Hapag-Lloyd: Unsicherheit in Politik erschwert Welthandel

Hapag-Lloyd spürt Auswirkungen:Wie politische Krisen den Welthandel verunsichern

von Matthias Nick und Florian Neuhann

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Mit seinen Schiffen ist Hapag-Lloyd auf den Weltmeeren unterwegs - und bekommt zunehmend Auswirkungen von politischen Konflikten zu spüren. Auch für Deutschland gibt es Risiken.

Eine Frau und ein Mann stehen in einem Büroraum. Sie blicken auf einen großen Bildschirm auf dem die Weltkarte gezeigt wird.

Weltweit werden Handelswege riskanter: Klimawandel, politische Konflikte und Angriffe auf See erschweren den Transport. Wie Deutschlands größtes Transportunternehmen Hapag-Lloyd damit umgeht.

20.01.2026 | 3:11 min

Wenn sich jemand mit Handel auskennt, dann die Beschäftigten bei Hapag-Lloyd in Hamburg, Deutschlands größtem Containerlogistiker. Flottenchefin Silke Lehmköster muss schon immer auf Krisen reagieren - auch wenn sie am anderen Ende der Welt passieren.

Angriffe auf Schiffe auf dem Weg zum Suezkanal

Ein Beispiel ist die Region um den Suezkanal. Auf dem Weg dorthin sind auch die Schiffe von Hapag-Lloyd immer wieder unter Beschuss von Huthi-Milizen aus dem Jemen. "Dort werden Schiffe angegriffen, sind mehrere Schiffe mittlerweile versenkt worden", sagt Lehmköster.

Unsere Seeleute haben absolut gar nichts damit zu tun und werden in einen Konflikt reingezogen, mit dem wir nichts zu tun haben wollen.

Silke Lehmköster, Flottenchefin bei Hapag-Lloyd

Die Schiffe müssen einen weiten Umweg nehmen rund um Afrika - das kostet Zeit und Geld.

Hamburger Hafen

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Ein großer Teil des Welthandels verläuft zwischen Asien und Europa. Weitere wichtige Wege sind die Transpazifikroute zwischen Asien und den USA sowie die Verbindung zwischen Europa und der Ostküste Nordamerikas.

Meldungen aus dem Weißen Haus finden Niederschlag im Handel

Im Kontrollraum in Hamburg hat Hapag-Lloyd die mehr als 300 Schiffe der Flotte permanent im Blick. Das Klima ist nicht mehr berechenbar, Konflikte erschweren den Handel und über allem schwebt Unsicherheit bedingt durch US-Präsident Donald Trump und seine Drohungen sowie bereits geschaffene Tatsachen beispielsweise in Venezuela.

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"Je nachdem welche Meldungen aus dem Weißen Haus kommen, sehen wir es mit wenigen Stunden Zeitverzögerung eigentlich in den Buchungen", erklärt Silke Lehmkötter. Darauf müsse sie und ihre Flotte heutzutage viel schneller reagieren, als das noch vor zwei oder auch fünf Jahren war.

Diese Unsicherheit wird vermutlich nicht mehr verschwinden. Der Aufwand für Firmen wie Hapag-Lloyd, die Handelsrouten zu sichern, wird immer größer.

Valerie Haller und Marcus Niehaves im Studio.
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Wie kommt Deutschland wieder raus aus der schwersten wirtschaftlichen Krise seit der Nachkriegszeit? Was ist zu tun, damit die deutsche Wirtschaft die Probleme um Zölle und US-amerikanische Abschottung, um teure Energie und billige Importe aus China bewältigen kann? Antworten auf diese und andere Fragen liefert "WISO: Die lange Nacht der Wirtschaft" am 21. Januar von 00:15 bis 5:30 Uhr im ZDF.


An den Lieferketten hängen Arbeitsplätze

Ganz praktisch können die Konflikte Auswirkungen auf jedes einzelne Amazon- oder Temu-Paket haben. Die Auswirkungen können am Ende aber sogar Arbeitsplätze kosten, erklärt Dr. Laura von Daniels von der Stiftung Wissenschaft und Politik.

"Das sind Risiken, die sich natürlich, wenn sie eintreten, dann sehr schnell sehr negativ auswirken können." Dann komme es mindestens zum zweitweisen Zusammenbruch bestimmter Lieferketten, sagt von Daniels. "Und damit verbunden können dann tatsächlich auch Unternehmen richtig insolvent gehen und daran hängen Arbeitsplätze."

Börsengespräch Zimmermann mit Frank Bethmann

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Alte Gewissheiten der Exportnation Deutschland zerbröseln in diesen Tagen. Nur eine Sache bleibt: zwölf Meter lang, etwas mehr als zwei Meter hoch, das ist der klassische Container, die Standardbox des globalen Handels. Der allergrößte Teil des Welthandels läuft über diese Container. Das wird sich vermutlich nicht ändern. Alles andere schon.

Was zahlt der Bund?
:Warum Deutschland in Häfen investieren muss

Der Hamburger Hafen in drei Worten: riesig, unerlässlich - renovierungsbedürftig. Es geht um atemberaubende Summen und um die Frage: Wer zahlt?
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 Containerschiffe werden am Containerterminal Altenwerder (CTA) der Hamburger Hafen und Logistik AG HHLA beladen. (Archiv)
Über dieses Thema berichtete Volle Kanne am 20.01.2026 ab 09:05 Uhr.
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