Landtagswahl in Rheinland-Pfalz:Stärkste Kraft bei 18- bis 44-Jährigen: Wo die AfD punktet
von Kathrin Wolff
Wären in Rheinland-Pfalz nur 18- bis 44-Jährige an die Urne gegangen, hätte die AfD die Wahl gewonnen. Bei wem die Partei gepunktet hat - ein Überblick in Grafiken.
Die Bundesparteien arbeiten heute in Berlin ihre Ergebnisse der Wahl in Rheinland-Pfalz auf.
23.03.2026 | 2:39 min21 Prozent der 18- bis 29-Jährigen haben in Rheinland-Pfalz die AfD gewählt. Damit ist sie stärkste Partei in der jungen Altersgruppe vor SPD und Linken.
Noch mehr Zustimmung bekam sie von den 30- bis 44-Jährigen: In dieser Altersgruppe wählten 25 Prozent die AfD, die CDU folgt auf Platz zwei.
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Nur bei den Älteren ab 60 schnitt die AfD mit 13 Prozent deutlich schwächer ab. Nach dem vorläufigen Ergebnis kommt sie in allen Altersgruppen zusammen auf 19,5 Prozent.
Mehr Männer als Frauen wählen AfD
Laut Forschungsgruppe Wahlen stimmten außerdem deutlich mehr Männer als Frauen für die AfD.
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Dieser Trend zeigt sich in allen Altersgruppen. Am höchsten ist der AfD-Wähleranteil mit 29 Prozent bei den 30- bis 44-jährigen Männern, gefolgt von 27 Prozent bei den Männern zwischen 45 und 59.
Arbeiter wechseln von der SPD zur AfD
Außerdem ist die AfD in der Arbeiterschaft mit 29 Prozent stärkste Partei. Vor fünf Jahren lag hier die SPD mit 41 Prozent noch klar vorn.
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"Der Erfolg der AfD basiert wie auch anderswo auf einem Mix aus Protest, Unzufriedenheit und Überzeugung", analysiert die Forschungsgruppe Wahlen. "Häufig begleitet vom Gefühl der Benachteiligung und ökonomischen Abstiegsängsten werden Politik und Regierende in Bund und Land im AfD-Lager extrem kritisch gesehen. Die AfD ist hingegen für 95 Prozent ihrer Anhänger 'die einzige Partei, die die wichtigen Probleme beim Namen nennt'."
Für größere Reformen gebe es kaum Mehrheiten in der Bevölkerung, so Politikwissenschaftlerin Reuschenbach. Es sei unwahrscheinlich, dass "eine Art Befreiungsschlag durchs Land" geht.
23.03.2026 | 9:27 minAfD könnte bei Landtagswahlen im Osten stärkste Kraft werden
Die AfD hat ihr Ergebnis in Rheinland-Pfalz mehr als verdoppelt und so gut abgeschnitten wie in keinem westdeutschen Bundesland zuvor. Dass sie die Wahl nicht gewonnen hat, liegt an den älteren Wählerinnen und Wählern.
Bei zwei Landtagswahlen in ostdeutschen Bundesländern im Herbst könnte sie dagegen auch insgesamt vorn liegen. In Mecklenburg-Vorpommern sahen Umfragen die AfD zuletzt bei 34 bis 35 Prozent. Und in Sachsen-Anhalt gaben in den vergangenen Monaten 39 Prozent an, AfD wählen zu wollen. Die CDU folgt in den Umfragen mit 26 bis 27 Prozent auf Platz zwei.
In Mecklenburg-Vorpommern gehe es bei der Wahl um SPD gegen AfD, sagt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.
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