Stars, Termine und Orte: Was Sie zur Hockey-WM wissen müssen

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Stars, Termine und Orte:Was Sie zur Hockey-WM wissen müssen

von Mareile Scheidemann

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Am Freitag beginnt in Belgien und den Niederlanden die Hockey-WM. Sowohl Frauen, als auch Männer spielen um den Titel. Außerdem findet zum ersten Mal eine Para-Hockey-WM statt.

Hockey

Die Hockey-WM der Frauen und Männer findet 2026 in Belgien und den Niederlanden statt.

Quelle: ZDF

Erst zum dritten Mal in der Geschichte werden die Hockey-Weltmeisterschaften der Frauen und Männer gleichzeitig an denselben Austragungsorten ausgespielt (15. bis 30. August). Das ZDF berichtet auf sportstudio.de und den heute-Nachrichten-Sendungen regelmäßig über die Titelkämpfe.

Beide deutsche Teams - die Danas (Frauen) und Honamas (Männer) - haben Erfolge vorzuweisen, aber auch Kaderumbrüche hinter sich. Die Ambitionen sind trotzdem groß.

Linnea Weidemann und Lisa Nolte

Die Feldhockey-Frauen und -Männer hoffen bei der WM, die am Samstag in Belgien und den Niederlanden startet, auf Medaillen. Bei den Frauen um Kapitänin Lisa Nolte läuft der letzte Feinschliff.

12.08.2026 | 1:58 min

Wo wird bei der Hockey-WM gespielt?

Gespielt wird in der neuen Belfius Hockey Arena in Wavre (Belgien) und im traditionsreichen Wagener Stadium in Amstelveen (Niederlande).

Beide Stadien fassen rund 10.000 Sitzplätze. Vor allem die Niederlande gelten als hockey-verrücktes Land, der Andrang dürfte also groß werden.

Wie funktioniert der Turniermodus der WM?

An der WM nehmen jeweils 16 Männer- und 16 Frauen-Teams teil. In der Vorrunde spielen vier Gruppen mit je vier Mannschaften. Die jeweils besten zwei Teams ziehen in eine zweite Gruppenphase ein - ein neues Format, das die klassischen Viertelfinals ersetzt.

Die besten zwei Teams dieser Zwischenrunde erreichen das Halbfinale, anschließend folgen Spiel um Platz drei und Finale. Dadurch bestreitet jede Mannschaft mindestens fünf Partien.

Wann spielen die deutschen Teams?

Die Danas treffen in der Gruppenphase auf Schottland (15. August, 11.30 Uhr), Argentinien (17. August, 17 Uhr) und die USA (19.August, 14 Uhr). Das deutsche Team bestreitet alle Gruppenspiele im neu gebauten Belfius Hockey Stadium im belgischen Wavre, ein Standortwechsel in das niederländische Amstelveen ist zur K.o.-Phase möglich.

Auch die Honamas spielen zunächst in Belgien und könnten zur K.o.-Phase in die Niederlande wechseln. In der Gruppenphase geht es zunächst gegen Malaysia (15. August, 14.30 Uhr), Gastgeber Belgien (17.August, 20.30 Uhr) und Frankreich (19. August, 17 Uhr).

Wie stehen die Chancen der deutschen Teams?

Die Danas sind aktuell Vize-Europameisterinnen. Bei der Heim-EM 2025 verloren sie das Finale gegen die Niederlande. Und sie kommen mit Rückenwind: In der FIH Pro League, einem internationalen Wettbewerb, gewannen sie sieben der letzten acht Spiele.

Bei der WM treten sie mit einem jungen Team an: Mit 13 WM-Debütantinnen und vier Spielerinnen, die noch kein großes Turnier für den deutschen A-Kader gespielt haben.

Die Honamas reisen als amtierender Welt- und Europameister an und gehören damit automatisch zum engsten Favoritenkreis. Mit 14 Spielern, die schon Titel für die A-Nationalmannschaft gewonnen haben ist reichlich Turnier-Erfahrung vorhanden. Auch junge Talente sind mit dabei. Bundestrainer André Henning: "An guten Tagen können wir alle schlagen."

Tom Grambusch - Aktion bei der Hockey-WM 2023

Kapitän der Honamas: Tom Grambusch (Archivbild)

Quelle: epa

Wer sind die Schlüssel-Spieler und -Spielerinnen?

Nachdem Mats Grambusch nach der EM 2025 seine Karriere beendet hat, ist nun sein Bruder Tom Grambusch Kapitän der deutschen Mannschaft. Der 31-Jährige Abwehrspieler vom Kölner THC bestritt schon mehr als 150 Länderspiele für den A-Kader.

Wichtigen Rückhalt hat das Team bei Torhüter Jean Danneberg. Bei der EM 2025 wurde er im Finale zum Player of the Match gewählt und erhielt im gleichen Jahr die Auszeichnung zum Welttorhüter.

Im Frauen-Team überzeugt Lena Micheel mit Schnelligkeit, Kontrolle und spielentscheidenden Pässen. Mit 145 Länderspielen ist die gebürtige Berlinerin die erfahrenste Spielerin des Kaders.

Lisa Nolte und Linnea Weidemann bestreiten das Turnier als Co-Kapitäninnen. Lisa Nolte ist in dieser Saison mit dem Düsseldorfer HC Deutsche Meisterin geworden, Linnea Weidemann übernimmt mit nur 22 Jahren früh Verantwortung im deutschen Team.

Archiv: Deutschlands Lena Micheel (r) und Irlands Ellen Curran kämpfen um den Ball.

Lena Micheel (re.) zählt bei den Danas zu den Hoffnungsträgerinnen.

Quelle: dpa

Wer zählt zu den Titelfavoriten?

Zu den Topfavoriten bei den Herren zählen Deutschland, Olympiasieger Niederlande, Gastgeber Belgien (Sieger der diesjährigen Pro League) und Australien.

Bei den Frauen sind die Niederlande klare Favoritinnen: Sie gewannen vier der vergangenen fünf olympischen Turniere, vier der vergangenen fünf Weltmeisterschaften und vier von vier Europameisterschaften.

Zurzeit haben sie alle drei Titel inne. Dahinter zählen Argentinien, Belgien, Australien und Deutschland zum erweiterten Favoritenkreis.

Die erste Para-Hockey WM

Zum ersten Mal findet eine Para-Hockey-Weltmeisterschaft statt. Vom 20. bis 24. August treten 16 Mannschaften an. Bei der ersten Weltmeisterschaft im Hockey für Menschen mit geistiger Behinderung tritt auch das Special Hockey Team Germany an.

Deutschland geht als Europameister der zweiten Leistungsklasse in das WM-Turnier und trifft in der Gruppenphase am 20. August auf Belgien auf Sambia (11:15 Uhr) und Pakistan (16:15 Uhr), auf Frankreich (21. August., 10 Uhr) sowie auf die USA (um 15 Uhr) und an den darauffolgenden Tagen auf Belgien (22. August um 10 Uhr) und Irland (16:15 Uhr) sowie am 23. August auf Italien (11:15 Uhr).

Das deutsche Team bestreitet alle Gruppenspiele beim Hockey Club Louvain La Neuve in der Nähe von Brüssel. Ein Standortwechsel in das niederländische Amstelveen ist zu den Platzierungsspielen möglich. Gespielt wird mit sechs Feldspielern plus Torhüter.

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Quelle: Reuters

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Über die Hockey-WM berichtete ZDFsportstudio in dem Beitrag "Lisa Nolte: "Teamgeist wird uns tragen" am 13.08.2026.
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