Führerschein: Fahrlehrerverbände kritisieren geplante Reform

"Angriff auf die Verkehrssicherheit":Fahrlehrerverbände kritisieren geplante Führerscheinreform

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Die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände sieht in der geplanten Führerscheinreform eine Gefahr für die Verkehrssicherheit. Auch Geld einsparen könne die Reform nicht, heißt es.

Patrick Schnieder beim Pressestatement zum Thema 'Bezahlbarer Führerschein - Reform der Fahrschulausbildung' im Bundesverkehrsministerium.

Mit der Führerscheinreform sollen die durchschnittlichen Kosten von 3.400 Euro gesenkt werden. Kritiker befürchten Einbußen bei der Verkehrssicherheit.

11.02.2026 | 1:30 min

Die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände (BVF) hat mit scharfer Kritik auf die von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) geplante Führerscheinreform reagiert. Der Reformvorschlag sei "absolut entsetzend" und käme einem "massiven Angriff auf die Verkehrssicherheit" gleich, sagte der Vize-Vorsitzende der BVF, Kurt Bartels, der "Rheinischen Post".

Das System in Deutschland ist auf die Verkehrssicherheit ausgelegt und das radiert Herr Schnieder einfach weg.

Kurt Bartels, Vize-Vorsitzender der BVF

Patrick Schnieder (CDU), Bundesminister für Verkehr, spricht während eines Pressegesprächs zum Thema bezahlbarer Führerschein.

Autofahren zu lernen ist in Deutschland immer noch extrem teuer. Das soll sich in Zukunft ändern.

11.02.2026 | 2:35 min

Führerscheinreform: Laienausbildung und Online-Theoriestunden

Schnieder hatte am Mittwoch die mit Ländervertretern überarbeiteten Eckpunkte zur Führerscheinreform vorgestellt. Geplant ist etwa die Erprobung der sogenannten "Laienausbildung", bei der Fahrschülerinnen und -schüler mit Nahestehenden im Auto Fahrpraxis erwerben können. Außerdem soll die Vorbereitung auf die Theorieprüfung komplett online, etwa per App, erfolgen können.

Bartels sagte dazu, viele Themenbereiche könnten "nur im Präsenzunterricht vermittelt werden". Es habe sich bereits während der Corona-Pandemie gezeigt, dass Distanzunterricht nicht zu besseren Ergebnissen führe, "im Gegenteil". Mit den Reformvorschlägen könne kein Geld eingespart werden.

Es sind rein politische Äußerungen, die an der Wirklichkeit vorbeigehen.

Kurt Bartels, Vize-Vorsitzender BVF

Quelle: AFP
Über dieses Thema berichteten unter anderem die heute-Nachrichten am 11.02.2026 ab 17 Uhr und das heute journal ab 21:45 Uhr.
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