KI: Merz fordert mehr Tempo bei Nutzung digitaler Technologien

Digitalgipfel der Bundesregierung:Merz will mehr Tempo im KI-Wettbewerb

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Kann Deutschland im KI-Wettbewerb im Rennen bleiben? Eine Taskforce der Bundesregierung warnt davor, den Anschluss zu verlieren. Kanzler Merz fordert mehr Tempo.

Bundeskanzler Friedrich Merz und Digitalisierungsminister Karsten Wildberger (beide CDU) reichen beim Digitalgipfel 2026 der Bundesregierung mit dem Schwerpunkt KI einem Roboter von Neura Robotics die Hand.

Zum Auftakt des Gipfels mahnte bereits Bundesdigitalminister Wildberger mehr Tempo bei der KI-Entwicklung an. Gleichzeitig warnte er vor den Gefahren durch Missbrauch von KI.

02.11.2026 | 1:31 min

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat im internationalen KI-Wettbewerb für mehr Geschwindigkeit in Deutschland und Europa geworben. "Wir können und ich finde, wir müssen in Deutschland und in Europa viel schneller und besser darin werden, digitale Technologien zu entwickeln und sie auch wirklich zu nutzen", sagte Merz beim Digitalgipfel der Bundesregierung in Berlin.

Wir müssen, wir wollen Spitzenreiter werden.

Friedrich Merz, Bundeskanzler

Merz schränkte ein, es gehe darum, den Wandel im Sinne hiesiger Werte zu gestalten. Im Zentrum stehe der Mensch, nicht die Technologie. Man sei mitten in einem epochalen Wandel. Die zentrale Frage sei, wer die Regeln setze.

Digitalgipfel der Bundesregierung - Schwerpunkt KI

Wie lassen sich Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit von Künstlicher Intelligenz in Einklang bringen? Diese Frage steht unter anderem im Mittelpunkt des Digitalgipfels 2026 in Berlin.

02.11.2026 | 2:19 min

KI-Taskforce warnt in Abschlussbericht

Bei der zweitägigen Konferenz beraten Regierungsvertreter, Experten und Tech-Unternehmer aus verschiedenen Ländern über Chancen, Risiken und Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz. Nach Erwartung der Bundesregierung werden die nächsten eineinhalb Jahre darüber entscheiden, ob Deutschland im internationalen KI-Wettbewerb den Anschluss hält.

Deutschland drohe "trotz einer starken Ausgangsposition insbesondere in der Forschung" in eine Situation zu geraten, in der sich der Abstand zu den führenden KI-Standorten USA und China stetig vergrößere, heißt es im Abschlussbericht der KI-Taskforce der Regierung, der beim Digitalgipfel vorgelegt wurde.

Das Zeitfenster, um diesen Abstand zu verringern, schließt sich bald.

KI-Taskforce der Bundesregierung

Die nächsten 12 bis 18 Monate seien für die Weichenstellung entscheidend.

Digitalgipfel der Bundesregierung

Die Bundesregierung lädt ein zum Digitalgipfel in Berlin. Im Fokus steht erneut die Künstliche Intelligenz und die Frage, wie Deutschland in Sachen KI eine führende Rolle einnehmen kann.

02.11.2026 | 1:47 min

Kann Deutschland bis 2030 "KI-Nation" werden?

Die KI-Taskforce unter Leitung des Digitalministeriums war im Sommer vom Nationalen Sicherheitsrat der Bundesregierung eingesetzt worden. Ihr Papier gibt als Ziel aus, Deutschland bis 2030 zur "KI-Nation" zu machen, zahlreiche Zielvorgaben werden gemacht, damit Deutschland vorn mitspielen kann.

So sollen bis 2030 mindestens 80 Prozent der Großunternehmen und 55 Prozent der kleineren und mittleren Unternehmen KI einsetzen, die Zahl der KI-Startups soll sich verdreifachen, der Anteil der Wirtschaftsleistung, der KI-basiert erwirtschaftet wird, soll mehr als 10 Prozent betragen, 90 Prozent der Bundesbehörden sollen bis dahin mindestens eine KI-Anwendung zur Bearbeitung von Kernaufgaben nutzen.

Humanoide Roboter und industrielle KI werden wichtiger

Bei KI geht es nicht nur um Sprachmodelle wie ChatGPT und Anwendungen am Bildschirm. Zunehmend bedeutender wird die Entwicklung von humanoiden Robotern, die KI-gesteuert beispielsweise in Haushalten zum Einsatz kommen könnten. Bei industrieller KI geht es derweilen darum, mit ihrer Hilfe Produktionsprozesse zu beschleunigen und Fehler zu reduzieren.

KI-Entwicklung in einem Unternehmen

Viele Unternehmen in Deutschland sehen ihre Wettbewerbsfähigkeit bedroht, vor allem wegen zu hoher Preise und zu viel Bürokratie. Um das zu ändern, stecken sie viel Energie und Ressourcen in KI.

19.10.2026 | 1:56 min

Auf der Tagesordnung steht bei der Konferenz auch ein Thema, das so gut wie jeden betreffen wird: Wie wird KI die Arbeitswelt verändern? Kurz- bis mittelfristig könnten viele Bürojobs verloren gehen, langfristig könnte auch körperliche Arbeit durch Roboter ersetzt werden.

Digitalminister: Arbeitswelt wird sich verändern

Eine Zukunft ohne Erwerbsarbeit, wie von Tech-Milliardär Elon Musk vorhergesagt, hält Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) weder für unausweichlich noch für erstrebenswert.

Die Arbeitswelt werde sich ganz sicher verändern, sagte Wildberger. Es werde neue Jobs geben und solche, die unter Druck kämen. Jedoch werde das menschliche Urteilsvermögen eine größere Bedeutung bekommen.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichteten am 02.11.2026 mehrere Sendungen, darunter die heute-Nachrichten ab 17 Uhr, heute in Deutschland ab 14 Uhr und das ZDF-Mittagsmagazin ab 12 Uhr.

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