Warum für DFB-Kapitän Kimmich die WM 2026 doppelt wichtig ist

Testspiele gegen Schweiz und Ghana:Warum für Kimmich die WM doppelt wichtig ist

von Frank Hellmann

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Der WM-Titel ist für jeden Fußballer das Größte. Bei Joshua Kimmich kommt noch ein besonderer Aspekt hinzu. Doch zunächst geht der Blick auf die Tests gegen die Schweiz und Ghana.

Joshua Kimmich allein auf dem Platz beim Training in Wolfsburg

Joshua Kimmich: 31 Jahre alt, 106 Länderspiele, aber noch kein Titel mit der Nationalmannschaft.

Quelle: Witters | Tim Groothuis

Joshua Kimmich macht keinen Hehl daraus, dass es ihm auf dem Gelände des Ausrüsters der deutschen Nationalmannschaft in Herzogenaurach gut gefällt. Aus ihren Wohneinheiten können die Spieler ganz bequem auf den Trainingsplatz spazieren. Und wenn dann noch herrliches Frühlingswetter herrscht, hebt das in der fränkischen Wohlfühloase die Laune.

Lennart Karl

Sechs Spieler stellt der FC Bayern im Aufgebot der Nationalmannschaft. Die Achse des Rekordmeisters könnte ein zentraler Faktor werden - auch in den Testspielen gegen die Schweiz und Ghana.

24.03.2026 | 1:29 min

"Wir kommen in eine Phase der Saison, wo es wichtig ist, gesund und fit zu sein", stellte der Kapitän am Dienstag bei der Pressekonferenz klar. Bundestrainer Julian Nagelsmann verspricht sich von den Testspielen gegen die Schweiz in Basel (Freitag, 20:45 Uhr / RTL) und dann gegen Ghana in Stuttgart (Montag, 20:45 Uhr / ARD) wichtige Fingerzeige für den WM-Kader.

Kimmichs Wunsch: Zwei gute Spiele mit positiven Ergebnissen

Sein Kapitän argumentierte naturgemäß in einem ähnlichen Duktus. Mit dem Doppelpack wolle man noch "näher zusammenrücken, noch mehr zusammenwachsen".

Man erwartet, dass sich jeder mit 100 Prozent reinwirft. Jeder sollte das als Chance für sich nutzen.

Joshua Kimmich, Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft

Der durch Keeper Jonas Urbig und Youngster Lennart Karl erweiterte Block vom FC Bayern soll gar nicht auf die Idee kommen, den Champions-League-Kracher gegen Real Madrid (7. und 15. April) im Hinterkopf zu haben. Kimmich empfahl allen, dass "wir jetzt zwei gute Spiele mit positiven Ergebnissen hinlegen".

Blaupause müsse die Herangehensweise aus dem letzten WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei (6:0) im November sein, denn das sei von der Bereitschaft am Optimum gewesen, so Kimmich. Schließlich kann diese Mannschaft gar nicht genug Selbstvertrauen für eine logistisch, klimatisch und sportpolitisch herausfordernde XXL-WM mit dem umstrittenen Hauptgastgeber USA sammeln.

Nick Woltemade, Nico Schlotterbeck, Florian Wirtz und Serge Gnabry feiern das 4:0. gegen Slowakei Jubeltraube.

Deutschland ist bei der WM 2026 dabei. Die DFB-Elf gewinnt das entscheidende Spiel gegen die Slowakei. Die Highlights der Partie mit Originalkommentar von Oliver Schmidt.

19.11.2025 | 8:17 min

Kimmichs Titeltraum

Dort möchte die Generation Kimmich endlich mal einen Titel holen - den ersten nach 2014. Der Traum lebt noch, auch wenn zwei Vorrundenblamagen bei den WM-Turnieren 2018 und 2022 Demut gelehrt haben. "Wir zählen nicht zu den Topfavoriten, weil wir in den vergangenen Turnieren nicht abgeliefert haben", sagte Kimmich:

Aber wenn es losgeht, interessiert niemanden mehr, was vor vier oder acht Jahren war.

