"Neue Frische ins Amt gebracht":CDU-Generalsekretär verteidigt Klöckner
Vor seinem Abschied aus dem Bundestag hat der frühere Vizekanzler Habeck die Bundestagspräsidentin kritisiert. Nun bekommt Klöckner Unterstützung von CDU-Generalsekretär Linnemann.
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann nimmt Bundestagspräsidentin Julia Klöckner in Schutz.
Quelle: ddpCDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) gegen Kritik verteidigt. "Sie macht das sehr gut. Julia Klöckner hat eine neue Frische ins Amt gebracht. Sie hat eine klare Haltung", sagte Linnemann den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Den Vorwurf des früheren Vizekanzlers Robert Habeck (Grüne), Klöckner habe stets nur gespalten statt zusammengeführt, wies Linnemann zurück - und übte seinerseits Kritik an Habeck, der in Kürze aus dem Bundestag ausscheidet.
Die Personalie Klöckner hatte bereits zu ihrer Ernennung für Diskussionen gesorgt.
25.03.2025 | 1:15 minLinnemann sagte: "Ich würde einen solchen Abschied nicht wählen, ich würde nicht nachtreten", so der CDU-Generalsekretär. Politik sei ein harter Job.
Ich würde meinen Kollegen zum Abschied viel Erfolg wünschen und ihnen die Daumen drücken, dass sie das Land nach vorne bringen.
Carsten Linnemann, CDU-Generalsekretär
Habeck kritisiert Klöckner und Söder
Habeck hatte seine Ankündigung zum Rückzug aus dem Bundestag mit scharfer Kritik an Klöckner, aber auch an CSU-Chef Markus Söder verbunden. Der Bundestagspräsidentin warf er in einem Interview der "taz" vor, ihr Amt nicht überparteilich auszuüben:
Sie hat immer nur polarisiert, polemisiert und gespalten.
Robert Habeck, Ex-Vizekanzler
Julia Klöckner falle es schwer, die "Achtung vor dem Parlament in der Öffentlichkeit zu verteidigen", sagte Habeck bei "Markus Lanz". In den letzten 100 Tagen gebe es eine Debatte über Klöckners Amtsausübung, die das Amt der Bundestagspräsidentin beschädige.
Der frühere Vizekanzler Robert Habeck gibt zum 1. September sein Mandat im Bundestag ab. Der Grünen-Politiker will im kommenden Jahr ins Ausland gehen, sagte er der "taz".
25.08.2025 | 0:18 minKlöckner verteidigt Kritik an ihr
Klöckner hat den Vorwurf einer parteilichen Amtsführung zurückgewiesen. Der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte sie am Mittwoch: "Meinungsfreiheit umfasst nicht nur die eigene."
Dabei bestritt sie ebenfalls den Vorwurf, auf einer Veranstaltung der Koblenzer CDU einen "direkten Vergleich" zwischen den Arbeitsmethoden der Zeitung "taz" und des Portals "Nius" gezogen zu haben. Nach der Veranstaltung war sie mit einem solchen zitiert worden.
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