100. Profisieg für Slowenen:Pogacar feiert Tagessieg - verpasst Gelb knapp
Die vierte Etappe endet mit einem knackigen Finale in Rouen. Genau richtig für Top-Favorit Tadej Pogacar, der einen besonderen Sieg feiert. Das Gelbe Trikot muss aber noch warten.
Karriere-Erfolg Nummer 100 für den großen Tour-Favoriten Tadej Pogacar.
Quelle: dpaTitelverteidiger Tadej Pogacar hat die vierte Etappe der Tour de France gewonnen und seinen 100. Karriere-Erfolg gefeiert. Der slowenische Straßenrad-Weltmeister holte sich nach 174,2 Kilometer von Amiens nach Rouen den Sieg vor Klassiker-Spezialist Mathieu van der Poel, der damit sein Gelbes Trikot erfolgreich verteidigte.
Bei der Tour zu gewinnen, ist unglaublich - im Weltmeistertrikot umso mehr. Dass es dann noch der 100. Sieg ist, ist toll.
Tadej Pogacar
Schlusstempo für Lipowitz zu hoch
Der deutsche Hoffnungsträger Florian Lipowitz und der frühere Tour-Vierte Emanuel Buchmann konnten dem hohen Tempo der Topstars am letzten Anstieg nicht mehr folgen und hatten mit dem Ausgang der Etappe nichts zu tun. Van der Poel liegt in der Gesamtwertung der 112. Frankreich-Rundfahrt zeitgleich mit Pogacar an der Spitze. Dritter ist der zweimalige Toursieger Jonas Vingegaard aus Dänemark, der acht Sekunden zurück liegt.
Nach der weitgehend flachen, aber von schweren Stürzen überschatteten Etappe am Montag fiel der vierte Tour-Tag deutlich anspruchsvoller aus. Vor allem das letzte Rennviertel im Klassikerstil mit fünf Bergwertungen - zwei der dritten und drei der vierten Kategorie - hatte es in sich. Vor dem spektakulären Finale hielten sich die Favoriten auf den Tages- und den Gesamtsieg lange zurück, eine kleine Ausreißergruppe fuhr lange dem Feld voraus.
Mehrere Male krachte es auf der Strecke von Valencienne nach Dünkirchen und einige Rennradfahrer müssen die Tour abbrechen. Phil Bauhaus verpasst nur knapp den Etappensieg und landet auf Rang drei.
08.07.2025 | 1:13 minTopstars beharken sich am Ende
Mehr als überschaubare zweieinhalb Minuten Vorsprung gönnten ihnen die Verfolger aber nicht. Kurz nach dem zweiten Anstieg kam es rund 20 km vor dem Ziel zum Zusammenschluss, danach begann das Spektakel. An den drei verbliebenen Bergen beharkten sich die Topstars nach allen Regeln der Kunst.
Am Mittwoch kommt es beim Einzelzeitfahren über 33 Kilometer in Caen zum nächsten Kräftemessen der Stars. Favorit auf den Tagessieg ist der belgische Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel.
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