Reformen trotz Wahljahr:Linnemann pocht auf Reformpaket: "Chance zu einem Aufbruch"
CDU-Generalsekretär Linnemann pocht im ZDF auf ein Reformpaket - trotz mehrerer anstehender Wahlkämpfe. Er sieht in diesem Jahr die "Chance zu einem Aufbruch".
Die Union hat große Pläne für 2026 – die "Chance zum Aufbruch" in ein Jahr voller Wirtschaftswachstum und Sozialreformen. "Ich bin zuversichtlich", sagt Generalsekretär Carsten Linnemann (CDU).
09.01.2026 | 7:39 minCDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sieht die schwarz-rote Koalition in der Pflicht, in diesem Jahr trotz vieler Wahlkämpfe Reformen zu vereinbaren. Wahltermine dürften keine Ausreden sein, sagte Linnemann im ZDF-Morgenmagazin.
Linnemann sprach von notwendigem Mut zu Reformen für die sozialen Sicherungssysteme. Hier brauche es ein Reformpaket.
In diesem Jahr finden allein fünf Landtagswahlen statt: In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im März sowie in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern im September.
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Linnemann: Sozialpaket und klarer Fokus
Linnemann zeigte sich diesbezüglich aber optimistisch. Für die sozialen Sicherungssysteme brauche es "Mut", so Linnemann:
Da greife ich mich auch selbst an. Ich muss selbst mutig sein und ein Reformpaket mit der SPD schnüren. Und da müssen alle einen Anteil tragen, alle Gruppen der Gesellschaft.
Carsten Linnemann, CDU-Generalsekretär
"Wir müssen uns fokussieren", so Linnemann. Das sei die Aufgabe, die in diesem Jahr anstehe.
Kurz vor Jahresende brachte Schwarz-Rot noch mehrere Vorhaben unter Dach und Fach.
10.12.2025 | 2:28 minLinnemann: Müssen "schlicht die Probleme lösen"
Den Eindruck von Stillstand, den viele mit der Ampel-Koalition verbunden haben, solle enden. Schwarz-Rot müsse Prioritäten setzen. Man könne nicht - wie im vergangenen Jahr - den ganzen Sommer über Richter diskutieren, so Linnemann weiter.
Die Menschen wollen, dass wir uns nicht um Nebensächlichlichkeiten kümmern, sondern schlicht die Probleme lösen. Mehr nicht.
Carsten Linnemann, CDU-Generalsekretär
Aufbruch geplant: Linnemann zeigt sich optimistisch
Linnemann verwies auf eine veränderte Stimmungslage: Deutschland habe die "Beschreibungsangst" abgelegt, "es wird nichts mehr schöngeredet". Zudem wollten mehr als 70 Prozent der Menschen Veränderung.
Aus dieser Mischung sehe er für dieses Jahr die "Chance zu einem Aufbruch". Auch würden schon beschlossene Maßnahmen wie die Energiepreissenkung, die Aktivrente und zum Bürokratieabbau wirken. "Deswegen bin ich optimistisch", sagt Linnemann.
Die Aktivrente erlaubt Menschen über der Regelaltersgrenze bis zu 2.000 € monatlich steuerfrei hinzuzuverdienen. Ziel ist, den Fachkräftemangel zu lindern.
02.01.2026 | 1:36 minLob für Haseloff-Rückzug in Sachsen-Anhalt
Zu den Berichten über einen möglichen vorzeitigen Rückzug von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) äußerte er sich anerkennend: "Herr Haseloff ist einer unserer besten Leute". Dennoch begrüße Linnemann die Entwicklung.
Haseloff soll den Weg für den CDU-Spitzenkandidaten, Landeschef Sven Schulze, freimachen. Mit dem Amtsinhaber-Bonus soll es für den sachsen-anhaltischen Wirtschaftsminister einfacher werden, die in den Umfragen derzeit vorn liegende AfD bei der Landtagswahl in Schach zu halten.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff will wohl sein Amt früher als geplant an CDU-Wirtschaftsminister Schulze übergeben. Wulf Schmiese ordnet die Reaktionen aus Berlin ein.
08.01.2026 | 2:19 minCDU-Landeschef Schulze "ein Machttyp"
Einen möglichen Wechsel zu Schulze bewertete Linnemann als Chance.
Sollte Herr Schulze Ministerpräsident werden, wäre das ein tolles Signal, weil ich ihn unglaublich schätze, weil er ein Machttyp ist.
Carsten Linnemann, CDU-Generalsekretär
Druck durch Parteichef und Bundeskanzler Friedrich Merz habe es beim Rückzug Haseloffs nicht gegeben, es sei "Sache des Landesverbandes". "Es wird immer telefoniert, aber er hat keinen Einfluss, sondern es ist Sache des Landesverbandes", so Linnemann im ZDF.
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