Wirtschafts-Konkurrenzkampf befürchtet: Risikobericht des WEF

Globaler Risikobericht des WEF:Weltwirtschaft: Globaler Konkurrenzkampf befürchtet

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Die Welt wird rauer. Vom WEF befragte Experten sehen 2026 Wirtschaftskonflikte an der Spitze der Risiken. Auch Desinformation und gesellschaftliche Spaltung stehen auf der Liste.

Borge Brende, President of the World Economic Forum (WEF), attends a remote pre-meeting press conference for the World Economic Forum annual meeting

Laut dem globalen Risikobericht des Weltwirtschaftsforums werden Handelskriege zur größten Sorge für die Wirtschaft.

14.01.2026 | 1:35 min

Wirtschaftliche Machtkämpfe zwischen Staaten sind das größte globale Risiko für das Jahr 2026. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten "Global Risk Report" des Weltwirtschaftsforums (WEF) hervor, für den mehr als 1.300 Experten weltweit befragt wurden.

WEF fürchtet Wirtschaftskonflikte

WEF-Geschäftsführerin Saadia Zahidi nannte steigende Zölle, Kontrollen ausländischer Investitionen und strengere Angebotsbeschränkungen für Ressourcen wie kritische Mineralien als Beispiele für "geoökonomische Konfrontation".

Diese würden von den Fachleuten dieses Jahr als größtes Risiko eingestuft und lösten bewaffnete Konflikte als größte Sorge weltweit ab. Als nächstgrößere Risiken werden zwischenstaatliche Konflikte, extreme Wetterereignisse, gesellschaftliche Polarisierung sowie Fehl- und Desinformation genannt.

Bremerhaven: Containerschiffe liegen im Hafen (Aufnahme mit einer Drohne).

Trumps Zollpolitik hat auch Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Im November sprachen US-Regierung und EU-Vertreter über die Zollsituation.

24.11.2025 | 1:36 min

Machtkampf um neue Weltordnung

Die Hälfte der Befragten erwarte eine turbulente oder stürmische Welt in den nächsten zwei Jahren, 14 Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr. Weitere 40 Prozent gingen davon aus, dass die Zwei-Jahres-Aussicht zumindest unruhig werde, während nur jeder Zehnte mit Stabilität oder Ruhe rechne.

"Eine neue Wettbewerbsordnung nimmt Gestalt an, während die Großmächte versuchen, ihre Interessensphären zu sichern", sagte Borge Brende, Präsident und CEO des Weltwirtschaftsforums. In dieser sich verändernden Landschaft blieben internationale Zusammenarbeit und der Geist des Dialogs unerlässlich.

Mit großen Sprüngen bricht der Dax zum ersten Mal die Grenze von 25.000 Punkten. Die Gründe dafür analysiert Frank Bethmann.

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07.01.2026 | 1:06 min

Globalisierung infrage gestellt

Zahidi betonte, dass nicht nur ein oder zwei Länder in diese Richtung gehen, sondern ein genereller Trend zu beobachten sei. Unternehmer müssten sich fragen, ob man im Fall einer globalen Krise noch auf globale Zusammenarbeit setzen könne.

Wenn wirtschaftspolitische Instrumente zu Waffen statt Mitteln der Zusammenarbeit werden, stiegen die Risiken.

Seltene Erden

China dominiert den Weltmarkt für seltene Erden und erpresst damit die USA im Handelsstreit. Auch Deutschland gerät unter Druck, warnt ein Rohstoffhändler bei ZDFheute live.

15.10.2025 | 9:48 min

Deutsche Manager besorgt um KI-Folgen

In Deutschland wird in einer separaten Umfrage, die unter Managern in einzelnen Ländern durchgeführt wird, als größtes Risiko "negative Auswirkungen von Technologien der künstlichen Intelligenz" genannt. Vor einem Jahr stand an erster Stelle noch Arbeits- und Fachkräftemangel.

Eine Frau mit Brille blickt auf einen Computerbildschirm.

Die ersten Unternehmen bauen bereits tausende Stellen ab. Doch Experten sehen auch Chancen in Künstlicher Intelligenz. Wie stark bedroht KI tatsächlich unsere Arbeitsplätze?

28.11.2025 | 1:18 min

Der Globale Risikobericht des WEF identifiziert die drängendsten Risiken über kurzfristige, mittlere und langfristige Zeiträume hinweg. Er soll Führungskräften die Voraussicht auf künftige Krisen ermöglichen, um aufkommende Herausforderungen zu bewältigen und kollektives Handeln zu fördern.

Quelle: dpa, kna, reuters
Über dieses Thema berichtete die heute-Sendung am 14.01.2026 ab 19:00 Uhr.

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