen, zudem stehen vier Werke vor dem Aus und könnten künftig anders genutzt werden.
04.09.2026 | 1:20 minFür den US-Markt importiert Audi bisher alle Fahrzeuge aus Europa oder Mexiko. Die von Trump eingeführten Zölle hatten den Autobauer daher im vergangenen Jahr 1,2 Milliarden Euro gekostet. Der Absatz war in den USA in diesem Jahr um 16 Prozent zurückgegangen.
Mehr zu Audi und Volkswagen
- FAQ
Möglicher Lenk-Defekt:Rückruf bei VW, Audi und Seat: Was Halter wissen sollten
mit Video0:31 Autobauer in der Krise:Worüber VW und IG Metall beim Krisengipfel sprechen
mit Video1:08Sparkurs beim deutschen Autobauer:Volkswagen will laut IG Metall Gehälter bis 2030 einfrieren
mit Video1:31Konzernchef Blume zu Werken:VW-Standorte: "Keine Gespräche mit chinesischen Herstellern"
mit Video0:33