Bayern: Gegen PSG bis an die Grenze gehen - und darüber hinaus

Champions League: Rückspiel gegen PSG:Bayern: Bis an die Grenze gehen - und darüber hinaus

von Maik Rosner

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Im Rückspiel gegen PSG setzen die Bayern auf noch mehr Konsequenz, um ins Finale der Champions League einzuziehen. Worauf es im zweiten Spektakel ankommen dürfte - und auf wen.

Halbfinal-Hinspiel, Paris St. Germain - FC Bayern München: Chwitscha Kwarazchelia (aka Khvicha Kvaratskhelia) und Dayot Upamecano im Zweikampf

Näher ran an den Mann wollen die Bayern. Dayot Upamecano (rechts) hat es in dieser Szene des Hinspiels gegen Chwitscha Kwarazchelia schon gut hingekriegt.

Quelle: Imago / Anadolu Agency / Mustafa Yalcin

Die vielen Meinungen von Experten und Fans erinnern an große Turniere der Nationalelf - nur dass es nun nicht Millionen Bundestrainer gibt, sondern Millionen Bayerntrainer. Der echte Coach der Münchner, Vincent Kompany, weiß vor dem Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen Paris Saint-Germain, dass am Mittwoch jedes Detail zählt (Mittwoch, 21 Uhr / Zusammenfassung im ZDF ab 23.10 Uhr).

Kompanys Wunsch: Bloß keine leeren Plätze

Deshalb appellierte er direkt nach der 4:5-Niederlage im Hinspiel an die Anhänger des FC Bayern. Seine "einzige Bitte" sei: Wenn sich ein Karteninhaber am Tag des Rückspiels nicht wohlfühlen sollte, möge er seine Karte weitergeben "an die allerfittesten Leute", sagte Kompany. Denn man brauche in der Münchner Arena die größtmögliche Wucht.

Das gilt sportlich genauso. Auch seine Spieler sollen noch mehr Wucht entwickeln als im furiosen Hinspiel. Veränderungen soll es geben, aber nicht beim Ansatz, sondern bei der Intensität.

Noch konsequenter wollen die Münchner ihr Spiel durchziehen, fordert Sportvorstand Max Eberl:

Wir müssen im Rückspiel die Situationen, die wir vorne haben, und davon haben wir viele, viele, viele, die müssen wir sauberer zum Abschluss bringen.

Bayern-Sportvorstand Max Eberl

Was man laut Neuer und Kimmich verbessern muss

"Feinheiten muss man verbessern", sagt Torwart Manuel Neuer und empfiehlt, noch aggressiver zu stören, um noch mehr Duelle zu gewinnen. Also noch enger draufgehen, den Gegenspielern noch weniger Zeit geben, Bälle noch schneller erobern und in den eigenen Aktionen, von denen man möglichst noch mehr haben möchte, noch präziser und noch zügiger nach vorne spielen.

"Klar müssen wir ein paar Dinge anpassen und verbessern. Gerade wenn wir so hoch stehen, dann müssen wir schon schauen, dass der Gegner nicht so viele offene Füße hat", sagte Mittelfeldchef Joshua Kimmich:

Wenn wir voll drauf waren, Kontakt zum Gegenspieler aufgenommen haben, dann war es oftmals so, dass wir sehr interessante Ballgewinne hatten.

Joshua Kimmichs Rückblick aufs Hinspiel

Bayern wollen an die Grenze des Menschenmöglichen

Die Bayern wollen in allen Bereichen des Spiels an die Grenze des Menschenmöglichen gehen, vielleicht sogar darüber hinaus, physisch und mental. Rhythmuswechsel mit einer auch mal dosierten Herangehensweise sind nicht vorgesehen.

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"Einen Mittelweg gibt es nicht", sagte Kompany, "entweder man ändert alles oder man geht noch mehr in die Richtung, was man schon gemacht hat". Letzteres ist sein Auftrag.

"Wir können mehr Tore schießen und wir können zu Null spielen", sagte er mit einem Lachen in dem Bewusstsein, dass das ein sehr ambitioniertes Vorhaben ist gegen die pfeilschnelle und ähnlich angriffslustige Pariser Offensive von Luis Enrique.

Schlüsselfiguren Olise und Díaz

Besonders wichtig dürften wieder die Außen werden, also die Münchner Flügel Michael Olise und Luis Díaz sowie die Außenverteidiger, bei denen Kompany die Wahl hat zwischen Alphonso Davies, Konrad Laimer und Josip Stanisic.

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Geballte Offensivkraft bei PSG

Eine große Bedeutung kommt aus Münchner Sicht der Aufgabe zu, die Doppeltorschützen aus dem Hinspiel, Ousmane Dembélé und Chwitscha Kwarazchelia, so gut es geht auszubremsen.

Dayot Upamecano wird sich um seinen früheren Mitschüler Dembélé kümmern und Stanisic oder Laimer um den extrem flinken und ballsicheren Linksaußen Kwarazchelia.

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Paris Saint-Germains Stürmer Chwitscha Kwarazchelia (aka Khvicha Kvaratskhelia) zeigt mit den Fingern der rechten Hand an, dass er im Spiel gegen Bayern zwei Tore geschossen hat.

Kann Kane das Topspiel prägen?

Vorne wäre es für die Bayern zudem von großem Wert, wenn Harry Kane manche Kritiker widerlegen könnte. Diese sagen ihm nach, zu selten Topspiele zu prägen.

Im Hinspiel zeigte der Stürmer eine gute Leistung. Zugleich fiel sein Tempodefizit auf. Aber vielleicht hilft auch ihm die Wucht des Publikums beim Showdown des Spektakels.

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