Wahlen im Osten: Geht ohne die AfD bald nichts mehr?

Mirko Drotschmann erklärt:Wahlen im Osten: Geht ohne die AfD bald nichts mehr?

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Xplained Folge 32

Die AfD könnte bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern stärkste Kraft werden. Welchen Einfluss die Partei hätte und was das für die Regierungen bedeuten würde.

Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt gewählt, am 20. September in Mecklenburg-Vorpommern. In beiden Bundesländern liegt die AfD in aktuellen Umfragen vorn. Das wirft die Frage auf: Regiert dort bald die AfD? @MrWissen2go Mirko Drotschmann erklärt, was ihr zu den Wahlen wissen müsst.

Wie sehen die derzeitigen Umfragen aus?

In Sachsen-Anhalt sieht eine aktuelle Umfrage die AfD bei 42 Prozent, die CDU nur noch bei 22 Prozent. Die Linke käme auf 13 Prozent, die SPD auf 6 Prozent, das BSW liegt bei 5 Prozent.

In Mecklenburg-Vorpommern wird die AfD laut einer Infratest-dimap-Umfrage mit 36 Prozent stärkste Kraft, gefolgt von der SPD mit 29 Prozent.

Könnte die AfD damit einfach allein regieren?

Nein: Stärkste Kraft zu sein, reicht nicht. Nötig wären entweder eine absolute Mehrheit der Sitze oder ein Koalitionspartner.

In Sachsen-Anhalt hat Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) eine Zusammenarbeit mit der AfD wiederholt ausgeschlossen. Rechnerisch bliebe eine Koalition aus CDU, SPD und Linken - die CDU lehnt eine Zusammenarbeit mit der Linken bislang aber ebenfalls ab.

Und wie sieht es in Mecklenburg-Vorpommern aus?

Hier zeichnet sich trotz AfD an der Spitze ein anderes Bild ab: Eine Koalition aus SPD, Linken und Grünen käme laut Umfragen auf eine Mehrheit. Das wäre die erste Dreiparteien-Koalition in der Geschichte des Bundeslandes unter der derzeitigen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD).

Aber: Bis zur Wahl sind es noch vier Wochen. Umfragen sind nie hundertprozentig genau und vieles kann sich noch ändern.

Quelle: ZDF

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