Kapitän Joshua Kimmich

Da möchte einer diesen Sommer vor allem mit der eigenen Vergangenheit aufräumen. Unvergessen, wie Kimmich in Katar unter Tränen vom "schwierigsten Tag" der Karriere sprach: "Das ist für mich persönlich nicht so einfach zu verkraften. Wenn ich persönlich dann mit dem Misserfolg in Verbindung gebracht werde, ist das nichts, wofür man stehen möchte", klagte er vor vier Jahren in Doha.

Kimmich: Bitte nicht der Unvollendete werden

Und weil auch die Heim-EM 2024 nur Applaus, aber keine Trophäe brachte, steht diese Endrunde für Kimmich unter einem besonderen Stern: Allzu viele Chancen kommen für den 31 Jahre alten 106-fachen Nationalspieler nicht mehr. Als Unvollendeter will er sicher nicht in die DFB-Annalen eingehen.

Joshua Kimmich wird von Julian Nagelsmann nach dem Viertelfinale der EM 2024 getröstet

Ganz bitter, das Aus im Viertelfinale der EM 2024: Joshua Kimmich wird von Julian Nagelsmann getröstet.

Quelle: dpa

Mit der Binde ist die Verantwortung gewachsen: "Ich habe eine andere Rolle als vor vier und acht Jahren." Und mit seiner Erfahrung und seinem Ehrgeiz rief er aus: "Auch der beste Kader der Welt hat keine Garantie, Titel zu gewinnen. 2018 hatten wir mit dem besten Kader der Welt, und wir wissen, wohin es uns geführt hat. Es ist nicht wichtig, den besten Kader der Welt zu haben - sondern das beste Team der Welt."

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Kimmich bleibt im DFB-Team vorerst auf Rechts

Es bleibt dabei, dass Kimmich in der schwarz-rot-goldenen Gemeinschaft weiterhin den Rechtsverteidiger gibt. Auch wenn die Planspiele im zentralen Mittelfeld durch die Ausfälle von Aleksandar Pavlovic (FC Bayern) und Felix Nmecha (Borussia Dortmund) schon wieder Makulatur sind, überdies nun auch Jamie Leweling (VfB Stuttgart) abgereist ist, verneinte er eine Versetzung in die Zentrale.

Die Nationalelf habe zudem eine etwas andere Grundordnung als der FC Bayern. Und was er dazu noch sagen wollte: "Egal ob ich auf der Sechs oder rechts hinten spiele, bin ich überzeugt, dass ich meine Stärken einbringen kann."

Das BC Place Stadium in Vancouver.
Das WM-Stadion in Vancouver von innen.
Das BMO Field Stadium in Toronto.
Das Aztekenstadion in Mexiko-Stadt bei einem Länderspiel von Mexiko.
Das WM-Stadion Estadio BBVA Bancomer in Monterrey.
Das WM-Stadion Estadio Akron in Guadalajara.
Das MetLife Stadium in New Jersey.
Das WM-Stadion AT&T Stadium in Dallas.
Das Arrowhead Stadium in Kansas City.
Das NRG Stadium in Houston.
Das Mercedes-Benz Stadium in Atlanta.
Das SoFi Stadium in Los Angeles.
Das Lincoln Financial Field Stadium in Philadelphia.
Das Lumen Field Stadium in Seattle.
Das Levi's Stadium in Santa-Clara.
Das Gilette Stadium in Foxborough.
Das Hard Rock Stadium in Miami.

Das sind die Stadien der Fußball-WM 2026

Insgesamt haben die 16 Stadien, in denen die Spiele der Fußball-WM 2026 ausgetragen werden, eine Kapazität von 1.067.644 Plätzen. Hier: Das BC Place Stadium in Vancouver, Kanada.

Quelle: IMAGO / agefotostock

Über das Thema berichtete das ZDF im Mittagsmagazin am 24.03.2026 um 13.32 Uhr.

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