"Feindseliger Akt":Spionageverdacht: Berlin weist russischen Diplomaten aus
Nach der Festnahme einer mutmaßlichen russischen Spionin weist Deutschland ein Mitglied der russischen Botschaft aus. Der Betreffende wurde zur "Persona non grata" erklärt.
In Berlin wurde eine mutmaßliche Russland-Spionin festgenommen. Sie soll Informationen zu Rüstungsstandorten und Drohnenlieferungen für den Krieg in der Ukraine weitergegeben haben.
21.01.2026 | 0:35 minDeutschland weist im Zusammenhang mit der Festnahme einer mutmaßlichen Spionin für Russland ein Mitglied der russischen Botschaft in Berlin aus. Das teilte Außenminister Johann Wadephul (CDU) am Rande eines Besuches in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba mit.
Das Auswärtige Amt habe den russischen Botschafter einbestellt und die betreffende Person an der russischen Botschaft mit sofortiger Wirkung zur "Persona non grata" - zur unerwünschten Person - erklärt.
Die förmliche Einbestellung eines Botschafters gilt als scharfes diplomatisches Mittel, mit dem die Regierung des Gastlandes eine deutliche Verstimmung signalisiert
X-Post des Auswärtigen Amts
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Auswärtiges Amt: Spionage wird nicht toleriert
Nach Informationen des "Spiegel" handelt es sich bei dem Ausgewiesenen um den Führungsoffizier der mutmaßlichen Spionin, den stellvertretenden Militärattaché der Botschaft. Die Deutsch-Ukrainerin soll ihre gesammelten Informationen zum Ukraine-Krieg an ihren Kontaktmann in der russischen Botschaft weitergegeben haben.
Spionage in Deutschland toleriert die Bundesregierung nicht - erst recht nicht unter dem Deckmantel des Diplomatenstatus.
Auswärtiges Amt
Die Bundesregierung wirft Russland hybride Angriffe auf Deutschland vor. Es geht um Cyberangriffe, Spionage, Sabotage und Wahlkampf-Einmischung.
13.12.2025 | 2:49 minMutmaßliche Spionin in U-Haft
Ilona W. wird nach Angaben der Bundesanwaltschaft vorgeworfen, für einen Geheimdienst einer fremden Macht tätig gewesen zu sein. Sie ist in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft setzte ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs den Haftbefehl gegen die Frau in Vollzug.
W. soll spätestens seit November 2023 geheimdienstliche Kontakte in die russische Botschaft in Berlin unterhalten haben. Zwei frühere Mitarbeiter der Bundeswehr stehen im Verdacht, ihr dienstliche Informationen gegeben zu haben.
Die deutsche Wirtschaft ist vermehrt Spionage und Sabotage ausgesetzt. Ermittler vermuten Russland dahinter. frontal inside blickt hinter die Kulissen.
26.11.2025 | 5:27 minWadephul spricht von "feindseligem Akt"
Außenminister Wadephul teilte mit, man habe gegenüber dem russischen Botschafter "klargemacht, dass das ein feindseliger Akt ist und dass geheimdienstliche Tätigkeiten in unserem Land völlig inakzeptabel sind". Das deutsche Vorgehen zeige:
Wir beobachten sehr genau, was Russland macht, und wir gehen dagegen vor. Russlands aggressives Handeln hat Konsequenzen.
Johann Wadephul (CDU), Außenminister
Deutschlands Sicherheit – neue Gefahren von außen und innen? Das Thema bei "maybrit illner" am 16.10.2025.
16.10.2025 | 60:43 minDie mutmaßliche Spionin soll sich unter anderem zu Standorten der Rüstungsindustrie und geplanten Drohnenlieferungen an die Ukraine erkundigt haben. Dabei habe sie sich auch an ehemalige Mitarbeiter aus dem Bereich des Verteidigungsministeriums gewandt, die sie persönlich kannte.